Hofmann Emil Walter
Bibliothekar, Bibliotheksdirektor, Kunstkritiker, Graveur
* 24.3.1879 Dresden 24.4.1952 Leipzig(ev.)
VErnst Emil (1851-1919), GraveurMLaura Amalie, geb. Steinhaus (1853-1889)GJohanna, verh. Rülker (1878-1956); Susanne, verh. Türcke (1881-1968); Margarete, verh. Eller (1887-1960) 1.1905 (gesch. 1913) Hanna, geb. Engau (1882-1954)SPaul (1901-1981); Hans Eberhard (1907-1990); Hermann (1911-1979) 2.1914 Wilhelmine Elise, geb. Bosse (Boße) (1880-1954), Bibliothekarin, Kindergärtnerin, Leiterin der Deutschen Volksbüchereischule in LeipzigSReinhold (1918-1944)
GND: 118706160






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H. gilt als der bedeutendste und streitbarste Bibliothekar des deutschen Volksbüchereiwesens in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er schuf ein einheitliches, inhaltlich wie organisatorisch geschlossenes Bibliotheksmodell, mit dessen Hilfe unterprivilegierten Schichten der Zugang zu Bibliothek und Bildung erleichtert werden sollte. An diesem Ziel richtete H. sämtliche Bereiche der Büchereiarbeit aus, von der Ausstattung der Räume über die Ausbildung des Personals bis zu den Details der Ausleihe und der Bestandsauswahl. H. fand mit seinem für die Freie öffentliche Bibliothek Dresden-Plauen (FÖB) entwickelten Konzept breite Resonanz weit über Deutschland hinaus in vielen europäischen Ländern und bis nach Indien und in die USA. Mit großem organisatorischen Geschick rief er als Direktor der Leipziger Öffentlichen Bücherhallen zahlreiche volksbibliothekarische Institutionen ins Leben, deren Publikationen entscheidend dazu beitrugen, dem deutschen Volksbüchereiwesen ein theoretisches und methodisches Fundament zu geben und es damit als eigenständigen Bibliothekszweig in der gesellschaftlichen Wahrnehmung zu etablieren. Die pädagogisierende Tendenz seines Konzepts, die vorübergehend zahlreiche Volksbüchereien prägte, ist der Versuch einer bibliothekspolitischen Antwort auf die sozialen Umbrüche in Deutschland am Beginn des 20. Jahrhunderts. – Nach dem Besuch der 1. Bürgerschule in Dresden musste H. ab 1893 zunächst eine Graveurlehre in der väterlichen Werkstatt absolvieren. Anschließend ermöglichte ihm der Vater ein Studium an der Dresdner Kunstgewerbeschule, das er jedoch aus Opposition gegen die dort herrschenden traditionellen Kunstauffassungen vernachlässigte. Nach einer Sinnkrise, die 1897 in einem Suizidversuch eskalierte, arbeitete H. als Volontär, später als Geselle bei Graveuren in Berlin, Frankfurt/Main und Leipzig. Parallel dazu schrieb er Gedichte, suchte und fand den Kontakt zu literarisch und künstlerisch interessierten Intellektuellen. In Leipzig engagierte er sich als Berichterstatter für ein Gewerkschaftsblatt. 1899 kehrte H. nach Dresden zurück. Hier lernte er für ihn wichtige Förderer kennen, wie Leonhard Lier, Chefredakteur des „Dresdner Stadtanzeigers“, Gustav Morgenstern, Leiter des Feuilletons der „Sächsischen Arbeiterzeitung“, sowie Ferdinand Avenarius, Herausgeber des „Kunstwarts“, der auch erste Gedichte H.s veröffentlichte. Für die „Sächsische Arbeiterzeitung“ schrieb H. Kunstkritiken, für interessierte Arbeiter bot er spezielle Führungen durch Dresdner Kunstausstellungen an. Er machte die Bekanntschaft mit zahlreichen Künstlern v.a. aus dem Loschwitzer Künstlerkreis um das Künstlerhaus und besuchte Vorlesungen an der Technischen Hochschule Dresden. 