Fritz von Uhde

Neben Max Liebermann, Max Slevogt und Lovis Corinth gehört U. zu den bedeutendsten Meistern des deutschen Impressionismus. Er genoss aufgrund dessen, dass er diese Stilrichtung auch auf die religiöse Historienmalerei übertragen hat, international große Wertschätzung und wurde deshalb schon zu seinen Lebzeiten als ein „Klassiker der Kunst“ (Rosenhagen 1908) gefeiert, während seine künstlerischen Anfänge noch durch die Auseinandersetzung mit dem Realismus gekennzeichnet gewesen waren. – U. wurde in eine künstlerisch veranlagte Familie hineingeboren, denn auch die Eltern und Schwestern zeichneten und malten für den Hausgebrauch, sodass sich bei ihm schon seit dem Kleinkindalter ein bemerkenswertes künstlerisches Talent zeigte und später der Wunsch zu professioneller Tätigkeit entstand. Aufgrund der Ernennung des Vaters zum Supernumerar-Regierungsrat der Königlichen Kreisdirektion zu Dresden 1851 zog die Familie in die sächsische Hauptstadt um. Zu einem abermaligen Ortswechsel kam es 1856 mit der Versetzung des Vaters an die Kreisdirektion Zwickau, wo U. 1859 bis 1861 das dortige Gymnasium besuchte. Die Berufung des Vaters zum Geheimen Regierungsrat an die Kreisdirektion Dresden 1861 veranlasste den Wechsel an die dortige Realschule bzw. das Vitzthumsche Gymnasium unter dem Direktorat von Georg Bezzenberger. Die Ernennung des Vaters zum Leiter der Kreisdirektion Zwickau führte schon 1862 zur Rückkehr an das Zwickauer Gymnasium, wo U. zu Ostern 1866 das Abitur mit Auszeichnung ablegte. Während dieser Zeit erhielt er zusammen mit den Eltern und Schwestern privaten Zeichenunterricht durch den an den Kunstakademien zu Dresden und Antwerpen (Belgien) ausgebildeten Maler Carl Gottlob Mittenzwey. Ihm verdankte er die erste konsequente Schulung in der realistischen Darstellungsweise. Überdies orientierte sich U. in seinem künstlerischen Schaffen während seiner ganzen Kindheit und Jugend am Vorbild Adolph Menzels, dessen Illustrationen zu Franz Kuglers „Geschichte Friedrichs des Großen“ den Ausschlag gaben für seinen Berufswunsch, Schlachtenmaler zu werden. 1864 bescheinigten Wilhelm von Kaulbach und Julius Schnorr von Carolsfeld U.s künstlerisches Talent. Dies war die Voraussetzung für die Erlaubnis der Eltern, nach dem Abitur ein Kunststudium an der Dresdner Kunstakademie aufnehmen zu dürfen. Enttäuscht jedoch vom konventionellen Ausbildungsgang des ständigen Kopierens verließ U. schon nach kurzer Zeit die Akademie und trat stattdessen am 1.10.1867 als Avantageur in die 5. Eskadron des sächsischen Gardereiter-Regiments ein, wo er im darauffolgenden Jahr zum Sekondeleutnant befördert wurde. Neben seiner militärischen Karriere beschäftigte sich U. weiterhin in seiner Freizeit mit dem Malen und nahm Unterricht bei dem Schlachtenmaler Ludwig Albrecht Schuster. Im Deutsch-Französischen Krieg diente er als Leutnant und Ordonanzoffizier in der 23. Kavalleriebrigade und verarbeitete seine Erlebnisse in mehreren Schlachtenbildern. 