Paul Vogel
Paul Vogel kann als einer der wichtigsten Vertreter der zur Reformpädagogik gehörenden Arbeitsschulbewegung in Leipzig gelten, die weit über die Stadt hinaus bekannt wurde. Vogel hat viele Jahre die methodische Abteilung des Leipziger Lehrervereins (LLV) geleitet, mit zahlreichen Publikationen zur deutschlandweiten Verbreitung der Leipziger Arbeitsschulideen beigetragen und wurde 1921 der erste Schulleiter der international bekannten Versuchsschule in Leipzig-Connewitz. – Vogel wurde 1878 als Sohn eines Kleinhändlers in
Schleiz geboren. Er besuchte 1885 bis 1893 die achtjährige Bürgerschule an seinem Heimatort und trat danach in das örtliche Lehrerseminar ein, das den Ruf hatte, das rückständigste Volksschullehrerseminar in den thüringischen Staaten und eine „Hochburg protestantischer Orthodoxie“ zu sein (P. Mitzenheim 2006, S. 188). 1899 legte er die erste Lehrerprüfung erfolgreich ab und ging im Anschluss in den Vorbereitungsdienst nach
Pforten bei
Gera. Parallel belegte Vogel 1899 bis 1902 wissenschaftliche Kurse in Pädagogik und Naturwissenschaften an der Universität
Jena, u.a. bei Wilhelm Rein. 1901 wurde er nach erfolgreich bestandener Volksschullehrerprüfung in Gera als ständiger Lehrer in den Schuldienst des Fürstentums Reuß jüngerer Linie übernommen, wechselte jedoch bereits im Folgejahr in den besser bezahlten sächsischen Schuldienst, in welchem er die nächsten 20 Jahre tätig sein sollte. Zunächst Hilfslehrer in Zwickau, fand er 1904 als provisorischer Lehrer und ab 1906 als ständiger Lehrer eine Anstellung in Leipzig. – Vogel engagierte sich in der Standesvertretung der sächsischen Volksschullehrerschaft und wurde bereits 1905 Mitglied des Vorstands des LLV. Parallel besuchte er 1905 bis 1910 Vorlesungen an der Universität Leipzig zur Psychologie und Pädagogik, u.a. bei Wilhelm Wundt und Hans Volkelt. Gleichzeitig begann eine fruchtbare pädagogische Zusammenarbeit mit den Junglehrern Otto Erler, Carl Rößger und Rudolf Sieber in der Kommission zur Umgestaltung des Elementarunterrichts im LLV. 1906 legten Rößger und Vogel ein erstes Arbeitspapier dazu vor und 1909 erschien die erste Auflage ihres gemeinsamen Werks „Die Arbeitsschule“, das deutschlandweit große Beachtung fand und dem bis 1922 drei weitere Auflagen folgten. 1906 wurde Vogel Mitglied und 1908 Vorsitzender der methodischen Abteilung des LLV, die sich intensiv für einen an der kindlichen Entwicklung orientierten Unterricht und für die Einrichtung von Versuchsklassen einsetzte. Sowohl der Rat der Stadt Leipzig als auch die Schulbehörde und die Direktorenkonferenz standen diesem reformpädagogischen Vorhaben zunächst ablehnend gegenüber. 1910 erstellte Vogel ein „Gesuch um Anstellung von Versuchen zur Umgestaltung des Elementarunterrichts“, das in eingeschränkter Form von 1911 bis 1913 für 21 Leipziger Schulen genehmigt wurde. Vogel selbst unterrichtete eine der Leipziger Versuchsklassen an der 13. Volksschule und leitete die Arbeitsgemeinschaft der Lehrer der Reformklassen. Eine Fortführung der Versuchsklassen nach 1913 wurde zwar genehmigt, allerdings aufgrund des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs