Nach der Lehrerausbildung am Lehrerpräparandum in der Seidau (1836-1839) und am landständischen Lehrerseminar in Bautzen (1839-1843) sowie kurzem Vikariat war B. 1845 bis 1890 Lehrer in Quatitz (sorb. Chwaćicy) und Nostitz (sorb. Nosaćicy), bevor er sich im Ruhestand v.a. um Belange der „Maćica Serbska“ kümmerte. – B. gehörte in der Zeit der sorbischen „Nationalen Wiedergeburt“ und der Revolution 1848/49 zum Kreis der engagiertesten Sorben. Als Demokrat galten seine Bemühungen verstärkt der nichtbürgerlichen Bevölkerung, besonders den sorbischen Bauern. Auf Anregung von Samuel Erdmann Tzschirner gab er gemeinsam mit Jan Radyserb-Wjela (Johann Wehle) 1847/48 die erste, demokratisch orientierte, sorbische politische Zeitschrift heraus - den „Serbski Nowinkar“. Als Schriftführer im Radiborer Bauernverein und Mitinitiator des Redeübungsvereins „Serbske rěčenske towarstwo“ (Sorbischer Redeübungsverein) war B. daneben an der Redaktion der „Großen Bauernpetition“ beteiligt, trat jedoch bald angesichts der meinungsbildenden Mehrheit der sorbischen liberalen und konservativen Kreise in den Hintergrund. Nach dem Scheitern der Revolution 1848/49 wurde er auch aufgrund der Gefahr obrigkeitlicher Maßnahmen gegen seine Person politisch nicht mehr aktiv. Hatte B. bis 1848/49 einige politische und sozialkritische Gedichte verfasst, widmete sich danach v.a. der Übersetzung von Theaterstücken und Liedern, u.a. den Werken von Handrij Zejler (Andreas Seiler) und Theodor Körner. Außerdem wirkte er aktiv bei sorbischen Gesangsfesten mit. Landesweite Anerkennung verschaffte sich B. v.a. als Pädagoge. Für sorbisch unterrichtende Schulen verfasste er Lehr- und Lesebücher, die bis in die 1930er-Jahre in Gebrauch waren. Seine Lesebücher zeichneten sich v.a. durch ihre Vielfalt und Ausgewogenheit zwischen sorbischen und deutschen Texten aus. Mit der Veröffentlichung unterhaltender und belehrender Texte in der Zeitschrift „Łužica“ (Lausitz) oder als Buchausgabe, wie etwa dem 1897 erschienenen „Šešerjačk a druhe rawski“ (Der Struwwelpeter und andere kleine Strolche) nach dem Vorbild des deutschen Struwwelpeter, führte er einen neuen Figurentypus in die sorbische Kinderliteratur ein. – Seit 1847 Mitglied und seit 1898 Ehrenmitglied der „Maćica Serbska“, übernahm B. 1894 den Vorsitz des Bauausschusses für das Haus der Sorben in Bautzen.