1873 debütierte U. mit dem Gemälde „Schlacht bei Sedan“ auf der Ausstellung des Leipziger Kunstvereins. Auf Einladung seines Kriegskameraden und Förderers Alfred Felix Graf von Luckner schuf er auf dessen Schloss Altfranken bei Dresden 1875 bis 1877 eine Reihe von Monumentalgemälden im neobarocken Stil seines damaligen künstlerischen Vorbilds Hans Markart. In diesen Arbeiten verlieh er seinen Reflexionen über die Beziehungen zwischen Mensch, Natur, Kunst und Gesellschaft einen symbolistischen Ausdruck. Weiterhin getrieben zu professioneller künstlerischer Betätigung, schlugen die Versuche U.s fehl, bei Markart in Wien oder bei Karl von Piloty in München als Meisterschüler sein Kunststudium zum Abschluss bringen zu können. Dennoch verließ U. 1877 im Rang eines Rittmeisters das sächsische Militär, bei dem er u.a. in den Standorten Oschatz, Rochlitz, Leipzig, Borna und Dresden gedient hatte, um sich fortan im Selbststudium nach den Werken Alter Meister in der Münchner Pinakothek weiterzubilden. Im Ergebnis dieser Studien entstanden 1879 eine Reihe von Reiterbildern und das großformatige Gemälde „Angriff des Regiments von Plotho in der Schlacht bei Wien 1683“ für das Offizierscasino der sächsischen Gardereiter in Dresden. Der sächsische Gesandte in München, Oswald von Fabrice, vermittelte die Begegnung mit dem renommierten ungarischen Maler Mihály Munkácsy, der ihn für den Winter 1879/1880 nach Paris zum Abschluss seiner Studien in sein Atelier einlud. Hier traf er u.a. mit den Malern Gotthardt Kuehl, Max Arthur Stremel und Jules Bastien-Lepage zusammen. Kurzzeitig zur Vermählung mit seiner Braut nach München zurückgekehrt, verbrachte das Paar danach einige Monate in Paris. In dieser fruchtbaren Zeit machte sich der Einfluss Munkácsys in einer Reihe von Gemälden bemerkbar, mit denen ihm sein Durchbruch als anerkannter „Realist“ gelang. Nach dem Parisaufenthalt nahm das Paar ständigen Wohnsitz in München, wo es zur einflussreichen Begegnung und Freundschaft mit Liebermann kam, der sich zuvor in Paris, Barbizon (Frankreich) und Holland mit der Freilichtmalerei beschäftigt hatte. U. folgte Liebermanns Rat und begab sich wie dieser im Rahmen eines Kuraufenthalts von August bis September 1882 nach Holland, um unter dem Eindruck der dortigen besonderen Lichtverhältnisse gleichfalls zur Pleinairmalerei - der künstlerischen Auseinandersetzung mit den Phänomenen Luft und Licht - zu finden. Im Gefolge dieser Bemühungen gab er die dekorative Figurengestaltung und den dunklen Galerieton in der Art von Munkáscy wieder auf. Außerdem entdeckte er in Zandvoort (Niederlande) die Welt des Kinds als neues Themenfeld. Mit dem in Nachfolge der Hollandreise entstandenen Gemälde „Der Leierkastenmann kommt“, das U. 1883 im Pariser Salon ausstellte, erlangte er erstmals internationale Anerkennung. In seinem in zahlreichen Entwürfen vorbereiteten Gemälde „Bayerische Trommler“ von 1883 setzte er die neu gewonnenen Erkenntnisse der Freilichtmalerei konsequent um. Obwohl dieses Werk in der zeitgenössischen Kritik durchfiel, zählt es „zu den frühesten Pleinairdarstellungen in Deutschland und avancierte zu einem Programmwerk der deutschen realistischen und später auch impressionistischen Malerei“ (Hansen 1998). Stimmungsgebende Licht- und Luftwirkung verbindet sich hier mit nüchterner Beobachtung der optischen Gegebenheiten in einem zufällig wirkenden Augenblick bei gelockerter Pinselführung und aufgehellter Farbpalette. Doch ging es U. letztlich nicht um bloße Abbildung der „malerischen Erscheinungsweise des Lichts an der Oberfläche von Gegenständen unter verschiedenen Beleuchtungsverhältnissen, wie sie die Natur bietet.