nicht mehr umgesetzt. In diesen produktiven Jahren schrieb Vogel zahlreiche Aufsätze zur Konzeption der Arbeitsschule und zur Neugestaltung des Elementarunterunterrichts. Seine Publikationen zum arbeitsschulgemäßen Leipziger Gesamtunterricht, der den Unterricht anstelle der herkömmlichen Fächer auf eine Sacheinheit aus der kindlichen Lebenswelt konzentriert, erfuhren mehrere Auflagen und wurden deutschlandweit gelesen und diskutiert. Zudem stellte er die Leipziger Arbeitsschulideen in der Leipziger Lehrerzeitung, in der Sächsischen Lehrerzeitung sowie auf etlichen Vorträgen und Tagungen einem größeren Publikum vor. Ebenso wirkte Vogel im Fibelausschuss des LLV mit, der 1911 die an psychologischen Erkenntnissen und der kindlichen Lebenswelt orientierte Fibel „Guck in die Welt“ veröffentlicht, die zunächst in den Versuchsklassen erprobt wurde und später deutschlandweit Verbreitung fand. Außerdem war Vogel auch Mitglied im Lehrplanausschuss, der im Auftrag des Kultusministeriums einen neuen Sächsischen Landeslehrplan erarbeiten sollte, der den von Franz Wilhelm Kockel entworfenen Lehrplan von 1878 ablösen sollte. Vogels Beitrag zum Lehrplanentwurf war ein Konzept für den Gesamtunterricht vom ersten bis vierten Schuljahr, dessen Eckpunkte später Eingang in die offiziellen Lehrpläne der Weimarer Republik, u.a. in die preußischen Richtlinien von 1921, fanden. – 1915 wurde Vogel Vorsitzender des LLV. Im Folgejahr gründete er die Leipziger Kriegsinvalidenschule, bevor er sich wie so viele Volksschullehrer freiwillig zum Heeresdienst meldete. Vom 21.10.1916 bis zum 20.12.1918 diente Vogel an der Front in
Verdun (Frankreich), zuletzt im Infanterie-Regiment 183. Für seinen Einsatz wurde er mit dem sächsischen Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Zudem erhielt er das Eiserne Kreuz sowie das Frontkämpferkreuz. – Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs kehrt Vogel in den Schuldienst nach Leipzig zurück und wirkt im Städtischen Schulausschuss sowie im Bezirkslehrerausschuss mit. Zusammen mit Rößger und Erler erarbeitete er im Frühjahr 1919 im Versuchsschulausschuss des LLV die Grundsätze für die Versuchsschularbeit und wurde im Herbst 1919 zusammen mit Erler und Rößger sowie weiteren Vertretern aus dem Institut für experimentelle Pädagogik und Psychologie des LLV beauftragt, konkrete Vorschläge zur Ausstattung der Versuchsschule vorzulegen. Am 1.4.1921 wurde Vogel erster Schulleiter der neu gegründeten Versuchsschule Connewitz, später 54. Volksschule. – Vogel war noch kein Jahr als Schulleiter tätig, als er im Januar 1922 vom thüringischen Staatsminister Max Greil (USPD/SPD) einen Ruf als Kreisschulrat für Gera-Land erhielt. Vogel sollte mithelfen, die sozialistische Umgestaltung des thüringischen Schul- und Bildungswesens, die mit dem fortschrittlichen Thüringischen Einheitsschulgesetz angestoßen wurde und eng an die Arbeiten des LLV angelehnt war, umzusetzen. Dennoch kam es in Gera wegen des Vorwurfs, Vogel sei ein sozialistischer Lehrer, zu erheblichen Protesten konservativer Kollegen. – Nach dem Machtwechsel in Thüringen infolge der Reichsexekution 1923 konnte Vogel seine Tätigkeit im Gegensatz zu den übrigen sozialdemokratischen Schulreformern fortsetzen. Seit 1927 im Schulbezirk
