Christian Gottlob August Bergt
August Bergt war ein beliebter und vielseitiger Komponist, der den klassischen Idealen verpflichtet blieb. Neben seiner Arbeit als Organist in Bautzen beeinflusste er das städtische Musikleben und prägte durch seine Tätigkeit am Landständischen Lehrerseminar Bautzen die erste Generation seminaristisch gebildeter Lehrer in Ostsachsen. – Bergt wurde am 17.6.1771 in Oederan geboren. Sein Vater war der Stadtmusiker
Johann Christian Bergt, der seine Söhne frühzeitig auf verschiedenen Instrumenten unterrichtete, um sie bei Tanzvergnügungen als Gehilfen hinzuzuziehen. So erhielt auch Bergt frühzeitig Unterricht auf der Geige, der Bratsche, dem Violoncello und dem Horn sowie Orgelunterricht beim Oederaner Kantor
Johann Christoph Willisch, durch dessen Fürsprache er ein Stipendium zum Besuch der Kreuzschule in Dresden erhielt. Seit 1785 konnte er dort seine humanistische Bildung und unter Kreuzkantor Christian Ehregott Weinlig seine musikalischen Kenntnisse erweitern. Nach der ehrenvollen Entlassung am 25.5.1791 trug er sich in die Matrikel der Universität Leipzig als Theologiestudent ein. – Die Studienjahre waren entbehrungsreich, in musikalischer Hinsicht aber sehr fruchtbar. Bergt erhielt Unterricht vom Thomaskantor Johann Adam Hiller und vom Gewandhauskapellmeister Johann Gottfried Schicht. Neben ersten Kompositionen standen jedoch die theologischen Studien im Vordergrund. Am 28.1.1795 schloss Bergt sein Studium als Kandidat der Theologie ab und bereitete sich in Kleinzschocher bei Leipzig auf das Examen vor. Dieses absolvierte er im September 1795 in Dresden und nahm zunächst eine Hauslehrerstelle bei einem Gasthofbesitzer in Möckern bei Leipzig an. Dessen Lokal war eine beliebte Ausflugsgaststätte der gebildeten Leipziger Bevölkerung, in deren Kreisen Bergt anregende Stunden verbrachte. Er komponierte das Singspiel „List gegen List“, was vor Ort erfolgreich uraufgeführt wurde. Danach wurde Bergt Hauslehrer beim Pfarrer Christian Gottlieb Schmidt in Schönefeld. Hier befreundete er sich mit dem Kantor
Carl Heinrich Pögner und vervollkommnete sein Orgelspiel. Förderlich war dabei auch die räumliche Nähe zu Leipzig. Langsam reifte sein Entschluss, sich ganz der Musik zuzuwenden. Sein Oratorium „Der sterbende Christ am Charfreitag“ gelangte 1798 mit sehr großem Erfolg in Leipzig zur Uraufführung, woraufhin sich Leipziger Musikverlage bereit erklärten, seine Werke zu drucken. – Im November 1801 bewarb Bergt sich um die Organistenstelle von St. Petri in Bautzen. Da er sich durch seine Kompositionen schon einen Namen gemacht hatte, erhielt er vor mehreren Bewerbern den Vorzug und konnte am 25.2.1802 seinen Dienstvertrag mit der Stadt Bautzen unterzeichnen. Der schmale jährliche Lohn betrug 100 Taler sowie einige Naturalien und Zuzahlungen für Hochzeiten und Begräbnisse. Zusätzlich gab er Privatunterricht und bot weiterhin seine Kompositionen den Leipziger Musikverlagen an. Auch erbot er sich, die neuesten Musikwerke für die Hausmusik zu bearbeiten. Z.B. arrangierte er für Breitkopf & Härtel 1809 die 6. Sinfonie von Ludwig van Beethoven für Flöte und Klavier, drang jedoch darauf, dass sein Name bei dieser Notenausgabe