Hermann Kügler

Hermann Kügler war Chemiker, Wirtschaftswissenschaftler und Kaufmann. Er engagierte sich parallel zu seinem Studium und Berufsleben intensiv in der Bündischen Jugend und wurde in den 1920er-Jahren zu einer führenden Persönlichkeit der sächsischen Jugendbewegung. Seine bündische Prägung wie auch die dabei gewonnenen Kontakte wirkten ungeachtet des Verbots der Jugendbewegung 1933 in seinem gesamten späteren Leben weiter. – Kügler wurde 1900 als Sohn eines Elektroingenieurs in Leuben bei Dresden geboren und wuchs in Glauchau in einem typisch kleinstädtisch-bürgerlichen Elternhaus des Kaiserreichs auf. Küglers eigener Erzählung folgend, entschied sich der Vater gegen den paramilitärischen Gedanken der Pfadfinderbewegung und ließ die drei Söhne Mitglieder der lokalen Gruppe des Wandervogels e.V. in Glauchau werden. Während des Ersten Weltkriegs war Kügler Schüler, engagierte sich im Wandervogel und wurde schließlich nicht mehr zum Kriegsdienst eingezogen. 1920 wurde er zum Gauwart des Gaus Sachsen I innerhalb des Wandervogels, was dem regionalen Zusammenschluss aller Wandervogelgruppen im südlichen Sachsen von Görlitz bis Plauen entsprach. Der Gau Sachsen I war zu diesem Zeitpunkt bereits ein Zusammenschluss reiner Jungengruppen. 1921 beteiligte sich Kügler an der Gründung des überregionalen Wandervogel-Jungenbunds und wurde dessen erster Bundesführer. In dieser Zeit entstand auch der Name Sächsische Jungenschaft als Selbstbezeichnung ihres regionalen Zusammenschlusses. – Zu Beginn als Gauwart bzw. Landesführer, später als charismatische Figur innerhalb der Führungsriege der Deutschen Freischar war Kügler für ein breites Spektrum an jungenschaftlichen Aktivitäten und Engagements verantwortlich. Er organisierte zwischen 1921 und 1928 ein umfangreiches Fahrtenprogramm, in dessen Rahmen jährlich Hunderte sächsische Jungen im Ausland Wanderreisen unternahmen. Häufigstes Reiseziel waren das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (das spätere Jugoslawien) und Ungarn. Die Fahrten entwickelten sich schnell von reinen Erlebnisreisen mit dem Reiz des Abenteuers und Unbekannten hin zu Bildungsreisen mit dem Anspruch, durch die Begegnung mit den Menschen vor Ort sowohl die Entwicklung der Jugendlichen aus Deutschland wie auch die der Bevölkerung des Gastlands zu fördern. Der Schwerpunkt der Begegnungen lag bei den auslandsdeutschen Minderheiten, die zu jener Zeit in versprengten Siedlungsgebieten in Südosteuropa lebten. Kügler legte jedoch großen Wert darauf, über die Begegnung mit der jeweiligen organisierten Staatsjugend, auch mit den gesellschaftlichen Majoritäten Kontakte zu pflegen und kulturelle, sprachliche und vorurteilsbehaftete Barrieren zu überwinden. Nur über den Austausch miteinander konnte seiner Meinung nach echtes Wissen und Verständnis füreinander entstehen. Es handelte sich also explizit nicht um ideologisch-politisch motivierten Irredentismus, wurde doch eine multiperspektivische Erfahrung in den Vordergrund gestellt. Dennoch bewegten sich die jungen Männer in einem ambivalenten Spannungsfeld und vollführten eine regelmäßige Gratwanderung zwischen der erstarkenden Volkstumspolitik und dem Versuch eines unideologischen, von Naivität und Abenteuergeist geleiteten Erlebnisses. Seinem Bruder Theo schrieb er am 6.11.1929 dazu: „Alles klagt über die Unfähigkeit des Deutschen, sich im Ausland zu benehmen. Warum aber erzieht man ihn nicht folgerichtig dazu?“ (AdJB A84/32) – Parallel zu seinem jungenschaftlichen Engagement studierte Kügler in Leipzig und Berlin Chemie. Er wurde 1923 promoviert und arbeitete in Berlin in der chemischen Forschung und Wirtschaft, u.a. bei Siemens, bevor er 1927/1928 für ein Wirtschaftsstudium nach Caen (Frankreich) in die Normandie ging und mit einem Diplôme d'Études Supérieures d'Économie Politique abschloss. Ein zweiter Auslandsaufenthalt führte ihn 1929/1930 als Fellow an die John Hopkins University nach Baltimore (USA). Die Rückreise plante er nicht über den Atlantik, sondern quer durch die USA und von Seattle (USA) aus über China, Indien, den Irak und die Türkei zurück nach Europa. Aus diesem persönlichen Erfahrungsschatz und seiner individuellen Auseinandersetzung mit fremden Kulturen und Sprachen leitete er Ende der 1920er-/Anfang der 1930er-Jahre sein Engagement für