Ehil Evans

E. war das siebte Kind der Familie und wurde als zweites Kind in Sachsen geboren. Er wuchs v.a. in Siebenhöfen bei Geyer auf, wo der Vater zwischen 1810 und 1812 eine Fabrik mit Wohnhaus erbauen ließ. Nach dem Tod der Mutter übergab der Vater, der sich um das sächsische Spinnereiwesen große Verdienste erworben hatte, den Betrieb an seinen Sohn, der die Fabrik nach der Krisenzeit um 1838 erfolgreich weiterführte. Die Garne und Zwirne von E. erhielten auf der Dresdner „Gewerbeausstellung“ 1840 die silberne und 1845 die goldene Medaille. Um 1860 arbeitete die Fabrik mit 7.000 Spindeln. Auf E.s Veranlassung wurden die für ein Denkmal des Vaters gesammelten Gelder in eine Stiftung für bedürftige Schüler der Königlichen Gewerbeschule in Chemnitz umgewidmet. Die Stiftung bestand noch 1910 mit einem Fonds von 6.157 Mark. – E. war demokratisch gesinnt und als Mitglied der Demokratischen Partei 1848 Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung. 1849/50 wurde er in die II. Kammer des Sächsischen Landtags gewählt. Der Name E. findet sich später unter den Abgeordneten des Norddeutschen Bunds wieder.

Literatur R. Forberger, Die Industrielle Revolution in Sachsen 1800-1861, Bd. 2: 1831-1861, Leipzig 1999-2003, Bd. 2/1, S. 435, Bd. 2/2, Tab. 1010. – DBA III.

Ursula Forberger †
5.7.2005

Empfohlene Zitierweise:
Ursula Forberger †, Evans, Ehil (Eli), in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (8.8.2020)

Ehil Evans



Literatur R. Forberger, Die Industrielle Revolution in Sachsen 1800-1861, Bd. 2: 1831-1861, Leipzig 1999-2003, Bd. 2/1, S. 435, Bd. 2/2, Tab. 1010. – DBA III.

Ursula Forberger †
5.7.2005

Empfohlene Zitierweise:
Ursula Forberger †, Evans, Ehil (Eli), in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V.
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (8.8.2020)