Weimar-Nord eingesetzt, überstand er auch einen weiteren Umbau der thüringischen Landesbehörden 1930 durch die Frick-Regierung unter Beteiligung der NSDAP, während alle anderen SPD-Mitglieder endgültig aus dem Dienst entfernt wurden. – Am 1.5.1933 trat Vogel in die NSDAP ein. Vermutlich wurde er deshalb nicht sofort nach Inkrafttreten des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums im April 1933 aus dem Dienst entfernt. Dennoch folgten für Vogel innerhalb nur eines Jahrs zwei weitere Versetzungen, zunächst 1933 nach Jena und 1934 nach
Gotha. 1936 musste Vogel eine erneute Anhörung nach dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums über sich ergehen lassen. In seiner handschriftlichen Stellungnahme legt er seine pädagogischen Leistungen, seine aufopferungsvolle Tätigkeit als Schulrat für Thüringen sowie die treue nationalsozialistische Gesinnung von ihm und seiner Familie dar. – Ab 1937 kam es zu weiteren Querelen um Vogel, in die auch der thüringische Ministerpräsident Willy Marschler verwickelt war. Letztendlich wurde Vogel jedoch nicht entlassen, sondern auf eine Stelle als Volksschullehrer in Gotha gesetzt. Aufgrund seines Gesundheitszustands wurde er 1939 in den Ruhestand versetzt. – Im Januar 1945 wurde Vogel mit ärztlicher Dringlichkeitsüberweisung in die Landesnervenheilanstalt
Pfafferode in
Mühlhausen eingewiesen. Vogel konnte sich laut Aufnahmepapier infolge einer Durchblutungsstörung des Gehirns kaum noch artikulieren und fiel durch extreme Unruhe auf. Es ist davon auszugehen, dass Vogel in Pfafferode im Zug der Euthanasie-„Aktion Brandt“ ermordet wurde. Sein Todestag war der 8.3.1945. Er wurde zu einem Opfer des nationalsozialistischen Systems, dem er zu seinen Dienstzeiten aktiv angehören wollte, welches ihn aber wegen politischer und gesundheitlicher Unzuverlässigkeit aus dem Dienst entfernen ließ. Seine wegweisenden didaktischen Ideen zum Elementarunterricht in der Arbeitsschule entstanden in den produktiven Leipziger Jahren 1905 bis 1920 im LLV. Diese fanden nicht nur Eingang in den Anfangsunterricht der Volksschulen der Weimarer Republik, sondern ebenso nach 1945 über ideologische Gegensätze hinweg in ost- und westdeutschen Volksschulen. Einige der didaktischen Grundsätze Vogels können in der Methodik des Anfangsunterrichts noch heute Gültigkeit beanspruchen.
Quellen Landesarchiv Thüringen - Hauptstaatsarchiv Weimar, Personalakten Volksbildung, Nr. 32255, Nr. 32256; Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Greiz, Thüringisches Kreisamt Gera, Nr. 554; Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Gotha, Patientenakten Landesfachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Mühlhausen/Pfafferode, Jg. 1945, Karton 67; Sächsisches Staatsarchiv - Staatsarchiv Leipzig, 20031 Polizeipräsidium Leipzig, PP-M 1391, Meldeblatt, Bürgerschaftsurkunde; Stadtarchiv Leipzig, 0056 Wahl- und Listenamt/WLA, Bürgerakte, V 474, Bl. 1: Antrag auf Verleihung des Bürgerrechts der Stadt Leipzig; Standesamt Schleiz, Geburtsurkunde.