1904 traf er erstmals Ida Bienert. Sie bot ihm an, eine von ihr und ihrem Mann Erwin initiierte und finanzierte Bibliothek für die Arbeiter der Bienertschen Mühlen und die Dresden-Plauener Einwohner aufzubauen und zu leiten, die spätere FÖB. Nach einigem Zögern nahm er das Angebot an. Auf zwei Reisen nach Jena studierte H. die Abläufe in der damals als Mustereinrichtung geltenden Öffentlichen Lesehalle der Carl-Zeiss-Stiftung. Er stellte dabei fest, dass eine unpraktische Organisation die Bibliothekare vollständig an mechanische Tätigkeiten band. Gerade die dadurch zurückgedrängte Mittlerfunktion des Bibliothekars zwischen Leser und Buch bildete für ihn aber die Kernaufgabe der Bibliothek. Um dafür Zeit und Raum zu schaffen, suchte er nach einem Ausleihverfahren, das sich ganz einem radikal bildungsbezogen verstandenen Auftrag der Bibliothek unterordnen und trotzdem kostengünstig bleiben sollte. Er fand es auf dem Weg konsequenter Arbeitsteilung. Die Bücher ließ er von 12- bis 14-jährigen „Bücherkindern“ aus dem Magazin holen und von 14- bis 18-jährigen „technischen Hilfen“ verbuchen. Für den Bibliothekar entwickelte H. zwei Informationsmittel als Gedächtnisstützen: den systematischen Präsenzkatalog mit Aussagen zu den Zielgruppen der Bücher und das Leseheft, gleichzeitig Benutzungsausweis und Ausleihbeleg, worin Urteile zum Leseerlebnis vermerkt werden konnten. Anhand der Eintragungen überblickte der Bibliothekar mit einem Blick Rezeptionsniveau und Interessengebiete des Nutzers. Auch wenn H. diese Hilfsmittel nicht erfunden hat, überzeugte er mit der Art, wie er sie weiterentwickelte, organisch in die Ausleihvorgänge einbaute und damit ihren Nutzen zielgerichtet steigerte, immer mehr Fachkollegen aus dem In- und Ausland. Besucher aus Finnland, Schweden, Holland, Belgien, Ungarn und dem Baltikum sind bereits für die ersten drei Jahre der FÖB belegt. Das Organisationsmodell der Dresdner Vorstadtbibliothek oder Teile davon übernahmen bis 1912 u.a. die Öffentliche Bibliothek von „Ons Huis“ Amsterdam, die Städtische Öffentliche Bücherei Budapest, die Städtische Volksbibliothek Danzig (poln. Gdańsk) und die Arbeiterzentralbibliothek Frankfurt/Main. – Als Standort für die FÖB wählten Ida Bienert und H. das Eckgeschäft Kielmannseggstraße 8, heute Agnes-Smedley-Straße, in dem die Bibliothek 90 Jahre lang untergebracht blieb. Die erste, an ein allgemeines Publikum gerichtete Ausleihbibliothek Dresdens mit einem konsequenten Bildungsanspruch entwickelte sich von der Eröffnung am 19.2.1906 an überaus erfolgreich und war bereits 1907 die ausleihstärkste in Sachsen. Zudem formte H. die Bibliotheksstatistik zu einem Controlling-Instrument, mit dessen Hilfe er die Erfolge der Bibliothek nach außen vermitteln und interne Entwicklungen präzise steuern konnte. Er definierte zwölf Lesergruppen nach Alter, Geschlecht sowie sozialer Stellung und analysierte deren Ausleihverhalten. – Um