nicht genannt wurde. – Künstlerisch unbefriedigend blieb für Bergt das Organistenamt, das sich auf die Choralbegleitung beschränkte. Auch wies die Weller-Orgel der Petri-Kirche einige Schäden auf. Als 1813 im Zusammenhang mit der Schlacht bei Bautzen italienische Soldaten in der Kirche untergebracht wurden, demolierten diese die Innenausstattung und auch die Orgel. Erst 1815 wurde sie notdürftig wiederhergestellt. Bergt schrieb viele Eingaben an den Rat der Stadt, um eine gründliche Reparatur zu erreichen - jedoch vergeblich. Erst nachdem die Orgel 1835 ganz unbrauchbar geworden war, wurde eine Reparatur veranlasst. Das voll klingende Werk erlebte Bergt nicht mehr. – Bergt bereicherte das Bautzener Musikleben, indem er nach dem Leipziger Vorbild öffentliche Konzerte organisierte. Diese erfreuten sich großer Beliebtheit bei der gebildeten Bautzener Bevölkerung. Sie boten Bergt die Gelegenheit, seine eigenen Werke darzubieten. 1804 bis 1811 wurden Opern und Sinfonien Bergts auch im Bautzener Schauspielhaus aufgeführt. Unermüdlich komponierte er Tanzfolgen unterschiedlichster Besetzung für die Bälle der bürgerlichen Gesellschaften „Ressource“ und „Societät“. Bergt stand auch der Freimaurerloge „Zur Goldenen Mauer“ nahe, war jedoch kein Mitglied. – Seit 1809 machte sich eine chronische Krankheit bemerkbar, die Bergt immer wieder starken Kopfschmerz verursachte. Zudem brachten die Napoleonischen Kriege für Bautzen starke Belastungen durch Truppendurchmärsche, Einquartierungen und Tributzahlungen mit sich. Bergts Nebeneinkünfte gingen in dieser Zeit drastisch zurück. Einträglichere Stellenangebote, z.B. das Organistenamt an der Katholischen Hofkirche in Dresden, schlug Bergt wegen seiner angegriffenen Gesundheit aus. Erst 1817 erhöhte der Stadtrat sein Jahresgehalt auf 200 Taler. Demgegenüber stand seine allgemeine Anerkennung als beliebter Komponist. Ernst Ludwig Gerber widmete ihm einen Eintrag in seinem „Neuen Historisch-Biographischen Lexikon der Tonkünstler“. Leider gab Gerber mit 1772 ein falsches Geburtsjahr an, welches bis heute in verschiedenen Publikationen über Bergt zu finden ist. – Im Oktober 1817 wurde das Landständische Lehrerseminar in Bautzen gegründet und Bergt als Musiklehrer mit 100 Talern Jahresgehalt berufen. Der Musikunterricht umfasste Generalbass, Gesang, Orgel und Violine. Bei Bedarf unterrichtete der vielseitig gebildete Bergt auch andere Fächer und prägte seine Schüler im Sinne der Aufklärung. Für die Seminaristen entstanden zahlreiche instruktive Kompositionen, hauptsächlich Chorwerke. Bis 1837 bildete Bergt 98 deutsche und 39 sorbische junge Männer als Lehrer-Kantoren für die Volksschulen der Oberlausitz aus. Seine Unterrichtserfahrungen fasste er 1832 in dem Büchlein „Etwas zum Choral und dessen Zubehör“ zusammen. Dessen Fortsetzung „Briefwechsel eines alten und jungen Schulmeisters über allerhand Musikalisches“ wurde erst nach Bergts Tod von seinem Freund Carl Gottlieb Hering veröffentlicht. – 1826 gaben drei Pfarrer der St.-Petri-Gemeinde das „Budissiner Gesangbuch“ neu heraus. Dazu legte Bergt handschriftlich ein „Choralbuch“ an, welches bis etwa 1890 das wichtigste Arbeitsmittel der Organisten von St. Petri war. Dieses Choralbuch ist im Notenarchiv der evangelisch-lutherischen St.