“ Vielmehr habe U. im Licht „vor allem nach dessen mystischem Wesen“ gesucht, das er „mit christlich religiöser Sinnbildhaftigkeit in Verbindung brachte, indem er das Licht mit dem metaphorischen Inhalt des Göttlichen koppelte“ (Vogel 2011). Der Bildertausch mit Liebermanns „Der zwölfjährige Christus im Tempel“ (1879) vor dessen Übersiedlung nach Berlin 1884 dürfte für U. der entscheidende Fingerzeig gewesen sein, diese Richtung in der Kunst weiterzuverfolgen. Dies gelang ihm erstmals mit dem Bild „Lasset die Kindlein zu mir kommen“ (1883/1884), in dem er die lichtverklärte Gestalt Christi gleichnishaft in den Kontext bäuerlicher und proletarischer Lebenswirklichkeit stellte und so die christliche Heilsbotschaft der Bibel in den Alltag seiner Zeit übertrug. Zugleich thematisierte er mit dieser neuartigen Behandlung biblischer Stoffe die sozialen Fragen seiner Zeit, z.B. in den Gemälden „Tischgebet“ (1885) oder „Abendmahl“ (1886). U.s religiöse Szenen, deren tiefer ethischer Gehalt oft unerkannt blieb, weckten v.a. bei der orthodoxen protestantischen Geistlichkeit zunächst heftigen Widerspruch, während sie auf den Pariser Salons viel Lob erhielten. Angespornt von der wachsenden internationalen Anerkennung verfolgte U. seine neue religiöse Malerei mit zahlreichen Transformationen der biblischen Geschichte in die Gegenwart weiter, sodass er allmählich auch die Zustimmung der deutschen Öffentlichkeit fand, die in zahlreichen Ehrungen ihren Niederschlag fand. – Nach dem Tod seiner Frau bei der Geburt seiner dritten Tochter übernahm er, ohne sich erneut zu vermählen, die alleinige Erziehung seiner Kinder, die ihm in der Folgezeit häufig in seinen Genreszenen aus Haus und Garten als Modelle dienten. Dabei gelangen ihm Kompositionen voller Poesie, die heute mit zu den bedeutendsten Werken des deutschen Impressionismus zählen. Seit 1888 besuchte U. regelmäßig das nahe gelegene Dachau zum Skizzieren in der Landschaft. Hier fand er Anregungen zum Experimentieren mit Licht und Farbe und gelangte dabei gelegentlich zu dynamisch-ausdrucksstarken Gestaltungen, die schon expressionistische Züge aufweisen. Damit bereitete sich jener skizzenhafte Stil einer nervösen Pinselschrift vor, die für U.s letzte Lebensdekade charakteristisch wurde. Einen Höhepunkt bildet in dieser Hinsicht der erste und einzige öffentliche Auftrag zu einem Altarbild, der unter freier Themenwahl Ende 1903 zur Ausgestaltung der neuen Lutherkirche in Zwickau an ihn erging. Unter dem Titel „Die Predigt Christi oder das Licht der Welt“ (1905) ließ er dabei sein künstlerisches Credo der spirituellen Verdichtung biblischen Geschehens im Alltagskleid der Gegenwart metaphorisch sichtbar werden, indem er Christus als den Bringer des Lichts der göttlichen Erkenntnis und damit des Heils charakterisierte. – 1900 befiel U. eine schwere Masernerkrankung, von der er sich nicht mehr zu erholen vermochte, sodass seine Schaffenstätigkeit in den letzten Lebensjahren beeinträchtigt war. Ungeachtet dessen engagierte sich U. weiterhin in starkem Maße in der Münchner Sezession für die Erneuerung des dortigen Kunstlebens.

Quellen Fritz von U., Briefe an Fritz Gurlitt, hrsg. von Ludwig Bernhard, in: Meister der Farbe 11/1914, H. 7, S. 51-56, H. 8, S. 59-64, H. 9, S. 67-70; U., Fritz von, in: Künstlerbriefe aus dem 19. Jahrhundert, hrsg. vom Verlag Bruno Cassirer, Berlin 1914, S. 417f.; Künstlerbriefe über Kunst. Bekenntnisse von Malern, Architekten und Bilderhauern aus fünf Jahrhunderten, hrsg. von Hermann Uhde-Bernays, Dresden 1926, S. 574-577.