transnationale Austauschprogramme von Schülern und Studenten ab, die er innerhalb der Sächsischen Jungenschaft organisierte. Zusätzlich zu den Fahrten nach Südosteuropa plante er Studien- und Sprachaufenthalte in Caen und nutzte seine Kontakte vor Ort, um sächsische Jugendliche in Gastfamilien und an der Universität unterzubringen. Diese Reisen waren keine Wanderreisen mit Lagerfeuerromantik und Übernachtungen in Scheunen mehr, sondern durchorganisierte Bildungsaufenthalte. Für Kügler wurde Sprachkenntnis zum Schlüssel für ein gegenseitiges Verständnis der Menschen und damit zu einer Kernkompetenz für ein Miteinander im zukünftigen Europa und der Position Deutschlands darin - ein differenziertes und pazifistisches Weltbild in der nationalistisch geprägten Gesellschaft der Zwischenkriegsjahre. – Parallel war Kügler durchgehend in die Landesleitung der Sächsischen Jungenschaft involviert. Er gehörte 1925 zu den Gründungsmitgliedern des reichsweit agierenden Bunds für Wandervögel und Pfadfinder, der sich 1926 in Deutsche Freischar umbenannte. 1926 bis 1928 war er deren Bundesamtmann, 1932 kehrte er als Bundesjungenführer und Landdienstleiter in die Bundesführung zurück. Bis zum Verbot der Bündischen Jugend im Sommer 1933 durch den Reichsjugendführer Baldur von Schirach blieb die Sächsische Jungenschaft eine regionale Teilorganisation der Deutschen Freischar und Kügler engagierte sich im Bundeskapitel. – Durch diese Bundesarbeit intensivierte sich seine Freundschaft mit Hans Dehmel, einem Mitbegründer der Schlesischen Jungenschaft und Bundesführer der Deutschen Freischar. Bereits seit Anfang der 1920er-Jahre waren beide befreundet und standen im inhaltlichen Austausch über die Auslandsfahrten beider Jungenschaften. Später intensivierte sich der Kontakt durch Arbeitsaufenthalte von Kügler im Boberhaus in Löwenberg (poln. Lwówek Śląski). Das von den Schlesischen Jungenschaftlern gegründete Volkshochschulheim wurde zur Heimat der verschiedenen Initiativen der beteiligten Bündischen und ihrer Freunde. Kügler organisierte von hier aus sowohl die Gaufahrten Richtung Südosten und die Frankreichreisen als auch den sog. Landdienst zu Beginn der 1930er-Jahre. Dieser sollte es den Jungen ermöglichen, in ein ihnen völlig fremdes Milieu, die Landbevölkerung und ihre wirtschaftlichen Herausforderungen, einzutauchen und gleichzeitig die Landbevölkerung in den Folgen der Wirtschaftskrise mit Arbeitskraft zu unterstützen. Sie halfen während der Ernte für eine begrenzte Zeit auf den Höfen in Schlesien bei allen anfallenden Arbeiten mit, statt die gesamten Sommerferien auf Fahrt zu gehen. Innerhalb der Sächsischen Jungenschaft konnte Kügler diese Idee erfolgreich umsetzen, da er es schaffte, sowohl zu den Jungen als auch zu den Landwirten persönlichen Kontakt zu halten. Doch der Erfolg ließ sich nicht auf größere Teilnehmerzahlen innerhalb der Deutschen Freischar übertragen - die Versuche Anfang der 1930er-Jahre sorgten durch mangelnde Vorbereitung der Jungen und eine zu große Erwartungshaltung bei den neu teilnehmenden Landwirten für Unmut und die Einstellung des Programms. Doch der Gedanke, Milieugrenzen überwinden zu wollen, wurde im Boberhaus auch auf anderem Wege erprobt - unter fleißiger Beteiligung von Kügler und seinen Sächsischen Jungenschaftlern. Unter Federführung der Schlesischen Jungenschaft und mit Hilfe von deren Kontakten zur Universität Breslau (poln. Wrocław) wurde die Löwenberger Arbeitsgemeinschaft gegründet, die 1928 bis 1930 pädagogisch begleitete Lager organisierte. Die „Arbeitslager für Arbeiter, Bauern und Studenten“ sollten durch geistige wie körperliche Arbeit, Diskussionsrunden und Arbeitseinsätze, die Begegnung miteinander und das Verständnis für die jeweiligen Lebensrealitäten fördern. Neben Eugen Rosenstock-Huessy war Helmuth James Graf von Moltke in die Planung involviert. Hier wurden Verbindungen geknüpft, die später in der Widerstandsgruppe des Kreisauer Kreises wieder aufgenommen wurden. – Beruflich entfernte sich Kügler zu dieser Zeit immer weiter von der Chemiewirtschaft und -forschung und war in verschiedenen Positionen für akademische Förderprogramme tätig. 