die Leser an der Gestaltung der Bibliothek zu beteiligen, gründete H. 1909 einen „Arbeiter-Leser-Beirat“, der monatlich Benutzungs- und Bestandsfragen diskutierte. Mit einer „Denkschrift, betreffend die Neugestaltung der Dresdner städtischen Volksbibliotheken“ beteiligte er sich 1908 an der Diskussion um deren Modernisierung. Ebenfalls 1908 lernte er Robert von Erdberg, den Leiter der Abteilung Volksbildung bei der preußischen „Zentralstelle für Arbeiterwohlfahrtseinrichtungen“ kennen, der ihm wichtige Publikationsmöglichkeiten bot. Dank der Wirkung eines 1909 von H. in der Zeitschrift „Concordia“ veröffentlichten Artikels galt die Dresden-Plauener Bibliothek fortan als realisiertes Modell für das Programm einer neuen „individualisierenden“ Volksbildungsarbeit. Noch im selben Jahr übernahm H. die Redaktion des Bereichs Volksbibliothekswesen der neuen Zeitschrift „Volksbildungsarchiv“. Parallel zu dieser Aufgabe verfasste er seine erste große theoretische Arbeit „Die Organisation des Ausleihdienstes in der modernen Bildungsbibliothek“. Hier entwickelte H. aus dem Vergleich bis dahin existierender Systeme eine Theorie der Ausleihe. Die Aufsätze sind eine Pionierleistung auf dem Gebiet der Bücherhallenbewegung. Sie standen jedoch im Gegensatz zu liberaleren, die Autonomie des Lesers betonenden Auffassungen, die Paul Ladewig in der zeitgleich verfassten Schrift „Politik der Bücherei“ vertrat. Als H. ihm in der Fachpresse vorwarf, eine „mechanisierende“ Ausleihe zu propagieren, richtete sich fast die gesamte Elite des deutschen Volksbüchereiwesens in einem offenen Brief, der in den „Blättern für Volksbibliotheken und Lesehallen“ abgedruckt wurde, gegen H. Die Aufmerksamkeit für H.s Reformvorschläge wuchs. Nachdem er 1912 ein Gutachten zur Umgestaltung der Leipziger Volksbibliotheken vorgelegt und sich um die Leitung derselben beworben hatte, wurde er 1913 berufen. Bis 1915 entstanden unter seiner Regie die ersten beiden Bücherhallen nach dem Dresden-Plauener Vorbild. Parallel dazu betrieb H. erfolgreich die Gründung einer „Zentralstelle für volkstümliches Büchereiwesen“, die er zum Zentrum für die Weiterentwicklung und Verbreitung seines Bibliotheksmodells ausbaute, um die wachsende Nachfrage nach Auskünften und Beratung zu befriedigen. Im Oktober 1914 weihte er die Leipziger Fachschule für Bibliothekstechnik und Verwaltung (heute Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur, Studiengang Bibliotheks- und Informationswissenschaft) ein. Als Leiterin bestimmte er Elise Bosse, seine engste Mitarbeiterin und Nachfolgerin in Dresden-Plauen, ab 1914 auch seine zweite Ehefrau. Im Umfeld der Zentralstelle entstanden Fachzeitschriften und Grundlagenwerke, die die Entwicklung der Volksbüchereien aus der Sicht der „Leipziger Richtung“ begleiteten. H. machte Leipzig zu einem Laboratorium und institutionellen Gravitationspunkt des deutschen Volksbüchereiwesens. Als wichtigste Schrift der ersten Jahre in Leipzig kann das Manifest „Buch und Volk und die volkstümliche Bücherei“ von 1916 gelten, mit dem er seine Anhänger auf eine anspruchsvolle Buchauswahl einschwor, die sich bevorzugt an