Werke Gemälde: Schlacht bei Sedan, 1873, Öl auf Leinwand, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek, München; Angriff des Regiments von Plotho in der Schlacht bei Wien 1683, 1879, Öl auf Leinwand, ehemals Dresden, Casino des Sächsischen Garde-Reiter-Regiments; Die Chanteuse, 1880, Öl auf Leinwand, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek, München; Holländische Nähstube, 1882, Öl auf Leinwand, ehemals Saint-Louis, Art Museum, jetzt vermutlich Privatbesitz; Der Leierkastenmann kommt, 1883, Öl auf Leinwand, Hamburger Kunsthalle; Bayerische Trommler, 1883, Öl auf Holz, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister; Lasset die Kindlein zu mir kommen, 1883/1884, Öl auf Leinwand, Museum der bildenden Künste Leipzig; Die große Schwester, 1884/1885, Öl auf Leinwand, mehrere Varianten, u.a. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Tischgebet, 1885, Öl auf Leinwand, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie; An der Tür, 1885, Öl auf Leinwand, ebd.; Das Abendmahl, 1886, Staatsgalerie Stuttgart; Die Heilige Nacht (Triptychon), 1888/1889, Öl auf Leinwand, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister; Das Heideprinzesschen, 1889, Öl auf Leinwand, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie; Kinderstube, 1889, Öl auf Leinwand, Hamburger Kunsthalle; Am Morgen, 1889/1890, Öl auf Leinwand, Hamburger Kunsthalle; Schwerer Gang, 1890, Öl auf Leinwand, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek, München; Der Winterabend, um 1890/1891, Öl auf Leinwand, Schloss Wolkenburg; Am Fenster, 1890, Öl auf Leinwand, Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt/Main; Der Gang nach Emmaus, 1891, Pastell auf Papier, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister; Verlassen, um 1893, Öl auf Leinwand, Muzeum Narodowe, Warschau; Der Schauspieler, 1893, Öl auf Leinwand, Nasjonalgalleriet for kunst, arkitektur og design, Oslo; Weib, warum weinst Du? 1890er-Jahre, Öl auf Leinwand, Österreichische Galerie Belvedere, Wien; Grablegung Christi, 1894, Öl auf Leinwand, Museum Bautzen; Um Christi Rock, 1895, Öl auf Leinwand, Muzeum Sztuki, Łodź; Die Töchter des Künstlers, 1896, Öl auf Leinwand, Kunstmuseum Düsseldorf; Der Gartenweg, 1903, Öl auf Leinwand, Kunsthalle Bremen; Die Predigt Christi oder das Licht der Welt, 1905, Altarbild, Lutherkirche Zwickau; Drei Mädchen im Garten, 1907, Öl auf Leinwand, Von der Heydt-Museum Wuppertal. – Schriften: De Alexandri pugna, quae dicitur, Maturaarbeit Zwickau 1866 [Stadtarchiv Zwickau]; Erinnerungen an Michael Munkácsy, in: Kunstchronik. Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe NF 14/1902/1903, H. 5, Sp. 73-76.

Literatur Franz von Reber, Fritz von U., in: Die Kunst für alle 1/1885/1886, H. 15, S. 207-211, H. 16, S. 219-223; Claude Philips, Fritz von U., in: The Art Journal NF 1889, H. 3, S. 65-70; Otto Julius Bierbaum, Aus beiden Lagern. Betrachtungen, Karakteristiken und Stimmungen aus dem ersten Doppel-Ausstellungsjahre in München 1893, München 1893; Richard Graul, Fritz von U., Wien 1893; Karl Voll, Neues von Fritz von U., in: Die Kunst für alle 14/1898/1899, H. 15, S. 225-228; Franz Hermann Meissner, Fritz von U., Leipzig 1900; Franz Wolter, Fritz von U.s neuestes Werk, in: Die Kunst für alle 16/1900/1901, H. 8, S. 183-186; Fritz von Ostini, U., Bielefeld/Leipzig 1902; Otto Julius Bierbaum, Fritz von U., München 1906; Georg Muschner, Ein Maler des Lichts. Aus dem Leben Fritz von U.s. Ein Interview, in: Velhagen & Klasings Monatshefte 21/1906/1907, H. 7, S. 82-87; Gemälde-Ausstellung Fritz von U., Februar-März 1907, hrsg. vom Sächsischen Kunstverein, Dresden 1907; Fritz von Ostini, Fritz von U., in: Die Kunst für alle 23/1907, H. 1, S. 1-15; Konrad Weiss, Fritz von U. als religiöser Maler. Zum sechzigsten Geburtstag des Künstlers, in: Die christliche Kunst. Monatsschrift für alle Gebiete der Christlichen Kunst und der Kunstwissenschaft sowie für das gesamte Kunstleben 4/1907/1908, S. 193-198; Hans Rosenhagen (Hg.), U. Des Meisters Gemälde in 285 Abbildungen, Stuttgart/Leipzig 1908; Fritz von U. Eine Kunstgabe für das deutsche Volk, hrsg. von