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Joseph Wenzel Nepomuk von Mansfeld-Bornstedt

Mit dem Ableben J.s, unmittelbar nach dem Tod des Vaters Heinrich Paul Franz II., erlosch das alte Mansfelder Haus im Mannesstamm. Die beiden Lehnsherren und Sequester Kursachsen und Preußen teilten daraufhin die Grafschaft unter sich auf. – J. empfing seine erste Bildung im Theresianum in Wien und hielt sich später einige Zeit in Turin (ital. Torino) auf. Im Siebenjährigen Krieg diente er als Offizier und bekleidete zuletzt die Stelle eines kaiserlichen Wirklichen Kämmerers. J. soll durch einen tragischen Unglücksfall, bei dem er auf einer Reise mit seinem Wagen in einen Abgrund stürzte, ums Leben gekommen sein. – J.s Schwester Maria Isabella war mit Franz Gundaker Fürst von Colloredo verheiratet. 1789 wurde die Vereinigung mit Namen und Wappen der Fürsten von Mansfeld bestätigt, wobei allein der jeweils erstgeborene Sohn den Titel Fürst von Mansfeld führen und die übrigen Söhne sich Grafen von Colloredo-Mansfeld nennen sollten.

Literatur C. E. Weiße, Von den letzten Fürsten, Grafen zu Mansfeld …, in: Museum für die sächsische Geschichte, Literatur und Staatskunde 3/1796, Teil 2, S. 70-94; L. F. Niemann, Geschichte der Grafen von Mansfeld, Aschersleben 1834; G. F. Busch, Chronik der Grafschaft Mansfeld, Leimbach 1849; K. Krumhaar, Die Grafen von Mansfeld und ihre Besitzungen, Eisleben 1872; E. Schwarze-Neuss, Untersuchungen zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Grafschaft Mansfeld, insbesondere der magdeburgisch-preußischen Hoheit, in: Sachsen und Anhalt 18/1994, S. 525-549; R. Seidel, Die Grafen von Mansfeld, Egelsbach/Frankfurt/Main/Washington 1998. – C. v. Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Bd. 16, Wien 1867, S. 399.

Jochen Vötsch
7.2.2005

Empfohlene Zitierweise:
Jochen Vötsch, Joseph Wenzel Nepomuk, Fürst von Mansfeld-Bornstedt, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (8.8.2020)

Joseph Wenzel Nepomuk von Mansfeld-Bornstedt



Literatur C. E. Weiße, Von den letzten Fürsten, Grafen zu Mansfeld …, in: Museum für die sächsische Geschichte, Literatur und Staatskunde 3/1796, Teil 2, S. 70-94; L. F. Niemann, Geschichte der Grafen von Mansfeld, Aschersleben 1834; G. F. Busch, Chronik der Grafschaft Mansfeld, Leimbach 1849; K. Krumhaar, Die Grafen von Mansfeld und ihre Besitzungen, Eisleben 1872; E. Schwarze-Neuss, Untersuchungen zur Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte der Grafschaft Mansfeld, insbesondere der magdeburgisch-preußischen Hoheit, in: Sachsen und Anhalt 18/1994, S. 525-549; R. Seidel, Die Grafen von Mansfeld, Egelsbach/Frankfurt/Main/Washington 1998. – C. v. Wurzbach, Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich, Bd. 16, Wien 1867, S. 399.

Jochen Vötsch
7.2.2005

Empfohlene Zitierweise:
Jochen Vötsch, Joseph Wenzel Nepomuk, Fürst von Mansfeld-Bornstedt, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (8.8.2020)