Otto-Peters Louise (Pseudonyme: Otto Stern, Malwine von Steinau)
Schriftstellerin, Journalistin, Frauenrechtlerin
* 26.3.1819 Meißen 13.3.1895 Leipzig Leipzig, Neuer Johannisfriedhof(ev.)
VFürchtegott Wilhelm Otto (1776-1835), Jurist, Gerichtsdirektor, Senator in MeißenMChristiane Charlotta, geb. Matthäi (1781-1835)GClementine (1810-1831); Antonie (1812-1876); Franziska (1814-1860); Ida (1816-1819); Heinrich (1817-1822)1858 August Peters (Pseudonym: Elfried von Taura) (1817-1864), Schriftsteller, Journalist
GND: 118590901





O. gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der deutschen Frauenbewegung. Die von ihr maßgeblich beförderte Gründung des Allgemeinen deutschen Frauenvereins 1865 in Leipzig stellt den Beginn der organisierten Frauenbewegung dar. Lebenslang trat sie mit ihrem umfangreichen publizistischen Werk, das gesellschaftspolitische Schriften ebenso wie Romane, Erzählungen, Gedichte und Opernlibretti umfasst, für die Gleichstellung der Frau ein. – O. hatte wie alle Mädchen ihrer Zeit nach der Konfirmation keine Möglichkeit, weiter die Schule zu besuchen. Diese Zurücksetzung ihres Geschlechts empfand sie früh als Unrecht. Hier lagen die Wurzeln ihres unermüdlichen frauenemanzipatorischen Wirkens, denn von Anfang an verband O. Forderungen nach rechtlicher Gleichstellung von Frau und Mann mit dem notwendigen Zugang der Mädchen und Frauen zu Bildung. – Nach sorgenfreier Kindheit in einem neuen Gedanken aufgeschlossenen Elternhaus verlor O. 16-jährig kurz hintereinander Vater und Mutter. Dank guter Freunde der Familie konnte sie auch danach ihr Wissen autodidaktisch erweitern, u.a. in der Königlichen Hofbibliothek Dresden. 1840 kam sie bei einem Besuch in Oederan erstmals mit dem Elend des Industrieproletariats in Berührung, was ihre soziale Einstellung lebenslang prägte. Ein weiterer tiefer Lebenseinschnitt war 1841 der Tod ihres ersten Verlobten Gustav Müller. O. konzentrierte sich nun verstärkt auf ihre Studien und schriftstellerischen Fähigkeiten. 1843 erschien ihr erster Roman „Ludwig der Kellner“, der wie auch der folgende „Kathinka“ von der französischen Schriftstellerin George Sand beeinflusst war. In diese Zeit fielen auch ihre ersten gesellschaftspolitischen Äußerungen zur Frauenfrage. O. pflichtete dem von Robert Blum im August 1843 in den „Sächsischen Vaterlandsblättern“ geäußerten Gedanken bei, dass die Frauen die Trägerinnen der Volkssittlichkeit sind, und forderte als Voraussetzung dafür die Verbesserung des Schulunterrichts für Mädchen, in dem insbesondere auf die Vermittlung historischer Kenntnisse zu achten sei. Frühe Veröffentlichungen O.s finden sich in der Vormärzzeit in den Zeitschriften „Unser Planet“, „Der Komet“, „Der Wandelstern“, „Der Leuchtthurm“, „Neue Zeitschrift für Musik“, „Veilchen, harmlose Blätter für die moderne Kritik“, „Constitutionelle Staatsbürger-Zeitung“, „Typographia“ und „Nord und Süd“. Bis 1845 publizierte sie mehrere Arbeiten unter dem Pseudonym Otto Stern. Darunter waren die „Politischen Reisebriefe“ über eine Rundreise, die sie im Sommer 1845 ganz ungewöhnlich für eine junge Frau von Meißen über Leipzig nach Thüringen, Hessen bis zur Porta Westfalica ohne jegliche Begleitung unternommen hatte. O.s Bücher fanden besonders in oppositionellen