der Freien Lehrervereinigung für Kunstpflege, Mainz 1908; Fritz von U., Kollektivausstellung Galerie Eduard Schulte, Berlin, hrsg. von der Galerie Eduard Schulte, Berlin 1908; Adolf Georg Hartmann, Ein Besuch bei Fritz von U. Zu des Künstlers 60. Geburtstag, in: Die Woche. Moderne illustrierte Zeitschrift 10/1908, Nr. 20, S. 863-866; Alexander Troll (Hg.), Fritz von U., Berlin 1921; Otto Clemen, Zwölf Kinderbilder von Fritz von U., Zwickau 1924; Richard Hamann, Die deutsche Malerei vom Rokoko bis zum Expressionismus, Leipzig 1925, S. 414-420; Hans Eckstein, Fritz von U., in: Die Kunst für alle 51/1935/1936, H. 6, S. 140-144; Amtliche Berichte der Staatlichen Kunstsammlungen, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF 5/1954, S. 217-247; Künstler aus Zwickau. Ausstellung anlässlich des 40jährigen Bestehens des Städtischen Museums, hrsg. vom Städtischen Museum Zwickau, Zwickau 1954; Eberhard Ruhmer, Die Heilige Nacht der armen Leute. Zu den naturalistischen Weihnachtsbildern von Fritz von U., in: Die Kunst und das schöne Heim. Monatsschrift für Malerei, Plastik, Graphik, Architektur und Wohnkultur 60/1961/1962, S. 104-107; Horst Zimmermann, Zu einigen Werken Fritz von U.s, in: Dresdener Kunstblätter 6/1962, S. 2-6, 22-27; Arthur Dänhardt, Der Fall U., in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 1963/1964, S. 73-90; Anne Mochon, Fritz von U. and Plein-air-Painting in Munich, 1880-1900, Diss. New Haven/Connecticut 1973; Bettina Brand-Clausen, Fritz von U. - das religiöse Werk zwischen künstlerischer Intention und Öffentlichkeit, Heidelberg 1983; Albert Peter Bräuer, Fritz von U., Dresden 1985; Marketa Theinhardt, Deutsche und österreichische Malerei des 19. Jahrhunderts aus den Sammlungen der Regionalgalerie Liberec, Liberec 1997; Dorothee Hansen (Hg.), Fritz von U. Vom Realismus zum Impressionismus, Bremen/Heidelberg/Ostfildern-Ruit 1998; Peter-Klaus Schuster, Vincent van Gogh und Fritz von U., in: Uwe Fleckner/Martin Schieder/Michael F. Zimmermann (Hg.), Jenseits der Grenzen. Französische und deutsche Kunst vom Ancien Régime zur Gegenwart. Thomas W. Gaehtgens zum 60. Geburtstag, Bd. II: Kunst der Nationen, Köln 2000, S. 371-389; Josef A. Schmoll, Fritz von U.s Gemälde der „Himmelfahrt Christi“ von 1897 und die Krise der religiösen Kunst, in: Matthias Bunge (Hg.), Die Schönheit des Sichtbaren und Hörbaren. Festschrift für Norbert Knopp zum 65. Geburtstag, Wolnzach 2001, S. 101-134; Marsha Morton, Liebermann and U.: A Case for German Identity, in: Centropa. A Journal of Central European architecture and related arts 1/2001, S. 180-195; Ekkehard Mai, U. im Kontext von Gebhardt bis Denis. Religiöse Malerei im späten 19. Jahrhundert, in: Matthias Wohlgemuth (Hg.), „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“, Zürich 2001, S. 363-384; Gerd-Helge Vogel, Licht aus dem muldenländischen Wolkenburg: Fritz von U. (1848-1911). Festvortrag zum 160. Geburtstag des Künstlers in Schloss Wolkenburg am 22. Mai 2008, in: Sächsische Heimatblätter 54/2008, H. 2, S. 102-111; ders., Die Göttlichkeit des Lichts: Fritz von U. (1848-1911) zum 100. Todestag. Leben, Werk und kulturelles Umfeld in Bildern und Dokumenten, Zwickau 2011; Sarah Hoke, Fritz von U.s „Kinderstube“. Die Darstellung des Kindes in seinem Spiel- und Wohnmilieu, Göttingen 2011; Gerd-Helge Vogel, Auf der Suche nach dem Licht. Der Maler des göttlichen Lichts, Fritz von U., trifft auf Louis Douzette, den pommerschen Magier der Nacht, Schwerin 2012; ders., Fritz von U. 1848-1911. Beiträge des I. Internationalen Wolkenburger Symposiums zur Kunst, Berlin 2013; Helmut-Eberhard Paulus, „Fritz von U. lässt in sein Atelier bitten“. Der Kampf um die Freiheit der Kunst im Wege der Internationalisierung. Ereignisse am Vorabend der Secessionsbewegung, in: Jahrbuch der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten 18/2014, S. 267-276. – BBKL 22, Sp. 1372-1396; DBA I, II, III; DBE II 10, S. 152; Thieme/Becker, Bd. 33, Leipzig 1939 (ND 1999), S. 545-548; Harald Olbrich (Hg.), Lexikon der Kunst, Bd. 7, Leipzig 1994, S. 483; Wolf Stadler (Hg.), Lexikon der Kunst, Bd. 12, Erlangen 1994, S. 60.