Werke Mit Karl Rößger, Reform des Elementarunterrichts, in: Leipziger Lehrerzeitung 15/1908, Nr. 41, S. 855-858, Nr. 42, S. 875-880; mit dem Leipziger Lehrerverein (Hg.), Die Arbeitsschule, Leipzig 1909, 41922; Der Allgemeine Bericht über die städtischen Volksschulen in Leipzig und die Reform des Elementarunterrichts, in: Leipziger Lehrerzeitung 17/1909/1910, Nr. 2, S. 39; Zur Reform des Elementarunterrichts, in: ebd., Nr. 11, S. 270f.; Arbeitsschule und Schulgesetz, in: ebd., Nr. 22, S. 532f.; Ausschreibung für eine neue Leipziger Fibel, in: ebd., Nr. 37, S. 852; Die neue Leipziger Fibel, in: ebd. 18/1910, Nr. 24, S. 501f.; Der Unterricht im ersten Schuljahre als Gesamtunterricht, in: Pädagogisches Jahrbuch 1/1911, S. 21-49; Kindersprache und Fibel, in: Kind und Fibel, hrsg. von der Fibelkommission des Leipziger Lehrervereins, Leipzig 1911, 41929; Die Arbeitsschule, Langensalza 1912; Arbeitsschule und Elementarunterricht. Kritischer Literaturbericht, in: Pädagogischer Jahresbericht 1911, Bd. 6, S. 1-12; Das Prinzip der Arbeitsschule angewendet auf den Gesamtunterricht der Unterstufe, in: Erster Deutscher Kongreß für Jugendbildung und Jugendkunde, Bd. 1: Die Arbeitsschule, hrsg. vom Bund für Schulreform und dem Allgemeinen Deutschen Verband für Erziehungs- und Unterrichtswesen, Leipzig/Berlin 1912, S. 36-43; Die Leipziger Versuchsklassen. Teil I, in: Leipziger Lehrerzeitung 26/1912/1913, Nr. 26, S. 885-888, Nr. 27, S. 914-119 (Teil II); Gesamtunterricht der Unterstufe (1.-4. Schuljahr.), in: Paul Friedemann (Hg.): Der Neue Lehrplan für die sächsischen Volksschulen, Leipzig 1913; Vom ersten Schulbuch, in: Leipziger Lehrerzeitung 27/1920, Nr. 2, S. 15; Die Versuchsschule, in: ebd., Nr. 28, S. 501-505; Arbeitsschule, in: Pädagogische Beilage der Leipziger Lehrerzeitung 28/1921, Nr. 1, S. 1-4; Die Arbeitsschule - Ziele und Strömungen, in: Leipziger Lehrerzeitung 28/1921, Nr. 37, S. 680-681; Zur Reform des Elementarunterrichts, in: Die Arbeitsschule, hrsg. vom Leipziger Lehrerverein, Leipzig 1922, S. 94-111; Gesamtunterricht in der Grundschule, in: Pädagogische Beilage der Leipziger Lehrerzeitung 29/1922, Nr. 4, S. 25f.; Arbeitsschule, in: Leipziger Lehrerzeitung 30/1923, Nr. 20, S. 156-158; Arbeitsschule, in: ebd., 31/1924, Nr. 28, S. 214f.; Der Eintritt in die Schule, in: Gesamtunterricht im 1. und 2. Schuljahr, hrsg. von der Methodischen Abteilung des Leipziger Lehrervereins, Leipzig 1928, S. 24-30; Übergang vom Haus zur Schule, in: ebd., S. 30-37; Das Sommerfest - Unterrichtsbeispiel aus dem Gesamtunterricht für das 1. Schuljahr, in: ebd., S. 58-64; Sprachliche Bildung im Gesamtunterricht, in: ebd., S. 117-129; Die Stellung der Fächer im Gesamtunterricht, in: ebd., S. 163-174.
Literatur Allgemeine deutsche Lehrerzeitung 51/1922, S. 220; Rudolf Georg Knauth, Die Neuordnung der Verwaltung in Thüringen, in: Archiv des öffentlichen Rechts 53/1928, H. 1, S. 79-112; Aus dem Vorstand, in: Mitteilungsblatt des Deutschen Vereins für Werktätige Erziehung 1933, Nr. 7/8, S. 29; Einwohnerbuch der Stadt Gera, Gera 1934; Thüringer Volkszeitung 3.1.1946, S. 3; Paul Mitzenheim, Die Greilsche Schulreform in Thüringen, Jena 1965; Karl-Heinz Hüter, Das Bauhaus in Weimar. Studie zur gesellschaftspolitischen Geschichte einer deutschen Kunstschule, Berlin 1976, S. 84-88; Elisabeth Neuhaus-Siemon, Schule der Demokratie - die Entwicklung der