Blättern Beachtung und Würdigung, v.a. der 1846 zensierte Roman „Schloß und Fabrik“, der erst nach einer Audienz beim sächsischen Innenminister Johann Paul Freiherr von Falkenstein und der Veränderung der verbotenen Stellen veröffentlicht werden durfte. In dieser Zeit kam O. auch mit der religiösen Protestbewegung in Berührung. In Dresden hatte sie 1845 den deutsch-katholischen Prediger Johannes Ronge gehört, den sie 1846 auf ihrer Reise durch Schlesien, über die sie erschütternde Berichte veröffentlichte, aufsuchte. Besonders angezogen war sie von der Idee der gleichberechtigten Stellung der Frauen in deutsch-katholischen Gemeinden und der Möglichkeit für sie, in Kirchenämter gewählt zu werden. – Aufsehen erregte wegen der politischen Brisanz O.s erste, 1847 herausgegebene Gedichtesammlung „Lieder eines deutschen Mädchens“, die sie dem Dichter Alfred Meißner widmete. Im gleichen Jahr erschien in Blums „Vorwärts. Volkstaschenbuch für das Jahr 1847“ O.s grundlegender Artikel „Über die Theilnahme der Frauen am Staatsleben“. Darin entwickelte sie programmatische Ideen für eine Frauenbewegung, v.a. die Forderung nach Bildungsmöglichkeiten für Frauen. Daneben warb sie in ihren Artikeln vehement für die Verbesserung der Lage der Arbeiterinnen und Arbeiter sowie für ein geeintes Deutschland. Während der Märzrevolution 1848 setzte sich O. unermüdlich für deren Ziele ein. Ihre Artikel und Gedichte erschienen u.a. in „Der Volksfreund, sächsische Blätter für alle Interessen des Volkes“, „Die Verbrüderung. Correspondenzblatt aller Arbeiter“, „Meißner Blätter“, „Die Barrikade. Ein republikanisches Wochenblatt“, „Dresdner Zeitung“ und „Die sociale Reform“. Am bekanntesten wurde ihre am 20.5.1848 in der „Leipziger Arbeiter-Zeitung“ veröffentlichte „Adresse eines Mädchens an den hochverehrten Minister Oberländer, an die von ihm berufene Arbeiterkommission und an alle Arbeiter“. Darin forderte sie, bei der Organisation der Arbeit die Frauen nicht zu vergessen. Sie unberücksichtigt zu lassen bedeute, „die eine Hälfte der Menschen für Unmündige und Kinder erklären und von den anderen ganz und gar abhängig machen“. Die Minister Martin Gotthard Oberländer und Robert Georgi reagierten darauf mit persönlichen Gesprächen und erbaten von O. Vorschläge zur Lösung der aufgeworfenen Fragen. O. verwies u.a. auf die Notwendigkeit der Kinderbetreuung und das Recht der Frauen auf Erwerbsarbeit. Sie organisierte Versammlungen, war beteiligt an der Gründung eines Vaterlandsvereins und empfing Abordnungen von Arbeitern. – Um ihrem eigenen Geschlecht eine Tribüne für den Kampf um Frauenrechte zu geben, gründete O. die „Frauen-Zeitung“, die unter dem Motto „Dem Reich der Freiheit werb’ ich Bürgerinnen“ erstmals am 21.4.1849 erschien. Voller Mut stellte sie sich den Fragen der Zeit, auch nach der Niederlage des Dresdner Maiaufstands. Das führte zu Hausdurchsuchungen in ihrer Meißner Wohnung und zum Verbot von zwei Ausgaben des in Großenhain gedruckten Blatts. Mit dem neuen sächsischen Pressegesetz, das die Leitung einer Zeitung durch Frauen untersagte, wurde deren Erscheinen Ende 1850 in Sachsen unmöglich gemacht. Gesinnungsfreunde ermöglichten die Herausgabe noch bis 1853 im reußischen Gera. – 1849 lernte O. ihren späteren Mann, den