Karl Gottfried Theodor Winkler

W.s Bedeutung liegt in seiner jahrzehntelangen dominierenden Stellung im Dresdner Kulturleben, das er dank seiner vielfältigen, weitgespannten Aktivitäten auf allen Feldern der Literatur prägte: Neben eigener lyrischer und dramatischer Produktion betätigte er sich als Übersetzer, Theatersekretär und Lieferant kassenfüllender Lustspiele. Als Zeitungs- und Jahrbuchredakteur sowie Publizist bespielte er besonders öffentlichkeitswirksame Felder. W. stützte sich auf eine ungewöhnliche Schaffenskraft, die ihm sein enormes Arbeitspensum ermöglichte, sowie praktisches Geschick, wobei er weitreichende Netzwerke zu nutzen wusste. – W. studierte 1793 bis 1795 Rechtswissenschaft und Geschichte in Wittenberg, wo er Kontakte mit Novalis, Ludwig Christoph von Burgsdorff und Friedrich Adolph Kuhn knüpfte. Nach seinem Studium begann er 1796 als Aktuar am Dresdner Stadtgericht zu arbeiten und trat 1801 als Kanzlist ins Geheime Archiv ein. 1805 wurde er Archiv-Registrator und 1812 folgte die Ernennung zum Geheimen Archivsekretär. Während des preußisch-russischen Generalgouvernements gehörte W. als Protokollführer der sächsischen Regierungskommission an und wurde zum russischen Hofrat ernannt. Im Auftrag des Generalgouvernements redigierte er das amtliche Nachrichtenorgan „Generalgouvernements-Blatt“ und wurde im September 1814 zum ersten bürgerlichen Intendanten des neuen Dresdner Staatstheaters (italienische Oper, deutsches Schauspiel und Kapelle) bestimmt. Nach der 1815 erfolgten Rückkehr König Friedrich Augusts I. wurde das Staatstheater wieder in ein Hoftheater umgewidmet und W. zum Theatersekretär degradiert, womit er dem neuen Intendanten Karl Wilhelm Graf Vitzthum von Eckstädt unterstellt war. Zusätzlich wurde W. mit dem Amt eines „Fleischaccisekassenrendanten“ (Fleischsteuer-Besoldungskassierers) bedacht. Gleichzeitig amtierte W. ab 1816 als „expedierender Sekretär“ an der Kunstakademie und trat dem 1825 gegründeten Sächsischen Altertumsverein bei. 1828 übernahm W. im neu gegründeten Sächsischen Kunstverein die Funktion des Sekretärs. 1825 bis 1832 zeichnete sich der 1824 zum sächsischen Hofrat ernannte W. zudem für die Regie der italienischen Oper in Dresden verantwortlich. Am 1.7.1841 ernannte König Friedrich August II. ihn auf Betreiben des damaligen Intendanten Wolf Adolf August von Lüttichau wegen seiner Verdienste um das Hoftheater zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Theatersekretär zum Vizedirektor des Königlichen Hoftheaters. In diesen Funktionen verblieb W. bis zu seinem Tod. – W. hatte eine sorgfältige Bildung durch Privatlehrer genossen und neben den klassischen Sprachen Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Portugiesisch erlernt. Schon früh pflegte er neben der beruflichen Laufbahn seine literarischen Interessen und begann eine ausgedehnte schriftstellerische Tätigkeit. Bereits 1805 erschien ein erster Band seiner Lustspiele („Die Gelübde“, „Unverhofft!“) und als 1807 - oder 1806, dies ist uneindeutig - seine Übertragung der französischen Posse „Der Schwätzer“ in Dresden aufgeführt wurde, fand erstmals eines seiner Stücke Aufnahme in das Repertoire des Hoftheaters. Viele seiner Gedichte, Erzählungen und Novellen wurden zunächst in den damals weitverbreiteten Taschenbüchern gedruckt. 1807 veröffentlichte er seine mit dem Studienfreund Kuhn erarbeitete Übersetzung der „Lusiaden“ von Luís de Camões, die von Ludwig Tieck positiv besprochen wurden. 1807 bis 1817 erschienen in rascher Folge W.s „Neue Lustspiele“ in fünf Bänden in Leipzig, die neben eigenen Texten seine zahlreichen Übersetzungen bzw. Bearbeitungen fremdsprachiger, bevorzugt französischer Lustspiele enthalten. 