Grundschule seit dem Ersten Weltkrieg, in: Diether Haarmann (Hg.), Handbuch der Grundschule. Bd. 2: Fachdidaktik - Inhalte und Bereiche grundlegender Bildung, Weinheim/Basel 1994, S. 14-25; Paul Mitzenheim, Aufbauschulen in Thüringen (1922-1946), in: Blätter des Vereins für Thüringische Geschichte e.V. 6/1996, H. 1, S. 37f.; Annett Taubert-Striese, Der Leipziger Lehrerverein, ein bedeutender Vertreter der Reformpädagogik. Eine Studie zu seiner geschichtlichen Entwicklung, seinen pädagogischen Leistungen und seinen praktischen Erfolgen, Frankfurt/Main 1996; Heinz Faulstich, Hungersterben in der Psychiatrie 1914-1945, Freiburg 1998; Margarete Götz, Die innere Reform der Weimarer Grundschule in der Widerspiegelung der zeitgenössischen Richtlinien, in: Rudolf W. Keck/Christian Ritzi (Hg.), Geschichte und Gegenwart des Lehrplans. Josef Dolchs „Lehrplan des Abendlandes“ als aktuelle Herausforderung, Baltmannsweiler 2000, S. 237-254; Paul Mitzenheim, Entschieden für eine neue Schule: Max Greil (1877-1939), in: Mario Hesselbarth/Eberhart Schulz/Manfred Weißbecker (Hg.), Gelebte Ideen - Sozialisten in Thüringen. Biographische Skizzen, Jena 2006, S. 187-196; Willy Schilling, Ärzte und das System nationalsozialistischer Euthanasie in Thüringen, in: Eggert Beleites (Hg.), Menschliche Verantwortung gestern und heute. Beiträge und Reflexionen zum nationalsozialistischen Euthanasie-Geschehen in Thüringen und zur aktuellen Sterbedebatte, Jena 2008, S. 81-135; Roland Schmidt, Geschichte des Sächsischen Schulwesens von 1600 bis 1918, Dresden 2008; Andreas Pehnke, Das Institut für experimentelle Pädagogik und Psychologie als wissenschaftlicher Pate für die Versuchsklassenprojekte und Versuchsschulinitiativen des Leipziger Lehrervereins, in: Detlef Döring/Jonas Flöter (Hg.), Schule in Leipzig, Leipzig 2011, S. 219-244; Elke Urban, Lesen lernen in Leipzig. Leipziger Fibeln der letzten hundert Jahre im Vergleich, in: ebd., S. 245-281; Steffen Kublick/Lothar Adler, Die Entwicklung des Ökumenischen Hainich Klinikums von der Gründung 1912 bis zur Anfangszeit der DDR 1958, in: Lothar Adler/Kathleen Dützmann/Elisabeth Goethe (Hg.), 100 Jahre Pfafferode: 1912-2012, Erfurt 2012, S. 21-90; Peter Heinze, Naturwissenschaftlicher Unterricht im Zuge der Greilschen Schulreform (1922-1924), Diss. Jena 2017; Katrin Liebers/Elke Urban, Schule und Revolution, 2021.
Porträt Paul Vogel, vermutlich 1935, Fotografie, Landesarchiv Thüringen - Hauptstaatsarchiv Weimar.
Katrin Liebers/Anne Stein
12.1.2026
Empfohlene Zitierweise:
Katrin Liebers/Anne Stein, Artikel: Paul Vogel,
in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde,
https://saebi.isgv.de/biografie/29344 [Zugriff 7.2.2026].
Paul Vogel
Quellen Landesarchiv Thüringen - Hauptstaatsarchiv Weimar, Personalakten Volksbildung, Nr. 32255, Nr. 32256; Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Greiz, Thüringisches Kreisamt Gera, Nr. 554; Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Gotha, Patientenakten Landesfachkrankenhaus für Psychiatrie und Neurologie Mühlhausen/Pfafferode, Jg. 1945, Karton 67; Sächsisches Staatsarchiv - Staatsarchiv Leipzig, 20031 Polizeipräsidium Leipzig, PP-M 1391, Meldeblatt, Bürgerschaftsurkunde; Stadtarchiv Leipzig, 0056 Wahl- und Listenamt/WLA, Bürgerakte, V 474, Bl. 1: Antrag auf Verleihung des Bürgerrechts der Stadt Leipzig; Standesamt Schleiz, Geburtsurkunde.