bildungsaffine Nutzer richtete. Dem Richtungsstreit gab er damit sein zentrales Thema und neue Nahrung. Die Auseinandersetzung, in der H. den Boden sachlicher Diskussion immer wieder verließ, entzündete sich v.a. an Kriterien für literarische Qualität und „Gemäßheit“ für den Leser. Gegenüber seinen Kritikern, die auf Unterhaltungsliteratur nicht vollständig verzichten wollten, erhob er den Vorwurf der Aufnahme „billigster Schundliteratur“ in staatlich finanzierte Volksbüchereien. – 1916 bis 1918 war H. zum Dienst bei der „Fahrbaren Kriegsbücherei“ eingesetzt, die er fachlich mitgestaltete. Die Novemberrevolution und der wachsende Zulauf zu den Arbeiterparteien bildeten 1918 den Anlass zu H.s Manifest „Unsere Arbeit und der Sozialismus“, in dem er die Büchereiarbeit selbst als ein Stück Sozialismus bezeichnete. Geschickt setzte er damit die am stärksten an Einfluss gewinnende politische Idee der Zeit in eine positive Beziehung zu seinem Bildungsideal und zu seinem Büchereiwerk. Sein Credo blieb jedoch, nachdem die Folgen des Ersten Weltkriegs seine kulturkritische Grundhaltung noch verstärkt hatten, die eher konservative Idee, dass soziale Ungerechtigkeit und kulturelle Entwurzelung der unterprivilegierten Mehrheit durch die Förderung eines geistigen Lebens (als Gegensatz zur Arbeitswelt) und durch Schaffung eines Volksganzen gelindert werden müssen. Das einende Band sollte das der Bildung sein und die Bibliotheken sollten es mit der „echten“ Literatur für die „empfänglichen“ Menschen schaffen helfen. In den 1920er-Jahren wurde H. neben von Erdberg und Theodor Bäuerle zum Repräsentanten der „gestaltenden Volksbildung“, mit der sich eine jüngere Generation von Bildungstheoretikern von einer „verbreitenden Volksbildung“ abzugrenzen suchte. Als sich die wichtigsten Verfechter der „Neuen Richtung“ 1923 im „Hohenrodter Bund“ zusammenfanden, war H. Gründungsmitglied. Renommee und Einfluss ermöglichten ihm, seine Institutionen weiter auszubauen. 1923 konnte er das bis dahin in Berlin ansässige „Einkaufshaus für Volksbüchereien“ (heute ekz Bibliotheksservice GmbH Reutlingen) an die Zentralstelle anschließen. 1925 stand H. im Zenit seines Erfolgs. Im Rahmen einer viel beachteten internationalen Bibliotheksfeier konnte er in einem repräsentativen Gebäude die III. Leipziger Bücherhalle eröffnen. Im selben Jahr gelang es ihm, das Reich, fast alle deutschen Länder und die Stadt Leipzig für die Finanzierung eines „Instituts für Leser- und Schrifttumskunde“ zu gewinnen, mit dessen Hilfe er ab 1926 die leser- und buchkundlichen Forschungen der Zentralstelle deutlich ausweiten konnte. H. übernahm die Leitung des Instituts und trat dafür Ende 1926 von der Leitung der Zentralstelle zurück. 1928 wurde in seinem Beisein in Köln die „Westdeutsche Volksbüchereischule“ (heute Fachhochschule Köln, Studiengang Bibliothekswesen) als Tochtereinrichtung der Leipziger „Deutschen Büchereischule“ gegründet. 