1821 erschien ein erster Band seiner Gedichte („Lyratöne“), gefolgt von den „Neuen Lyratönen“ 1830. W.s Biograf Hellmut Fleischhauer führt 315 Übersetzungen fremdsprachiger Werke an, die sich auf 165 Romane, Novellen u.a. Prosa sowie 132 Theaterstücke und zwölf Libretti verteilen, mit dem Schwerpunkt auf dem Französischen mit 290 Übersetzungen. W. betrachtete diese Bearbeitungen durchaus als eigene Werke und ließ sie folgerichtig zusammen mit eigenen Arbeiten in seinen Sammelbänden erscheinen. Auch bei seinem Libretto zu Carl Maria von Webers Oper „Oberon“ (1826) griff er auf eine englische Vorlage zurück. Gelegentlich anfallende Festlichkeiten im Haus der Wettiner (Geburtstage, Hochzeiten, Jubiläen u. ä.) lieferten W. zudem zahlreiche Auftragsarbeiten. – Seine Herausgebertätigkeit begann W. parallel zur eigenständigen literarischen und Übersetzertätigkeit, einsetzend mit der Herausgabe der Gedichte Georg Karl Alexander Richters 1807. 1824 bis 1827 gab er (zusammen mit Carl August Böttiger) die Schriften Carl Franz van der Veldes, eines langjährigen Mitarbeiters der „Abendzeitung“, sowie nach Webers Tod 1828 eine dreibändige Ausgabe der „Hinterlassenen Schriften“ des Komponisten heraus. Hauptsächlich redigierte und edierte W. aber Periodika und profitierte dabei von seinen 1814/1815 gesammelten journalistischen Erfahrungen. 1815 bis 1818 edierte er das Taschenbuch „Komus“. Dem Theater gewidmet waren bereits die drei Bände der „Bühne der Ausländer“ (1818-1820) sowie das 1813 bis 1835 erschienene „Tagebuch der deutschen Bühnen“. Am langlebigsten erwiesen sich das 1811 bis 1813 sowie 1815 bis 1848 publizierte Taschenbuch „Penelope“, mit wechselnden inhaltlichen Schwerpunkten eine seiner erfolgreichsten Publikationen, gefolgt vom „Dramatischen Vergißmeinnicht“ (1823-1849) zur Verbreitung neuer ausländischer Bühnenstücke. Letzteres, wie sein erfolgreichstes Presseerzeugnis, vom Buchhändler Johann Christoph Arnold verlegt. – Zum durchschlagenden, nachhaltigen Erfolg geriet W. aber in erster Linie die Dresdner „Abendzeitung“, die er 1815 von ihrem Gründer Johann Christoph Arnold übernahm bzw. neu belebte und bis 1821 zusammen mit Friedrich Kind und 1822 bis Juli 1843 allein herausgab, ehe er sie 1843 verkaufte. W. und Kind beabsichtigten eine bürgerliche Familienzeitschrift nach dem Vorbild der „Zeitung für die elegante Welt“ oder des „Morgenblattes für gebildete Stände“ von Johann Friedrich Cotta. Als unterhaltendes und belehrendes Familienblatt unter Verzicht auf strenge Wissenschaftlichkeit konzipiert, entwickelte sich die „Abendzeitung“ zu einer der meistgelesenen Zeitschriften Mittel- und Norddeutschlands sowie zu einer der beliebtesten Unterhaltungszeitschriften des Vormärz bürgerlichen Zuschnitts. Neben der literarischen Produktion der Liederkreis-Mitglieder bot die auch „Vespertina“ titulierte „Abendzeitung“ Theaternachrichten und -kritiken, Reiseberichte und literarische Rezensionen, Miszellen sowie Korrespondenzbeiträge aus europäischen Hauptstädten und einigen mittleren Städten, je nach Verfügbarkeit. Hierbei bemühte sich W. um kompetente Beiträger und gewann z.B. (als alter Freund der Familie) 1841 Richard Wagner für Berichte aus Paris. Breiten Raum nahmen in der „Abendzeitung“ die spätromantisch-gefühligen Erzeugnisse jenes literarischen Zirkels ein, der untrennbar mit W.s Namen verbunden ist, des Dresdner Liederkreises, ursprünglich Dresdner Dichterthee genannt. Zu den Mitgliedern (deren Zahl mit annähernd 20 angenommen wird) zählten u.a. Kind, Böttiger, Therese aus dem Winckel, Fanny Tarnow, Eduard Heinrich Gehe, Karl Förster, Friedrich Christian August Hasse und Karl Heinrich Seifried, Weber und weitere bürgerliche wie adelige Mitglieder. Hauptanliegen des Liederkreises war die Verbindung der Pflege literarischer Interessen mit Geselligkeit unter dem Vorsitz des Konferenzministers Gottlob Adolf Ernst von Nostitz-Jänckendorf. Bei den 14-tägigen Treffen las man sich gegenseitig eigene Werke vor und besprach sie schonungsvoll. Der Liederkreis stand am