Schriftsteller und Journalisten August Peters, in Oederan kennen. Als Peters wegen der Teilnahme an den revolutionären Kämpfen 1849 bis 1856 Zuchthausstrafen im badischen Bruchsal und später in Waldheim verbüßte, wurde O., die sich in dieser Zeit für Gefangene und deren Familien einsetzte, während einer Besuchsreise unerwartet aus Baden ausgewiesen. Die sächsischen Behörden hatten das Polizeiamt Karlsruhe über ihr Kommen informiert. – In den Jahren der Reaktion veröffentlichte sie zeitgenössische und historische Romane, Gedichte und ein Opernlibretto. Zahlreiche Artikel und Essays erschienen in „Anregungen für Kunst, Leben und Wissenschaft“, „Unterhaltungen am häuslichen Herd“, „Die Gartenlaube“, „Erzgebirgischer Hausfreund“ und „Leipziger Sonntagsblatt“. Nach der am 24.11.1858 erfolgten Eheschließung mit Peters, der sich als Redakteur eine Lebensgrundlage geschaffen hatte, zog O. zu ihm nach Freiberg, 1860 folgte sie ihm schließlich nach Leipzig. Das Ehepaar war maßgeblich an der Redaktion der seit 1861 wöchentlich sechsmal erscheinenden „Mitteldeutschen Volks-Zeitung“ beteiligt. O. betreute das umfangreiche Feuilleton und publizierte selbst zu Frauenthemen. 1864 starb Peters an den Folgen der Zuchthausstrapazen. – In der liberalen Bürgerstadt Leipzig versammelten sich bald gleichgesinnte Frauen um die bekannte Literatin, darunter Auguste Schmidt und Henriette Goldschmidt. An den Diskussionen über die Frauenemanzipation waren aber auch einige Männer beteiligt, so der Herausgeber Philipp Anton Korn und der Naturwissenschaftler Emil Adolph Roßmäßler, in dessen Wohnung eine Zusammenkunft stattfand, die im März 1865 zur Gründung des Frauenbildungsvereins führte. O. wurde Vorsitzende und verantwortlich für die Organisation der ersten gesamtdeutschen Frauenversammlung in Leipzig (15.-18.10.1865), die mit der Gründung des Allgemeinen deutschen Frauenvereins (AdF) endete. Dieses Ereignis markierte den Beginn der organisierten deutschen Frauenbewegung. Die Ziele des Vereins, an dessen Spitze O. bis zu ihrem Tod stand, waren insbesondere die Rechte der Frau auf Bildung, auf Erwerbsarbeit und Zugang zum Universitätsstudium. Sie trat dafür ein, dass ausschließlich Frauen Mitglied im AdF werden konnten. Dieser Auffassung widersprach aber nicht, dass auch Männer bei der Gründung des AdF zugegen waren, darunter Philipp Anton Korn, in dessen „Allgemeiner Frauen-Zeitung“ vorbereitende Beiträge veröffentlicht worden waren, Ludwig Eckardt, an dessen „Demokratischem Wochenblatt“ O. mitarbeitete, der junge August Bebel und Julius Mühlfeldt, der in der nun von ihm verantworteten „Mitteldeutschen Volks-Zeitung“ ausführlich über das epochale Ereignis berichtete. Ende 1865 erschien die erste Ausgabe des Organs des AdF „Neue Bahnen“, benannt nach einem Romantitel von O. Sie durfte wegen des sächsischen Pressegesetzes jedoch lediglich als Herausgeberin und nicht als verantwortliche Redakteurin fungieren. In dem Zweiwochenblatt veröffentlichte O. gemeinsam mit ihrer Freundin Auguste Schmidt die wichtigsten Informationen aus der Arbeit des AdF und seiner vielen Zweigvereine. Die zahlreichen Petitionen des AdF an die Länderparlamente und den Deutschen Reichstag spielten eine große Rolle. Darüber hinaus wurden Frauen durch Berichte über