Porträt Selbstbildnis, Fritz von U., 1898, Öl auf Leinwand, 60,5 x 49 cm, Albertinum | Galerie Neue Meister, Inventar-Nr. Gal.-Nr. 2420 © Albertinum | GNM, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut (Bildquelle); Selbstbildnis, Fritz von U., 1904, Öl auf Leinwand, Berlin, Alte Nationalgalerie.

Gerd-Helge Vogel
13.6.2022


Empfohlene Zitierweise:
Gerd-Helge Vogel, Fritz von Uhde, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (5.10.2022)

Fritz von Uhde



Quellen Fritz von U., Briefe an Fritz Gurlitt, hrsg. von Ludwig Bernhard, in: Meister der Farbe 11/1914, H. 7, S. 51-56, H. 8, S. 59-64, H. 9, S. 67-70; U., Fritz von, in: Künstlerbriefe aus dem 19. Jahrhundert, hrsg. vom Verlag Bruno Cassirer, Berlin 1914, S. 417f.; Künstlerbriefe über Kunst. Bekenntnisse von Malern, Architekten und Bilderhauern aus fünf Jahrhunderten, hrsg. von Hermann Uhde-Bernays, Dresden 1926, S. 574-577.

Werke Gemälde: Schlacht bei Sedan, 1873, Öl auf Leinwand, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek, München; Angriff des Regiments von Plotho in der Schlacht bei Wien 1683, 1879, Öl auf Leinwand, ehemals Dresden, Casino des Sächsischen Garde-Reiter-Regiments; Die Chanteuse, 1880, Öl auf Leinwand, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek, München; Holländische Nähstube, 1882, Öl auf Leinwand, ehemals Saint-Louis, Art Museum, jetzt vermutlich Privatbesitz; Der Leierkastenmann kommt, 1883, Öl auf Leinwand, Hamburger Kunsthalle; Bayerische Trommler, 1883, Öl auf Holz, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister; Lasset die Kindlein zu mir kommen, 1883/1884, Öl auf Leinwand, Museum der bildenden Künste Leipzig; Die große Schwester, 1884/1885, Öl auf Leinwand, mehrere Varianten, u.a. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München; Tischgebet, 1885, Öl auf Leinwand, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie; An der Tür, 1885, Öl auf Leinwand, ebd.; Das Abendmahl, 1886, Staatsgalerie Stuttgart; Die Heilige Nacht (Triptychon), 1888/1889, Öl auf Leinwand, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister; Das Heideprinzesschen, 1889, Öl auf Leinwand, Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie; Kinderstube, 1889, Öl auf Leinwand, Hamburger Kunsthalle; Am Morgen, 1889/1890, Öl auf Leinwand, Hamburger Kunsthalle; Schwerer Gang, 1890, Öl auf Leinwand, Bayerische Staatsgemäldesammlungen - Neue Pinakothek, München; Der Winterabend, um 1890/1891, Öl auf Leinwand, Schloss Wolkenburg; Am Fenster, 1890, Öl auf Leinwand, Städelsches Kunstinstitut, Frankfurt/Main; Der Gang nach Emmaus, 1891, Pastell auf Papier, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie Neue Meister; Verlassen, um 1893, Öl auf Leinwand, Muzeum Narodowe, Warschau; Der Schauspieler, 1893, Öl auf Leinwand, Nasjonalgalleriet for kunst, arkitektur og design, Oslo; Weib, warum weinst Du? 1890er-Jahre, Öl auf Leinwand, Österreichische Galerie Belvedere, Wien; Grablegung Christi, 1894, Öl auf Leinwand, Museum Bautzen; Um Christi Rock, 1895, Öl auf Leinwand, Muzeum Sztuki, Łodź; Die Töchter des Künstlers, 1896, Öl auf Leinwand, Kunstmuseum Düsseldorf; Der Gartenweg, 1903, Öl auf Leinwand, Kunsthalle Bremen; Die Predigt Christi oder das Licht der Welt, 1905, Altarbild, Lutherkirche Zwickau; Drei Mädchen im Garten, 1907, Öl auf Leinwand, Von der Heydt-Museum Wuppertal. – Schriften: De Alexandri pugna, quae dicitur, Maturaarbeit Zwickau 1866 [Stadtarchiv Zwickau]; Erinnerungen an Michael Munkácsy, in: Kunstchronik. Wochenschrift für Kunst und Kunstgewerbe NF 14/1902/1903, H. 5, Sp. 73-76.