Anfang der Entwicklung des bürgerlichen Vereinswesens, das - anstelle des „inopportunen politischen Engagements“ (D. Hempel) - über seine kulturelle Funktion indirekt auch politische Einflussnahme ermöglichte. Der Verein vermochte dies nicht zuletzt wegen der engen personellen Verflechtung mit weiteren Dresdner kulturellen Vereinen wie dem aus dem Liederkreis heraus entstandenen Geselligkeitsverein Albina, dem Sächsischen Altertumsverein und dem Sächsischen Kunstverein. Diese Gruppierungen verbanden den Adel (bis hinauf ins königliche Haus) mit der allmählich sich herausbildenden bürgerlichen Schicht der Gebildeten. Geschickt nutzte W. seine „Abendzeitung“, um die nachrangige literarische Produktion der Liederkreis-Mitglieder dort zu veröffentlichen und damit zu popularisieren. Ebenso setzte er die Theaterkritik und Hoftheaterprogrammatik in seinem biedermeierlich-reaktionären Sinn durch, indem er die neu herandrängenden jüngeren Mitglieder mit anderen Intentionen, wie die Bewegung des „Jungen Deutschland“ (Heinrich Laube, Heinrich Heine), von diesen Netzwerken und ihren Medien fernhielt und damit bis in die 1830er-Jahre für die Dominanz der nachrangigen epigonalen Literatur in Dresden sorgte. – Seinen Einfluss am Theater sicherte sich W. als geschickter Übersetzer und Bearbeiter des für das Hoftheater ständig benötigten Stückenachschubs an leichter Unterhaltungskost. Dank seiner unermüdlichen Produktivität und praktischen Geschicklichkeit für die organisatorischen Notwendigkeiten des Theaterbetriebs machte er sich bei den Intendanten unentbehrlich, insbesondere unter dem vier Jahrzehnte amtierenden Lüttichau. So verstand er es auch, unliebsame Neuerungen, wie etwa die - von W. als überflüssig betrachtete - Einführung des Dramaturgen durch seinen Einfluss immer wieder ins Leere laufen zu lassen. Von künstlerischen Skrupeln frei, betrachtete W. das Theater als Unterhaltungsgarant, das Kasse machen sollte, und konterkarierte so die Ambitionen zu einer Hebung des Niveaus, wie sie z.B. der von Friedrich August I. 1824 als Dramaturg ans Dresdner Hoftheater geholte Dichter Tieck beabsichtigte. Tieck zog sich als Theaterkritiker der „Abendzeitung“ sowie durch neue Ideen für den Theaterbetrieb den Widerstand W.s und des Liederkreises zu, der mit zu Tiecks resigniertem Rückzug 1842 beitrug. Auch von der Ernennung Karl Gutzkows zum Dramaturgen 1844 war W. wenig begeistert, obgleich er als erfahrener Theaterpraktiker dessen bühnenwirksame Theaterstücke anerkannte. Erst im letzten Lebensjahr W.s holte Lüttichau den Theologen und Schriftsteller Julius Pabst als Unterstützung und präsumtiven Nachfolger in die Theaterleitung. – Auch als Librettist versuchte sich W.: 1820 schrieb er für Weber das Libretto zu dessen unvollendet gebliebener Oper „Die drei Pintos“ (1820, ergänzt von Gustav Mahler) und übersetzte die Vorlage für den „Oberon“ aus dem Englischen. Nach Webers Tod fungierte W. 1826 als Vormund von dessen unmündigen Kindern und gab eine erste Auswahl aus den Werken des Komponisten heraus. – Seit 1804 war W. Mitglied der Freimaurer-Loge „Zum Goldenen Apfel“, von der sich 1815 die Loge „Zu den drei Schwertern und Asträa zur grünenden Raute“ abspaltete. W. stand dieser Neugründung 1832 bis 1856 als Meister vom Stuhl vor. In dieser Funktion setzte er sich nachdrücklich für den Bau des Logenhauses 1837/1838 in der Ostraallee ein. Ab 1841 war er auch Landesgroßmeister der „Großen Landesloge von Sachsen“. W. war darüber hinaus Mitglied im kurzlebigen Wiener Dichterzirkel „Ludlamshöhle“ (1819-1826) und gehörte am 30.4.1855 zu den Mitbegründern der Dresdner Sektion der „Deutschen Schillerstiftung“. – Zu W.s Auszeichnungen zählten 1838 das Ritterkreuz des großherzoglich Weimarischen Ordens vom weißen Falken und das Ritterkreuz des königlich sächsischen Verdienstordens. 1851 wurde zum Ehrenbürger Dresdens ernannt.