1929 konnte H. mit der IV. Leipziger Bücherhalle erstmals einen Bibliotheksneubau und damit seine Ideen einer die Bibliotheksfunktionen uneingeschränkt unterstützenden Raumgestaltung verwirklichen, ein weiterer Neubau für die Bücherhalle II folgte 1930. Im selben Jahr berief ihn das „Internationale Komitee für Büchereiwesen“ in der „World Association for Adult Education“ zu seinem Präsidenten. Ein Jahr später erhielt er für seine zweite große theoretische Arbeit „Die Lektüre der Frau“ die Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig. Gegen die Auswirkungen der Wirtschaftskrise Ende der 1920er-Jahre auf die deutschen Bibliotheken richtete sich H. 1932 mit einem Manifest, das schon im Titel „Das Gedächtnis der Nation“ diejenige Funktion der Bibliothek heraushebt, um derentwillen er bei nationalistischen Kulturpolitikern um Unterstützung warb. Auf die „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten setzte H. anfangs Hoffnung. Durch die Folie seiner eigenen nationalkonservativen Positionen sah er in der nationalsozialistischen Massenbewegung den Weg des deutschen Volks zu sich selbst. Aber H.s frühere Nähe zur Sozialdemokratie, sein Beharren auf einer eigenen bibliothekarischen Kompetenz bei der Buchauswahl und sein bibliothekarisches Machtzentrum der Leipziger Institutionen waren mit den neuen politischen Verhältnissen nicht vereinbar. Bereits 1933 wurde seiner Frau die Leitung der Büchereischule entzogen. H.s Entlassung verhinderte nur eine massive Intervention des Leipziger Oberbürgermeisters Carl Friedrich Goerdeler. Den Richtungsstreit beendeten die Nationalsozialisten 1933 mit konsequenter Zentralisierung und ideologischer Funktionalisierung der gesamten Kultur- und Bildungspolitik. Die Leipziger Zentralstelle wurde aufgelöst, die getrennten deutschen Fachzeitschriften in eine gemeinsame, nationalsozialistisch geprägte überführt. Damit besaß H. kein eigenes Publikationsorgan mehr. In den folgenden Jahren kämpfte er, z.T. durchaus erfolgreich, gegen immer neue „Säuberungsaktionen“ in den Leipziger Bibliotheksbeständen. Nach Goerdelers Entlassung 1937 wurde H. als Bibliotheksdirektor in den sofortigen Ruhestand versetzt. Das Reichserziehungsministerium entband ihn parallel von der Leitung des Instituts für Leser- und Schrifttumskunde. H.s berufliche Karriere war damit jäh beendet. In den folgenden Jahren verfasste er seine Memoiren („Mit Grabstichel und Feder“, „Der Wille zum Werk“). – 1946/47 erhielt H. von der Sächsischen Landesregierung einen Lehrauftrag zur Leserkunde an der Universität Leipzig. Seine wichtigsten Schriften wurden erneut veröffentlicht, aber Einfluss auf die Entwicklung des ost- oder westdeutschen Bibliothekswesens erlangte er nicht mehr. 1949 wurde H. als Ehrenmitglied in den Verein Deutscher Volksbibliothekare aufgenommen.



Q  Deutsches Literaturarchiv Marbach, Sammlung Walter H.; Städtische Bibliotheken Dresden, Bibliotheksarchiv, Sammlung FÖB; Stadtarchiv Leipzig, Akten den Ausbau der Volksbibliotheken betreffend, Akten der Zentralstelle für volkstümliches Büchereiwesen; Offener Brief an Herrn Walter H., in: Volksbildungsarchiv 3/1913, S. 649-652; R. v. Erdberg, An Walter H., in: Hefte für Büchereiwesen 3/4/1929, S. 97-106; Der Briefwechsel zwischen Walter H. und Robert von Erdberg, in: W. Seitter (Hg.), Walter H. und Robert von Erdberg, Bad Heilbrunn 1996, S. 159-239.