Werke Mit Karl Rößger, Reform des Elementarunterrichts, in: Leipziger Lehrerzeitung 15/1908, Nr. 41, S. 855-858, Nr. 42, S. 875-880; mit dem Leipziger Lehrerverein (Hg.), Die Arbeitsschule, Leipzig 1909, 41922; Der Allgemeine Bericht über die städtischen Volksschulen in Leipzig und die Reform des Elementarunterrichts, in: Leipziger Lehrerzeitung 17/1909/1910, Nr. 2, S. 39; Zur Reform des Elementarunterrichts, in: ebd., Nr. 11, S. 270f.; Arbeitsschule und Schulgesetz, in: ebd., Nr. 22, S. 532f.; Ausschreibung für eine neue Leipziger Fibel, in: ebd., Nr. 37, S. 852; Die neue Leipziger Fibel, in: ebd. 18/1910, Nr. 24, S. 501f.; Der Unterricht im ersten Schuljahre als Gesamtunterricht, in: Pädagogisches Jahrbuch 1/1911, S. 21-49; Kindersprache und Fibel, in: Kind und Fibel, hrsg. von der Fibelkommission des Leipziger Lehrervereins, Leipzig 1911, 41929; Die Arbeitsschule, Langensalza 1912; Arbeitsschule und Elementarunterricht. Kritischer Literaturbericht, in: Pädagogischer Jahresbericht 1911, Bd. 6, S. 1-12; Das Prinzip der Arbeitsschule angewendet auf den Gesamtunterricht der Unterstufe, in: Erster Deutscher Kongreß für Jugendbildung und Jugendkunde, Bd. 1: Die Arbeitsschule, hrsg. vom Bund für Schulreform und dem Allgemeinen Deutschen Verband für Erziehungs- und Unterrichtswesen, Leipzig/Berlin 1912, S. 36-43; Die Leipziger Versuchsklassen. Teil I, in: Leipziger Lehrerzeitung 26/1912/1913, Nr. 26, S. 885-888, Nr. 27, S. 914-119 (Teil II); Gesamtunterricht der Unterstufe (1.-4. Schuljahr.), in: Paul Friedemann (Hg.): Der Neue Lehrplan für die sächsischen Volksschulen, Leipzig 1913; Vom ersten Schulbuch, in: Leipziger Lehrerzeitung 27/1920, Nr. 2, S. 15; Die Versuchsschule, in: ebd., Nr. 28, S. 501-505; Arbeitsschule, in: Pädagogische Beilage der Leipziger Lehrerzeitung 28/1921, Nr. 1, S. 1-4; Die Arbeitsschule - Ziele und Strömungen, in: Leipziger Lehrerzeitung 28/1921, Nr. 37, S. 680-681; Zur Reform des Elementarunterrichts, in: Die Arbeitsschule, hrsg. vom Leipziger Lehrerverein, Leipzig 1922, S. 94-111; Gesamtunterricht in der Grundschule, in: Pädagogische Beilage der Leipziger Lehrerzeitung 29/1922, Nr. 4, S. 25f.; Arbeitsschule, in: Leipziger Lehrerzeitung 30/1923, Nr. 20, S. 156-158; Arbeitsschule, in: ebd., 31/1924, Nr. 28, S. 214f.; Der Eintritt in die Schule, in: Gesamtunterricht im 1. und 2. Schuljahr, hrsg. von der Methodischen Abteilung des Leipziger Lehrervereins, Leipzig 1928, S. 24-30; Übergang vom Haus zur Schule, in: ebd., S. 30-37; Das Sommerfest - Unterrichtsbeispiel aus dem Gesamtunterricht für das 1. Schuljahr, in: ebd., S. 58-64; Sprachliche Bildung im Gesamtunterricht, in: ebd., S. 117-129; Die Stellung der Fächer im Gesamtunterricht, in: ebd., S. 163-174.