Quellen St. Bartholomäus Waldenburg, Kirchenbuch 1751, S. 207, Nr. 72, 1775, S. 74, Nr. 16.

Werke Geisterszenen, Dresden 1804; Unverhofft, Dresden 1805; Die Gelübde, Dresden 1805; Makaria, Leipzig 1806; Lieder der Sehnsucht, Erinnerung und Hoffnung, Berlin 1806; Der Schwätzer. Lustspiel nach Goldoni, Elberfeld 1807, ND Wien 1826; mit Friedrich Adolph Kuhn, Die Lusiade des Camoens, Leipzig 1807 (Übersetzung aus dem Portugiesischen); (Hg.), Gedichte von Georg Karl Alexander von Richter, Dresden 1807; Neue Lustspiele, 5 Bde., Leipzig 1807-1817; Bianca von Toredo, Eine dramatische Dichtung in fünf Akten, Leipzig 1808; Angelika oder der Tochter Opfer. Drama in fünf Akten, Dresden 1811; (Hg.), Penelope, 1811-1813, 1815-1848; (Hg.), Komus. Ein Taschenbuch 1/1815-3/1818; (Hg.), Tagebuch der deutschen Bühnen 1815-1835; (Hg.), Abendzeitung 1815-1843 (1817-1826 mit Friedrich Kind); Sängers Reise, Stuttgart 1816; Theodor und Zoe oder Constantinopels Fall, Leipzig 1818; (Hg.), Bühne der Ausländer 1/1818-3/1820; Die drei Pintos. Komische Oper in drei Aufzügen. Opernlibretto, 1820; Mazeppa. Ein Gedicht von Lord Byron, Leipzig 1820 (Übersetzung aus dem Englischen); Lyratöne, 2 Bde., Dresden 1821; Dramatisches Vergißmeinnicht, 26 Bde., Dresden 1823-1849; mit Carl August Böttiger (Hg.), Sämmtliche Schriften von C. F. van der Velde, Dresden 1824-1827; Carl Maria von Weber, Oberon, König der Elfen. Romantische Feenoper nach dem Englischen von J. R. Planché, Opernlibretto, Dresden/Leipzig 1826 (Übersetzung aus dem Englischen); (Hg.), Hinterlassene Schriften von Carl Maria von Weber, 3 Bde., Dresden/Leipzig 1828; Flinte und Pinsel, oder das Schloß zur alten Henne, 1828 (Übersetzung aus dem Französischen); Neue Lyratöne, 2 Bde., Dresden 1830; Robert der Teufel. Oper in fünf Aufzügen, Opernlibretto, Weimar 1832 (Übersetzung aus dem Französischen); Der Erde reinstes Glück. Festspiel … zur Feier der hohen Vermählung … des Herzogs von Sachsen Friedrich August Mitregent und … der Prinzessin von Baiern Maria Anna Leopoldine, Dresden/Leipzig 1833.