W  Die Organisation der freien öffentlichen Bibliothek Dresden-Plauen, in: Concordia. Zeitschrift der Zentralstelle für Volkswohlfahrt 16/1909, S. 301-305, 326-328; Die Organisation des Ausleihdienstes in der modernen Bildungsbibliothek, in: Volksbildungsarchiv 1/1910, H. 1, S. 55-72, H. 2, S. 227-344, H. 3, S. 29-132, 3/1913, S. 319-374; Politik der Bücherei, in: Zentralblatt für Volksbildungswesen 12/1912, S. 121-135, 161-171; Erwiderung auf den ... offenen Brief, in: Volksbildungsarchiv 3/1913, S. 653-661; Die Städtischen Bücherhallen zu Leipzig, Leipzig 1914; Buch und Volk und die volkstümliche Bücherei, Leipzig 1916; Denkschrift betreffend die Einleitung einer deutschen Büchereipolitik, Leipzig 1921; Die Praxis der Volksbücherei, Leipzig 1922, ²1926; Der Weg zum Schrifttum, Berlin 1922, Köln ³1950; Aus dem Zehnjahresbericht der Städtischen Bücherhallen zu Leipzig, in: Hefte für Büchereiwesen 9/1924, S. 294-325; Menschenbildung, Volksbildung, Arbeiterbildung in der volkstümlichen Bücherei, in: Archiv für Erwachsenenbildung 2/1925, S. 65-104; Denkschrift betreffend die büchereipolitische Lage im Freistaat Sachsen, Leipzig 1926; Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der deutschen volkstümlichen Bücherei, Leipzig 1928; Zur Buchkritik der öffentlichen Bücherei, Leipzig 1930; Die Lektüre der Frau, Leipzig 1931; Das Gedächtnis der Nation, Jena 1932; Volksbildung, Volksbücherei, Volkwerdung, in: Hefte für Büchereiwesen 16/1932, S. 337-350; Das Gesetz der Bücherei, Leipzig 1936; Wie ich Volksbibliothekar wurde, Leipzig 1942; Mit Grabstichel und Feder, Berlin 1947, Stuttgart/Tübingen ²1948; Buch und Volk, Köln 1951 (WV); Der Wille zum Werk. Erinnerungen eines Volksbibliothekars, Villingen 1967 (WV).

L  J. Peters, Walter H., Buch und Volk [Rezension], in: Bücherei und Bildungspflege 4/1952, S. 215-220; W. Mühle, Walter H. und der Beginn des Richtungsstreites der deutschen Volksbücherei, in: Bibliotheksarbeit heute 2/1960, S. 64-85; H. J. Kuhlmann, Anfänge des Richtungsstreites, Reutlingen 1961; A. Waas, Walter H., ein Rückblick, in: Buch und Bibliothek 15/1963, S. 28-33; T. Reus, Walter H. und die Arbeiterschaft, Hausarbeit FHS für Bibliothekare, Hamburg 1975 [Ms.]; H. E. Hofmann, Walter H. 1879-1952, Berlin 1976; W. Thauer, Bestandsaufbau und „volksbibliothekarische Buchkritik“, in: Buch und Bibliothek 31/1979, S. 765-771; A. Kettel, Volksbibliothekare und Nationalsozialismus, Köln 1981; E. Boese, Walter H.s „Institut für Leser- und Schrifttumskunde“ 1926-1937, in: Bibliothek. Forschung und Praxis 5/1981, H. 1, S. 3-23; ders., Die Säuberung der Leipziger Bücherhallen 1933-1936, in: Buch und Bibliothek 35/1983, S. 283-296; F. Marwinski, Die Freie öffentliche Bibliothek Dresden-Plauen und Walter H., Leipzig 1983; P. Listewnik, Walter H. als Repräsentant der deutschen Volksbildungsbewegung zu Beginn des 20. Jahrhunderts, Diss. Leipzig 1986; Film: Ich glaube, er war ein bisschen rebellisch ..., hrsg. von den Städtischen Bibliotheken Dresden, Dresden 2005 (DVD); R. Rabe, Das umstrittene Volksbibliotheksmodell, in: Buch und Bibliothek 58/2006, S. 394-400; Stadttore zur Medienwelt, hrsg. von den Städtischen Bibliotheken Dresden, Altenburg 2006 (Bildquelle). – DBA II, III; DBE 5, S. 132; NDB 9, S. 460f.; T. Bürger/K. Hermann (Hg.), Das ABC der SLUB, Dresden 2006, S. 112f.



Roman Rabe
23.3.2011


Empfohlene Zitierweise:

Roman Rabe, Hofmann, Emil Walter, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (20.8.2017)

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