Literatur Franz von Reber, Fritz von U., in: Die Kunst für alle 1/1885/1886, H. 15, S. 207-211, H. 16, S. 219-223; Claude Philips, Fritz von U., in: The Art Journal NF 1889, H. 3, S. 65-70; Otto Julius Bierbaum, Aus beiden Lagern. Betrachtungen, Karakteristiken und Stimmungen aus dem ersten Doppel-Ausstellungsjahre in München 1893, München 1893; Richard Graul, Fritz von U., Wien 1893; Karl Voll, Neues von Fritz von U., in: Die Kunst für alle 14/1898/1899, H. 15, S. 225-228; Franz Hermann Meissner, Fritz von U., Leipzig 1900; Franz Wolter, Fritz von U.s neuestes Werk, in: Die Kunst für alle 16/1900/1901, H. 8, S. 183-186; Fritz von Ostini, U., Bielefeld/Leipzig 1902; Otto Julius Bierbaum, Fritz von U., München 1906; Georg Muschner, Ein Maler des Lichts. Aus dem Leben Fritz von U.s. Ein Interview, in: Velhagen & Klasings Monatshefte 21/1906/1907, H. 7, S. 82-87; Gemälde-Ausstellung Fritz von U., Februar-März 1907, hrsg. vom Sächsischen Kunstverein, Dresden 1907; Fritz von Ostini, Fritz von U., in: Die Kunst für alle 23/1907, H. 1, S. 1-15; Konrad Weiss, Fritz von U. als religiöser Maler. Zum sechzigsten Geburtstag des Künstlers, in: Die christliche Kunst. Monatsschrift für alle Gebiete der Christlichen Kunst und der Kunstwissenschaft sowie für das gesamte Kunstleben 4/1907/1908, S. 193-198; Hans Rosenhagen (Hg.), U. Des Meisters Gemälde in 285 Abbildungen, Stuttgart/Leipzig 1908; Fritz von U. Eine Kunstgabe für das deutsche Volk, hrsg. von der Freien Lehrervereinigung für Kunstpflege, Mainz 1908; Fritz von U., Kollektivausstellung Galerie Eduard Schulte, Berlin, hrsg. von der Galerie Eduard Schulte, Berlin 1908; Adolf Georg Hartmann, Ein Besuch bei Fritz von U. Zu des Künstlers 60. Geburtstag, in: Die Woche. Moderne illustrierte Zeitschrift 10/1908, Nr. 20, S. 863-866; Alexander Troll (Hg.), Fritz von U., Berlin 1921; Otto Clemen, Zwölf Kinderbilder von Fritz von U., Zwickau 1924; Richard Hamann, Die deutsche Malerei vom Rokoko bis zum Expressionismus, Leipzig 1925, S. 414-420; Hans Eckstein, Fritz von U., in: Die Kunst für alle 51/1935/1936, H. 6, S. 140-144; Amtliche Berichte der Staatlichen Kunstsammlungen, in: Münchner Jahrbuch der bildenden Kunst NF 5/1954, S. 217-247; Künstler aus Zwickau. Ausstellung anlässlich des 40jährigen Bestehens des Städtischen Museums, hrsg. vom Städtischen Museum Zwickau, Zwickau 1954; Eberhard Ruhmer, Die Heilige Nacht der armen Leute. Zu den naturalistischen Weihnachtsbildern von Fritz von U., in: Die Kunst und das schöne Heim. Monatsschrift für Malerei, Plastik, Graphik, Architektur und Wohnkultur 60/1961/1962, S. 104-107; Horst Zimmermann, Zu einigen Werken Fritz von U.s, in: Dresdener Kunstblätter 6/1962, S. 2-6, 22-27; Arthur Dänhardt, Der Fall U., in: Jahrbuch der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden 1963/1964, S. 73-90; Anne Mochon, Fritz von U. and Plein-air-Painting in Munich, 1880-1900, Diss. New Haven/Connecticut 1973; Bettina Brand-Clausen, Fritz von U. - das religiöse Werk zwischen künstlerischer Intention und