Literatur Das goldne Jubelfest von Herrn Hofrath K. G. Th. W. am 10. März 1851, in: Tage-Buch der königlich Sächsischen Hoftheater 1851, S. 49-51; Robert Prölss, Geschichte des Hoftheaters zu Dresden. Von seinen Anfängen bis zum Jahre 1862, Dresden 1878; Herman Anders Krüger, Pseudoromantik. Friedrich Kind und der Dresdner Liederkreis, Dresden 1904; Hellmut Fleischhauer, Theodor Hell (W.) und seine Tätigkeit als Journalleiter, Herausgeber, Übersetzer und am Theater, Borna/Leipzig 1930; Hanns Robert Doering-Manteuffel, Dresden und sein Geistesleben im Vormärz, Dresden 1935; Friedrich Kummer, Dresden und seine Theaterwelt, Dresden 1938; Heinz Pietzsch, Carl Gottfried Theodor W. (Theodor Hell). Erinnerung an einen Vergessenen, in: Dresdner Hefte 13/1987, S. 49-60; Marek Zybura, Ludwig Tieck als Dramaturg am Dresdner Hoftheater, in: Wirkendes Wort. Deutsche Sprache und Literatur in Forschung und Lehre 44/1994, H. 2, S. 220-246; Dirk Hempel, Literarische Vereine in Dresden. Kulturelle Praxis und politische Orientierung des Bürgertums im 19. Jahrhundert, Tübingen 2008; Karl Goedeke, Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen, Bd. 9, 8. Buch, 2. Abteilung, ND Berlin 2011, S. 278 -303; ebd., Bd. 17, 8. Buch, 2. Abteilung, ND Berlin 2011, S. 1738-1743. – ADB 11, S. 693f.; DBA I, III; DBE II 4, S. 651; NGroveD (2/2001), Bd. 27, S. 436f.; Necrolog des Herrn Carl Gottfried Theodor W., in: Tage-Buch der königlich Sächsischen Hoftheater 1856, S. 75-78; Franz Brümmer (Bearb.), Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten von den ältesten Zeiten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, Leipzig 61913, S. 592f.; Wilhelm Kosch, Deutsches Literatur-Lexikon, Bd. 5, München 1979, S. 828f.; Paul Stanley Ulrich, Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik. Fundstellennachweis aus deutschsprachigen Nachschlagewerken und Jahrbüchern, Bd. 1, Berlin 21997, S. 2042; Wilhelm Kosch, Deutsches Theater-Lexikon, Bd. 6, Zürich/München 2008, S. 3433-3435; Walther Killy, Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraums, Bd. 5, Berlin 2009, S 244f.

Porträt Karl Theodor W., Therese aus dem Winkel, um 1820/1830, Öl auf Leinwand, Stadtmuseum Bautzen; Bildnis Karl Theodor W., Carl Christian Vogel von Vogelstein, 1833, Zeichnung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, Inventar-Nr. C 3534; Bildnis des Carl W., 1830/1850, Stahlstich, Universitätsbibliothek Leipzig, Porträtstichsammlung, Inventar-Nr IIAIV, 2036 Bl. 12, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Abteilung Deutsche Fotothek (Bildquelle) [Public Domain Mark 1.0; dieses Werk ist lizensiert unter einer Creative Commons Public Domain Mark 1.0 Lizenz].

Eva Chrambach
10.3.2021


Empfohlene Zitierweise:
Eva Chrambach, Karl Gottfried Theodor Winkler, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (18.4.2021)

Karl Gottfried Theodor Winkler



Quellen St. Bartholomäus Waldenburg, Kirchenbuch 1751, S. 207, Nr. 72, 1775, S. 74, Nr. 16.

Werke Geisterszenen, Dresden 1804; Unverhofft, Dresden 1805; Die Gelübde, Dresden 1805; Makaria, Leipzig 1806; Lieder der Sehnsucht, Erinnerung und Hoffnung, Berlin 1806; Der Schwätzer. Lustspiel nach Goldoni, Elberfeld 1807, ND Wien 1826; mit Friedrich Adolph Kuhn, Die Lusiade des Camoens, Leipzig 1807 (Übersetzung aus dem Portugiesischen); (Hg.), Gedichte von Georg Karl Alexander von Richter, Dresden 1807; Neue Lustspiele, 5 Bde., Leipzig 1807-1817; Bianca von Toredo, Eine dramatische Dichtung in fünf Akten, Leipzig 1808; Angelika oder der Tochter Opfer. Drama in fünf Akten, Dresden 1811; (Hg.), Penelope, 1811-1813, 1815-1848; (Hg.), Komus. Ein Taschenbuch 1/1815-3/1818; (Hg.), Tagebuch der deutschen Bühnen 1815-1835; (Hg.), Abendzeitung 1815-1843 (1817-1826 mit Friedrich Kind); Sängers Reise, Stuttgart 1816; Theodor und Zoe oder Constantinopels Fall, Leipzig 1818; (Hg.), Bühne der Ausländer 1/1818-3/1820; Die drei Pintos. Komische Oper in drei Aufzügen. Opernlibretto, 1820; Mazeppa. Ein Gedicht von Lord Byron, Leipzig 1820 (Übersetzung aus dem Englischen); Lyratöne, 2 Bde., Dresden 1821; Dramatisches Vergißmeinnicht, 26 Bde., Dresden 1823-1849; mit Carl August Böttiger (Hg.), Sämmtliche Schriften von C. F. van der Velde, Dresden 1824-1827; Carl Maria von Weber, Oberon, König der Elfen. Romantische Feenoper nach dem Englischen von J. R. Planché, Opernlibretto, Dresden/Leipzig 1826 (Übersetzung aus dem Englischen); (Hg.), Hinterlassene Schriften von Carl Maria von Weber, 3 Bde., Dresden/Leipzig 1828; Flinte und Pinsel, oder das Schloß zur alten Henne, 1828 (Übersetzung aus dem Französischen); Neue Lyratöne, 2 Bde., Dresden 1830; Robert der Teufel. Oper in fünf Aufzügen, Opernlibretto, Weimar 1832 (Übersetzung aus dem Französischen); Der Erde reinstes Glück. Festspiel … zur Feier der hohen Vermählung … des Herzogs von Sachsen Friedrich August Mitregent und … der Prinzessin von Baiern Maria Anna Leopoldine, Dresden/Leipzig 1833.