Künstlerinnen und weibliche Gewerbetreibende sowie Informationen aus aller Welt ermutigt, für ihre Interessen einzutreten, insbesondere für das Frauenstimmrecht. Als Vorsitzende des AdF veröffentlichte O. mehrere frauenpolitisch wichtige Publikationen, darunter 1866 „Das Recht der Frauen auf Erwerb“ und 1876 „Einige Deutsche Gesetz-Paragraphen über die Stellung der Frau“, die Ergebnisse einer Analyse der unterschiedlichen rechtlichen Stellung der Frau in den deutschen Bundesländern waren. Auf dieser Basis wurde u.a. eine Petition an den Deutschen Reichstag gerichtet, bei der Neufassung der Zivilgesetzgebung besonders die Rechte der Frau im Ehe- und Vormundschaftsgesetz zu berücksichtigen. 1869 vertrat O. den AdF mit einem Redebeitrag auf dem Philosophenkongress in Frankfurt/Main. Darüber hinaus nahm sie an Schriftstellerkongressen teil und wurde 1874 Ehrenmitglied des Wiener Grillparzer-Vereins und 1892 des von ihr mitgegründeten Leipziger Schriftstellerinnen-Vereins. In all den Jahren war O., die ihre Bücher und Artikel auch nach der Verheiratung unter ihrem Mädchennamen Louise Otto veröffentlichte, weiterhin eine gefragte Journalistin. Dies bestätigen Veröffentlichungen in „Illustrirte Zeitung“ (Leipzig), „Neue Zeit“ (Prag), „Deutsche Revue“ (Stuttgart), „Frauenblätter“ (Graz) und „Onze Roeping“ (Niederlande). – Entgegen ihrer Überzeugung sah sich O. 1885 entsprechend der herrschenden Gesetzeslage gezwungen, auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung des AdF nicht nur seiner Umwandlung in eine Genossenschaft zuzustimmen, sondern auch beschließen zu lassen, dass verheiratete Frauen künftig nur noch mit Zustimmung ihres Ehemanns Mitglied werden durften. Volljährige unverheiratete Frauen konnten weiterhin selbstständig entscheiden. Unermüdlich trat O. für das als richtig Erkannte ein, konnte aber nicht mehr erleben, dass Frauen sich in politischen Vereinen und Parteien organisieren durften, zum Hochschulstudium zugelassen wurden sowie das aktive und passive Wahlrecht erhielten. Doch war es der Wegbereiterin der deutschen Frauenbewegung vergönnt, Ostern 1894 in Leipzig Gymnasialkurse für Mädchen zu eröffnen und bis zu ihrem Tod von einer Ärztin betreut zu werden, die mit einem Stipendium des AdF an einer Schweizer Universität ausgebildet worden war. – 1889 wurde im schlesischen Troppau (tschech. Opava) eine Bibliothek nach O. benannt. Seit 1900 erinnert in Leipzig ein von Adolf Lehnert geschaffenes Denkmal an die „Führerin auf neuen Bahnen“. Am noch erhaltenen Geburtshaus in Meißen wurde 1919 eine Erinnerungstafel angebracht. In mehreren Städten tragen Straßen O.s Namen (Meißen, Chemnitz, Annaberg-Buchholz, Leipzig, Coswig/Sachsen, Hamburg, Freiburg/Breisgau, Heppenheim). Schulen in Hockenheim-Wiesloch und in Markranstädt bei Leipzig erhielten ebenso wie Pflegeheime in Meißen und Annaberg-Buchholz ihren Namen. Seit 1993 besteht in Leipzig die Louise-Otto-Peters-Gesellschaft e.V., die das Leben und Werk ihrer Namensgeberin bekannt zu machen und zu würdigen sich zum Ziel gesetzt hat. Dem dienen Tagungen und Publikationen. Im von ihr ehrenamtlich betriebenen Louise-Otto-Peters-Archiv werden alle Veröffentlichungen von und über O. gesammelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.