1932 bis 1934 arbeitete er als Auslandsreferent der Volkswirtschaftlichen Zentralstelle für Hochschulstudium und akademisches Berufswesen in Kiel. Ab 1933 leitete er das Auslandsamt der Deutschen Studentenschaft, das sich reichsweit um die Koordination der studentischen Initiativen und Kooperationen mit ausländischen Universitäten kümmerte. 1934/1935 war er Teil des Büros Ribbentrop, in das er über bündische Verbindungen aufgrund seiner internationalen Erfahrungen und Sprachkenntnisse vermittelt wurde. Dieses Büro war ein eigenes Amt für Außenpolitik der NSDAP, das parallel zum Auswärtigen Amt geschaffen worden war, um traditionelle diplomatische Kanäle zu umgehen, und das unter der Leitung des Außenministers Joachim von Ribbentrop stand. 1934 half Kügler bei den Vorbereitungen für eine Polenfahrt des Jungvolks unter Leitung eines bündischen Freunds und organisierte 1935 eine Englandfahrt Jugendlicher auf Einladung und im Kontext eines Veteranen-Austauschprogramms mit der Royal British Legion. – Kügler gelang es auf diese Weise, trotz der Machtübernahme der Nationalsozialisten und des Verbots der Bündischen Jugend sein in der Jugendbewegung erlangtes Wissen zu nutzen. Im Mai 1933 hatte er die Mitgliedschaft in der NSDAP beantragt. Im September 1935 wurde Kügler jedoch durch den Sicherheitsdienst des Reichsführers SS wegen „bündischer Umtriebe“ verhaftet. Nach der Entlassung aus der Gestapo-Haft wurde er zeitweise unter Hausarrest in einem Forstanwesen im Deister bei Hannover gestellt, seine Post wurde kontrolliert, sein Pass entzogen und seine Parteimitgliedschaft im Mai 1936 beendet. – Trotz dieser zwischenzeitlichen Verfolgung durch die NS-Sicherheitsbehörden arbeitete Kügler ab 1937 für die IG Farben und wurde 1939 bis 1944 als Verbindungsmann des Vorstands nach Bukarest delegiert. Parallel zu seiner offiziellen Tätigkeit im Auftrag der IG Farben, so berichteten es später er wie auch andere ehemalige Jungenschaftler, die er nach Bukarest nachholte, war er in einem inoffiziellen Auftrag des Auswärtigen Amts als Leiter des sog. Mineralölsicherungsplans tätig, um die kriegswichtige Erdölversorgung für die Wehrmacht sicherzustellen. Hier kamen ihm erneut seine Reiseerlebnisse in den Ölfeldern in Ploieşti (Rumänien) und seine Kontakte aus den 1920er-Jahren zugute. Später berichtete er, durch diese Tätigkeiten dem direkten Zugriff von SD und Gestapo entkommen zu sein. – Nach der sowjetischen Besetzung Rumäniens 1944 wurde Kügler interniert, jedoch aufgrund seiner Kenntnisse zum wirtschaftlichen Berater vor Ort ernannt und 1946 entlassen. Er durfte über Österreich ausreisen und traf dort seine spätere Frau und frühere Mitarbeiterin aus Bukarest, Dorthe Wibalck, wieder. Die beiden heirateten, gründeten eine Familie und bauten sich nach Zwischenstationen in Norddeutschland und Frankfurt/Main endgültig in Wien ein neues Leben auf. Kügler wurde als Industriechemiker und -kaufmann bei Hoechst angestellt und übernahm 1954 als Vertreter der Farbwerke die Leitung des Standorts Österreich. 1958 wurde er stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der Deutschen Handelskammer in Wien. – Der Kontakt zu Küglers engsten Freunden aus der Jugendbewegung war nie abgebrochen und nach den Wirren des Kriegs fand sich eine Gruppe Gleichgesinnter im Westen Deutschlands wieder. Es entstanden erneut enge Korrespondenzwechsel und 1958 kam es in Nordwalde zur Gründung des Sachsenkreises, eines Freundeskreises ehemaliger Sächsischer Jungenschaftler, die die Idee der Jugendbewegung in einen Lebensbund, eine lebenslange Verbindung und Freundschaft verwandeln wollten. Nicht nur wurde die Erinnerung an die gemeinsame Jugend mit den vielen verbindenden Erlebnissen gepflegt, vielmehr entstand auch der Wunsch, zusammen neue Aktivitäten zu entwickeln. Beispielsweise gab es mehrere gemeinsame Publikationsprojekte zur Selbsthistorisierung der Gruppe, wie das Buch „Zwischen den Kriegen“ von 1967, sowie Fortbildungswochenenden zu gesellschaftsrelevanten zeitgenössischen Themen. Kügler war Gründungsmitglied und bis zu seinem Tod federführend in die Organisation und Korrespondenz des Sachsenkreises eingebunden. Er hatte dabei erneut eine charismatische Position innerhalb des Freundeskreises inne und knüpfte so an die Dynamik der Sächsischen Jungenschaft der Zwischenkriegszeit an. Seine Witwe berichtete später, seine Freunde hätten ihn zum „Weltmeister in Freundschaft“ erklärt. – Kügler verstarb 1993 in Wien und ist dort beigesetzt.

