Nach dem Besuch der Fürstenschule in Meißen studierte A. seit 1559 in Frankfurt/Oder, Leipzig und Wittenberg Rechtswissenschaft und Geschichte. Kurz nach Erlangung der Magisterwürde 1576 hielt er in Wittenberg Vorlesungen. 1578 wurde A. an der dortigen Universität Professor der Poesie und 1586 Rektor. Anfang Januar 1588 verpflichtete ihn Kurfürst Christian I. als Sekretär und Archivar in die kurfürstliche Kanzlei nach Dresden. Nach dem Tod des Kurfürsten bestätigte der Administrator Friedrich Wilhelm I. von Sachsen-Weimar A. in diesen Funktionen. – Während der Tätigkeit als Archivar verfasste A. sein Hauptwerk, die „Meißnische Land- und Berg-Chronica“ in zwei Teilen, die auf seinem im Auftrag von Kurfürst August 1580 in deutscher Sprache erschienenen „Commentarius novus de Mysnia, Oder Newe Meysnische Chronica“ fußt. Daneben erarbeitete er in dieser Zeit eine Reihe größtenteils nur handschriftlich überlieferter Städtechroniken, u.a. von Annaberg, Chemnitz, Crimmitschau, Dresden, Schneeberg (heute in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden), die als Vorarbeiten für eine Geschichte der meißnisch-sächsischen Städte gedacht waren. Diese Arbeit sollte nach A.s eigenen Angaben Teil einer zehnbändigen Beschreibung und Geschichte der Mark Meißen werden. Neben der veröffentlichten Landes- und Bergchronik waren eine Fürsten-, Wappen-, Stifts-, Adels-, Städte-, Tag-, Jahres- und eine Sprachchronik geplant. Das von A. verfasste „New Stammbuch und Beschreibung des uhralten kurfürstlichen ... Hauses zu Sachsen“, das auf Georgius Agricolas „Sippschaft des Hauses Sachsen“ aufbaut und von Matthäus Dresser ergänzt und 1602 veröffentlicht wurde, ist wohl als die Fürstenchronik innerhalb des zehnbändigen Gesamtwerks anzusehen. Die restlichen sieben Bände wurden nie realisiert.