Literatur Allgemeine deutsche Lehrerzeitung 51/1922, S. 220; Rudolf Georg Knauth, Die Neuordnung der Verwaltung in Thüringen, in: Archiv des öffentlichen Rechts 53/1928, H. 1, S. 79-112; Aus dem Vorstand, in: Mitteilungsblatt des Deutschen Vereins für Werktätige Erziehung 1933, Nr. 7/8, S. 29; Einwohnerbuch der Stadt Gera, Gera 1934; Thüringer Volkszeitung 3.1.1946, S. 3; Paul Mitzenheim, Die Greilsche Schulreform in Thüringen, Jena 1965; Karl-Heinz Hüter, Das Bauhaus in Weimar. Studie zur gesellschaftspolitischen Geschichte einer deutschen Kunstschule, Berlin 1976, S. 84-88; Elisabeth Neuhaus-Siemon, Schule der Demokratie - die Entwicklung der Grundschule seit dem Ersten Weltkrieg, in: Diether Haarmann (Hg.), Handbuch der Grundschule. Bd. 2: Fachdidaktik - Inhalte und Bereiche grundlegender Bildung, Weinheim/Basel 1994, S. 14-25; Paul Mitzenheim, Aufbauschulen in Thüringen (1922-1946), in: Blätter des Vereins für Thüringische Geschichte e.V. 6/1996, H. 1, S. 37f.; Annett Taubert-Striese, Der Leipziger Lehrerverein, ein bedeutender Vertreter der Reformpädagogik. Eine Studie zu seiner geschichtlichen Entwicklung, seinen pädagogischen Leistungen und seinen praktischen Erfolgen, Frankfurt/Main 1996; Heinz Faulstich, Hungersterben in der Psychiatrie 1914-1945, Freiburg 1998; Margarete Götz, Die innere Reform der Weimarer Grundschule in der Widerspiegelung der zeitgenössischen Richtlinien, in: Rudolf W. Keck/Christian Ritzi (Hg.), Geschichte und Gegenwart des Lehrplans. Josef Dolchs „Lehrplan des Abendlandes“ als aktuelle Herausforderung, Baltmannsweiler 2000, S. 237-254; Paul Mitzenheim, Entschieden für eine neue Schule: Max Greil (1877-1939), in: Mario Hesselbarth/Eberhart Schulz/Manfred Weißbecker (Hg.), Gelebte Ideen - Sozialisten in Thüringen. Biographische Skizzen, Jena 2006, S. 187-196; Willy Schilling, Ärzte und das System nationalsozialistischer Euthanasie in Thüringen, in: Eggert Beleites (Hg.), Menschliche Verantwortung gestern und heute. Beiträge und Reflexionen zum nationalsozialistischen Euthanasie-Geschehen in Thüringen und zur aktuellen Sterbedebatte, Jena 2008, S. 81-135; Roland Schmidt, Geschichte des Sächsischen Schulwesens von 1600 bis 1918, Dresden 2008; Andreas Pehnke, Das Institut für experimentelle Pädagogik und Psychologie als wissenschaftlicher Pate für die Versuchsklassenprojekte und Versuchsschulinitiativen des Leipziger Lehrervereins, in: Detlef Döring/Jonas Flöter (Hg.), Schule in Leipzig, Leipzig 2011, S. 219-244; Elke Urban, Lesen lernen in Leipzig. Leipziger Fibeln der letzten hundert Jahre im Vergleich, in: ebd., S. 245-281; Steffen Kublick/Lothar Adler, Die Entwicklung des Ökumenischen Hainich Klinikums von der Gründung 1912 bis zur Anfangszeit der DDR 1958, in: Lothar Adler/Kathleen Dützmann/Elisabeth Goethe (Hg.), 100 Jahre Pfafferode: 1912-2012, Erfurt 2012, S. 21-90; Peter Heinze, Naturwissenschaftlicher Unterricht im Zuge der Greilschen Schulreform (1922-1924), Diss. Jena 2017; Katrin Liebers/Elke Urban, Schule und Revolution, 2021.
Porträt Paul Vogel, vermutlich 1935, Fotografie, Landesarchiv Thüringen - Hauptstaatsarchiv Weimar.
Katrin Liebers/Anne Stein
12.1.2026
Empfohlene Zitierweise:
Katrin Liebers/Anne Stein, Artikel: Paul Vogel,
in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde,
https://saebi.isgv.de/biografie/29344 [Zugriff 7.2.2026].