W  Ludwig der Kellner. Roman, Leipzig 1843; Kathinka. Roman, Leipzig 1844; Die Freunde. Roman, Leipzig 1845; Aus der neuen Zeit. Erzählungen, Leipzig 1845; Schloß und Fabrik. Roman, Leipzig 1846 (erste vollständige Ausgabe Leipzig 1996); Römisch und Deutsch. Roman, Leipzig 1847; Lieder eines deutschen Mädchens. Gedichte, Leipzig 1847; Ein Bauernsohn. Erzählung, Leipzig 1849; Westwärts. Gedichte, Meißen 1849; (Hg.), Frauen-Zeitung, 1849-1853; Buchenheim. Roman, Leipzig 1851; Vier Geschwister. Roman, Dessau 1852; Cäcilie Telville. Roman, Leipzig 1852; Die Nibelungen. Opernlibretto, Gera 1852; Die Kunst und unsere Zeit, Großenhain 1852; Andreas Halm. Roman, Plauen 1856; Zwei Generationen. Roman, Leipzig 1856; Eine Grafenkrone. Roman, Leipzig 1857; Heimische und Fremde. Roman, Leipzig 1858; Nürnberg. Roman, Prag 1859; Die Erben von Schloß Ehrenfels. Roman, Leipzig 1860; Constantin der Große. Opernlibretto, Volkmarsdorf [um 1860]; Aus der alten Zeit. Erzählungen, Leipzig/Plauen 1860; Die Schultheissentöchter von Nürnberg. Roman, Prag/Wien1861; Die Mission der Kunst mit besonderer Rücksicht auf die Gegenwart, Leipzig 1861; Privatgeschichten der Weltgeschichte, Bd. 1: Geschichte mediatisierter deutscher Fürstenhäuser: Hannover, Kurhessen, Nassau, Thurn und Taxis, Leipzig 1868, Bd. 2: Merkwürdige und geheimnisvolle Frauen, Leipzig 1868, Bd. 3: Geistliche Fürsten und Herren in Deutschland bis zur Säkularisation 1803, Leipzig 1869, Bd. 4: Einflußreiche Frauen aus dem Volke, Leipzig 1869, Bd. 5: Neudeutsches und Altfranzösisches. Ein Beitrag zu den Ereignissen von 1870, Leipzig 1871, Bd. 6: Seltene Charaktere aus deutschen Adelsgeschlechtern, Leipzig 1872; Kunst und Künstlerleben. Novellen, Bromberg 1863; Neue Bahnen. Roman, Wien 1864; Nebeneinander. Roman, Duisburg 1864; Mädchenbilder aus der Gegenwart. Novellen, Leipzig 1864; Zerstörter Friede. Roman, Jena 1866; Gedichte, Halle 1866; Das Recht der Frauen auf Erwerb, Hamburg 1866 (ND Leipzig 1997); mit A. Schmidt (Hg.), Neue Bahnen 1866-1895; Die Idealisten. Roman, Jena 1867; Theodor Körner. Opernlibretto, Leipzig 1867; Drei verhängnisvolle Jahre. Roman, Altona 1868; Die Dioskuren. Roman, Altona 1868; Gedichte, Leipzig 1868; Aus der Börsenwelt. Roman, Berlin 1869; Victoria regia. Novellen, Leipzig 1869; Der Genius des Hauses, Pest/Wien/Leipzig 1869; Der Genius der Menschheit im Dienste der Humanität, Pest/Wien/Leipzig 1870; Der Genius der Natur, Pest/Wien/Leipzig 1870 (holländische und schwedische Übersetzung: 1871); Der gute Ton für Damen, Pest/Wien/Leipzig 1870; Rittersporn. Novellen, Leipzig 1870; Musiker - Leiden und Freuden. Novellen, Wien 1871; Die Stiftsherren von Straßburg. Roman, Leipzig 1872; Deutsche Wunden. Roman, Bremen 