Quellen Bundesarchiv, ZA VI/3237 A.17 Personalakte Hermann Kügler; Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin, VI. HA Nachlass Becker, C. H., Nr. 5945 Kügler, Hermann, Dr.: verschiedene Treffen mit B. 1. Febr. 1928 - 1. März 1931; Institut für Zeitgeschichte, München, ED 423 Sammlung Helmuth Neumann (Boberhauskreis-Archiv); Sächsisches Staatsarchiv - Hauptstaatsarchiv Dresden, 10717 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, Nr. 8991 Auslandsreisen von Studenten (1923-1935); Stadtarchiv Dresden, 6.4.25-58.2.2-25 Standesamt/Urkundenstelle, Standesamt Leuben, Personenstandsbuch, Geburtenregister 1900, Nr. 431 (Ancestry.de); Archiv der deutschen Jugendbewegung (AdJB), Archiv der Sächsischen Jungenschaft, A84.

Werke Zur Kenntnis der Reductionsprodukte der Tolylhydrazone, Diss. Berlin 1923; Fahrt der Sächsischen Jungenschaft nach Südosten, Sommer 1924, Plauen 1924; mit Rudolf Kneip/Paul Köhler/Ludwig Liebs/Fredo Triemer, Jugend zwischen den Kriegen. Eine Sammlung von Aussagen und Dokumenten, Heidenheim 1967.

Literatur Rudolf Kneip, Wandervogel, bündische Jugend: 1905-1943. Der Weg der Sächsischen Jungenschaft zum grossen Bund, Frankfurt/Main 21976; ders./Ludwig Liebs/Karl-Heinrich Zimmermann, Vom Geheimnis bündischer Führung. Dokumentarische Gespräche mit Hermann Kügler, Frankfurt/Main 1980; Friederike Hövelmans, Zwischen Weimarer Republik und Zweitem Weltkrieg. Die bürgerliche Jugend in Sachsen am Beispiel der Sächsischen Jungenschaft, in: Günther Heydemann/Jan Erik Schulte/Francesca Weil (Hg.), Sachsen und der Nationalsozialismus, Göttingen 2014, S. 335-348; dies., Die Sächsische Jungenschaft - Abenteurer, Aufrührer, Angepasste? Die Jugendbewegung in Sachsen zwischen den beiden Weltkriegen am Beispiel einer Jungengruppe, in: Katja Margarethe Mieth/Justus H. Ulbricht/Elvira Werner (Hg.), „Vom fröhlichen Wandern“. Sächsische Jugendbewegung im Zeitalter der Extreme 1900-1945, Chemnitz 2015, S. 133-151; dies., Die Sächsische Jungenschaft zwischen Weimarer Republik und Zweitem Weltkrieg. Die Bündische Jugend der Zwischenkriegszeit am Beispiel einer regionalen Gruppe, in: Volkskunde in Sachsen. Jahrbuch für Kulturanthropologie 36/2024, S. 49-70; dies., Zwischen Weimarer Republik und Weltkrieg II - eine gruppenbiografische Beleuchtung der Sächsischen Jungenschaft, Diss. Leipzig 2024. – DBA III.