Öffentlichkeit, Heidelberg 1983; Albert Peter Bräuer, Fritz von U., Dresden 1985; Marketa Theinhardt, Deutsche und österreichische Malerei des 19. Jahrhunderts aus den Sammlungen der Regionalgalerie Liberec, Liberec 1997; Dorothee Hansen (Hg.), Fritz von U. Vom Realismus zum Impressionismus, Bremen/Heidelberg/Ostfildern-Ruit 1998; Peter-Klaus Schuster, Vincent van Gogh und Fritz von U., in: Uwe Fleckner/Martin Schieder/Michael F. Zimmermann (Hg.), Jenseits der Grenzen. Französische und deutsche Kunst vom Ancien Régime zur Gegenwart. Thomas W. Gaehtgens zum 60. Geburtstag, Bd. II: Kunst der Nationen, Köln 2000, S. 371-389; Josef A. Schmoll, Fritz von U.s Gemälde der „Himmelfahrt Christi“ von 1897 und die Krise der religiösen Kunst, in: Matthias Bunge (Hg.), Die Schönheit des Sichtbaren und Hörbaren. Festschrift für Norbert Knopp zum 65. Geburtstag, Wolnzach 2001, S. 101-134; Marsha Morton, Liebermann and U.: A Case for German Identity, in: Centropa. A Journal of Central European architecture and related arts 1/2001, S. 180-195; Ekkehard Mai, U. im Kontext von Gebhardt bis Denis. Religiöse Malerei im späten 19. Jahrhundert, in: Matthias Wohlgemuth (Hg.), „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann“, Zürich 2001, S. 363-384; Gerd-Helge Vogel, Licht aus dem muldenländischen Wolkenburg: Fritz von U. (1848-1911). Festvortrag zum 160. Geburtstag des Künstlers in Schloss Wolkenburg am 22. Mai 2008, in: Sächsische Heimatblätter 54/2008, H. 2, S. 102-111; ders., Die Göttlichkeit des Lichts: Fritz von U. (1848-1911) zum 100. Todestag. Leben, Werk und kulturelles Umfeld in Bildern und Dokumenten, Zwickau 2011; Sarah Hoke, Fritz von U.s „Kinderstube“. Die Darstellung des Kindes in seinem Spiel- und Wohnmilieu, Göttingen 2011; Gerd-Helge Vogel, Auf der Suche nach dem Licht. Der Maler des göttlichen Lichts, Fritz von U., trifft auf Louis Douzette, den pommerschen Magier der Nacht, Schwerin 2012; ders., Fritz von U. 1848-1911. Beiträge des I. Internationalen Wolkenburger Symposiums zur Kunst, Berlin 2013; Helmut-Eberhard Paulus, „Fritz von U. lässt in sein Atelier bitten“. Der Kampf um die Freiheit der Kunst im Wege der Internationalisierung. Ereignisse am Vorabend der Secessionsbewegung, in: Jahrbuch der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten 18/2014, S. 267-276. – BBKL 22, Sp. 1372-1396; DBA I, II, III; DBE II 10, S. 152; Thieme/Becker, Bd. 33, Leipzig 1939 (ND 1999), S. 545-548; Harald Olbrich (Hg.), Lexikon der Kunst, Bd. 7, Leipzig 1994, S. 483; Wolf Stadler (Hg.), Lexikon der Kunst, Bd. 12, Erlangen 1994, S. 60.

Porträt Selbstbildnis, Fritz von U., 1898, Öl auf Leinwand, 60,5 x 49 cm, Albertinum | Galerie Neue Meister, Inventar-Nr. Gal.-Nr. 2420 © Albertinum | GNM, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut (Bildquelle); Selbstbildnis, Fritz von U., 1904, Öl auf Leinwand, Berlin, Alte Nationalgalerie.

Gerd-Helge Vogel
13.6.2022


Empfohlene Zitierweise:
Gerd-Helge Vogel, Fritz von Uhde, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (5.10.2022)