1872; Zwischen den Bergen. Erzählungen, Bremen 1873; Weihe des Lebens, Leipzig 1873; Rom in Deutschland. Roman, Bremen 1873; Ein bedenkliches Geheimnis. Erzählungen, Leipzig 1875; Frauenleben im deutschen Reich, Leipzig 1876 (ND Lage 1997); Einige Deutsche Gesetz-Paragraphen über die Stellung der Frau, Leipzig 1876; Aus vier Jahrhunderten. Erzählungen, Altona 1883; Gräfin Lauretta. Erzählung, Leipzig 1884; Die Nachtigall von Werawag. Roman, Freiburg 1887; Das erste Vierteljahrhundert des Allgemeinen deutschen Frauenvereins, gegründet am 18. Oktober 1865 in Leipzig, Leipzig 1890; Mein Lebensgang. Gedichte aus fünf Jahrzehnten, Leipzig 1893.

L  H. Groß, Deutschlands Dichterinnen und Schriftstellerinnen in Wort und Bild, Bd. 2, Berlin 1885, S. 159-167 (P); A. Leicht, Lebensläufe verdienter Meißner, 6. Louise O.-Peters, in: Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Meißen 4/1896, S. 242-271; A. Schmidt/H. Rösch, Louise O.-Peters, die Dichterin und Vorkämpferin für Frauenrecht, Leipzig 1898 (P); A. Salomon, Heroische Frauen. Lebensbilder sozialer Führerinnen: Louise O.-Peters, Zürich/Leipzig 1936, S. 223-260 (P); K. Wensch, Louise O.-Peters (1819-1895), in: Genealogie. Deutsche Zeitschrift für Familienkunde 28/1979, Bd. 14, H. 9, S. 696-700; R.-E. Boetcher Joeres (Hg.), Die Anfänge der deutschen Frauenbewegung: Louise O.-Peters, Frankfurt/Main 1983; J. Ludwig/R. Jorek (Hg.), Louise O.-Peters. Ihr literarisches und publizistisches Werk, Leipzig 1995, S. 121-143; J. Ludwig (Hg.), Louise O.-Peters, Schloß und Fabrik, erste vollständige Ausgabe des 1846 zensierten Romans, Leipzig 1996, S. 355-364; dies., „Auch die Rechte der Frauen bedenken“, in: H. Bleiber/W. Schmidt/S. Schötz, (Hg.), Akteure eines Umbruchs, Berlin 2003, S. 493-509; C. Diethe, The life and work of germany’s feminist Louise O.-Peters (1819-1895), Lampeter 2002; S. Schötz, Die Eine über die Andere: Louise O.-Peters und Auguste Schmidt, in: J. Ludwig/I. Nagelschmidt/S. Schötz (Hg.), Leben ist Sterben. Das erste Auguste-Schmidt-Buch, Leipzig 2003, S. 133-172; Louise-O.-Peters-Jahrbuch 1/2004; S. Schötz/H. Rothenburg (Hg.), George Sand und Louise O.-Peters. Wegbereiterinnen der Frauenemanzipation, Leipzig 2005. – ADB 52, S. 737-742; DBA I, II, III; DBE 7, S. 537; NDB 19, S. 715f.

P  Louise O.-Peters, A. Neumann, Lithografie, in: Die Gartenlaube 49/1871, S. 817 (Bildquelle); Fotografie, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Abteilung Deutsche Fotothek.



Johanna Ludwig
26.1.2007


Empfohlene Zitierweise:

Johanna Ludwig, Otto-Peters, Louise (Pseudonyme: Otto Stern, Malwine von Steinau), in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (25.9.2017)

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