Literatur Das goldne Jubelfest von Herrn Hofrath K. G. Th. W. am 10. März 1851, in: Tage-Buch der königlich Sächsischen Hoftheater 1851, S. 49-51; Robert Prölss, Geschichte des Hoftheaters zu Dresden. Von seinen Anfängen bis zum Jahre 1862, Dresden 1878; Herman Anders Krüger, Pseudoromantik. Friedrich Kind und der Dresdner Liederkreis, Dresden 1904; Hellmut Fleischhauer, Theodor Hell (W.) und seine Tätigkeit als Journalleiter, Herausgeber, Übersetzer und am Theater, Borna/Leipzig 1930; Hanns Robert Doering-Manteuffel, Dresden und sein Geistesleben im Vormärz, Dresden 1935; Friedrich Kummer, Dresden und seine Theaterwelt, Dresden 1938; Heinz Pietzsch, Carl Gottfried Theodor W. (Theodor Hell). Erinnerung an einen Vergessenen, in: Dresdner Hefte 13/1987, S. 49-60; Marek Zybura, Ludwig Tieck als Dramaturg am Dresdner Hoftheater, in: Wirkendes Wort. Deutsche Sprache und Literatur in Forschung und Lehre 44/1994, H. 2, S. 220-246; Dirk Hempel, Literarische Vereine in Dresden. Kulturelle Praxis und politische Orientierung des Bürgertums im 19. Jahrhundert, Tübingen 2008; Karl Goedeke, Grundriss zur Geschichte der deutschen Dichtung aus den Quellen, Bd. 9, 8. Buch, 2. Abteilung, ND Berlin 2011, S. 278 -303; ebd., Bd. 17, 8. Buch, 2. Abteilung, ND Berlin 2011, S. 1738-1743. – ADB 11, S. 693f.; DBA I, III; DBE II 4, S. 651; NGroveD (2/2001), Bd. 27, S. 436f.; Necrolog des Herrn Carl Gottfried Theodor W., in: Tage-Buch der königlich Sächsischen Hoftheater 1856, S. 75-78; Franz Brümmer (Bearb.), Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten von den ältesten Zeiten bis zum Ende des 18. Jahrhunderts, Leipzig 61913, S. 592f.; Wilhelm Kosch, Deutsches Literatur-Lexikon, Bd. 5, München 1979, S. 828f.; Paul Stanley Ulrich, Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik. Fundstellennachweis aus deutschsprachigen Nachschlagewerken und Jahrbüchern, Bd. 1, Berlin 21997, S. 2042; Wilhelm Kosch, Deutsches Theater-Lexikon, Bd. 6, Zürich/München 2008, S. 3433-3435; Walther Killy, Literaturlexikon. Autoren und Werke des deutschsprachigen Kulturraums, Bd. 5, Berlin 2009, S 244f.

Porträt Karl Theodor W., Therese aus dem Winkel, um 1820/1830, Öl auf Leinwand, Stadtmuseum Bautzen; Bildnis Karl Theodor W., Carl Christian Vogel von Vogelstein, 1833, Zeichnung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Kupferstich-Kabinett, Inventar-Nr. C 3534; Bildnis des Carl W., 1830/1850, Stahlstich, Universitätsbibliothek Leipzig, Porträtstichsammlung, Inventar-Nr IIAIV, 2036 Bl. 12, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Abteilung Deutsche Fotothek (Bildquelle) [Public Domain Mark 1.0; dieses Werk ist lizensiert unter einer Creative Commons Public Domain Mark 1.0 Lizenz].

Eva Chrambach
10.3.2021


Empfohlene Zitierweise:
Eva Chrambach, Karl Gottfried Theodor Winkler, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (18.4.2021)