Friederike Hövelmans
23.9.2026


Empfohlene Zitierweise:
Friederike Hövelmans, Artikel: Hermann Kügler,
in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde,
https://saebi.isgv.de/biografie/29428 [Stand 23.09.2026, Aufruf 27.10.2026].

Hermann Kügler



Quellen Bundesarchiv, ZA VI/3237 A.17 Personalakte Hermann Kügler; Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz, Berlin, VI. HA Nachlass Becker, C. H., Nr. 5945 Kügler, Hermann, Dr.: verschiedene Treffen mit B. 1. Febr. 1928 - 1. März 1931; Institut für Zeitgeschichte, München, ED 423 Sammlung Helmuth Neumann (Boberhauskreis-Archiv); Sächsisches Staatsarchiv - Hauptstaatsarchiv Dresden, 10717 Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, Nr. 8991 Auslandsreisen von Studenten (1923-1935); Stadtarchiv Dresden, 6.4.25-58.2.2-25 Standesamt/Urkundenstelle, Standesamt Leuben, Personenstandsbuch, Geburtenregister 1900, Nr. 431 (Ancestry.de); Archiv der deutschen Jugendbewegung (AdJB), Archiv der Sächsischen Jungenschaft, A84.

Werke Zur Kenntnis der Reductionsprodukte der Tolylhydrazone, Diss. Berlin 1923; Fahrt der Sächsischen Jungenschaft nach Südosten, Sommer 1924, Plauen 1924; mit Rudolf Kneip/Paul Köhler/Ludwig Liebs/Fredo Triemer, Jugend zwischen den Kriegen. Eine Sammlung von Aussagen und Dokumenten, Heidenheim 1967.

Literatur Rudolf Kneip, Wandervogel, bündische Jugend: 1905-1943. Der Weg der Sächsischen Jungenschaft zum grossen Bund, Frankfurt/Main 21976; ders./Ludwig Liebs/Karl-Heinrich Zimmermann, Vom Geheimnis bündischer Führung. Dokumentarische Gespräche mit Hermann Kügler, Frankfurt/Main 1980; Friederike Hövelmans, Zwischen Weimarer Republik und Zweitem Weltkrieg. Die bürgerliche Jugend in Sachsen am Beispiel der Sächsischen Jungenschaft, in: Günther Heydemann/Jan Erik Schulte/Francesca Weil (Hg.), Sachsen und der Nationalsozialismus, Göttingen 2014, S. 335-348; dies., Die Sächsische Jungenschaft - Abenteurer, Aufrührer, Angepasste? Die Jugendbewegung in Sachsen zwischen den beiden Weltkriegen am Beispiel einer Jungengruppe, in: Katja Margarethe Mieth/Justus H. Ulbricht/Elvira Werner (Hg.), „Vom fröhlichen Wandern“. Sächsische Jugendbewegung im Zeitalter der Extreme 1900-1945, Chemnitz 2015, S. 133-151; dies., Die Sächsische Jungenschaft zwischen Weimarer Republik und Zweitem Weltkrieg. Die Bündische Jugend der Zwischenkriegszeit am Beispiel einer regionalen Gruppe, in: Volkskunde in Sachsen. Jahrbuch für Kulturanthropologie 36/2024, S. 49-70; dies., Zwischen Weimarer Republik und Weltkrieg II - eine gruppenbiografische Beleuchtung der Sächsischen Jungenschaft, Diss. Leipzig 2024. – DBA III.

Friederike Hövelmans
23.9.2026


Empfohlene Zitierweise:
Friederike Hövelmans, Artikel: Hermann Kügler,
in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde,
https://saebi.isgv.de/biografie/29428 [Stand 23.09.2026, Aufruf 27.10.2026].