-Petri-Gemeinde Bautzen vollständig erhalten und gibt interessante Einblicke in die kirchenmusikalische Praxis des 19. Jahrhunderts. – Auf Bitten der umliegenden Kantoren komponierte Bergt leicht ausführbare Kirchenmusiken. Insbesondere für die katholische Gemeinde St. Petri entstanden viele Messen, die klanglich genau auf die akustischen Verhältnisse in der St.-Petri-Kirche abgestimmt sind. In Abschriften seines Schülers
Karl Wolf sind diese noch vorhanden. – Bergt blieb unverheiratet und lebte bescheiden. Seine Mietwohnung umfasste eine Küche, eine Stube, eine Kammer und einen Alkoven als Abstellraum. Das Mobiliar gehörte größtenteils seinem Vermieter. Oft war er zum Mittagessen bei Bautzener Familien eingeladen. Die Abende verbrachte er gern gesellig im Wirtshaus. Als freundlicher und kluger Mensch war er sehr geschätzt bei seinen Zeitgenossen. – Am 22.1.1837 erlitt Bergt einen Schlaganfall, von dem er sich trotz ärztlicher Bemühungen nicht erholte. Er starb am 10.2.1837. In seinem Nachlass fanden sich Berge von Notenmanuskripten, aber nur wenige Groschen bares Geld. Sein Notennachlass umfasste 21 Oratorien und große Kantaten, neun Messen, fünf Te Deums, elf Hymnen, 14 Psalmen, 14 Opern und Operetten, 18 Sinfonien, 29 Konzerte und Piecen für Instrumente und Orchester, 22 Sonaten, Duette, Terzette, Quartette und Quintette für Instrumente und Klavier, 54 Trios und Quartette für Streich- und Blasinstrumente, 512 Motetten und Gesänge für Chor und 151 Musiken für Orgel. 1841 wurde der Nachlass versteigert. Dadurch zerstreuten sich seine Manuskripte, vieles ist bis heute verschollen. Interessante Manuskripte befinden sich in verschiedenen Archiven, u.a. in der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, im Stadtmuseum Bautzen und im Domstiftlichen Archiv St. Petri Bautzen, darunter ein Requiem und sieben Messen. – Freunde, Schüler und Verehrer bemühten sich, das Grab von Bergt mit einem Denkmal zu schmücken. Ein Konzert mit dem Requiem von Bergt wurde veranstaltet und sein Bildnis zu diesem Zweck lithografiert und verkauft. Das Grabmal konnte 1838 errichtet werden und ist noch heute auf dem Taucherfriedhof in Bautzen zu sehen. – Einige Werke Bergts wurden in jüngerer Vergangenheit wieder aufgeführt, so etwa seine „Messe in Es“ 2020. 2025 transkribierte der Bautzener katholische Domkantor
Kamil Maksymilian Kulawik das Requiem von Bergt aus einer Abschrift und führte es am 2.11.2025 im Dom St. Petri auf.
Quellen Sächsisches Staatsarchiv - Staatsfilialarchiv Bautzen, 50347 Stadt Bautzen, Nr. 32 Nachlass des Christian Gottlob August Bergt; Evangelisch-Lutherisches Kirchspiel Bautzen, Archiv, Choralbuch 1826.
Werke Musik (nur gedruckte Werke): Der sterbende Christ am Charfreitag, 1798; 3 Sonatinen für Klavier, Violine und Cello, op. 1, Leipzig 1802; Variationen für Klavier über „God save the King“, Leipzig 1803; Terzette für drei Singstimmen und Klavier, 8 Hefte, Leipzig 1804-1819; Operette „List gegen List“, Klavierauszug, Leipzig 1806; Doppelkonzert für Klarinette, Fagott und Orchester, Leipzig 1809; Friedensblumen, Bautzen 1810; Sachsens Friedensfeier, Dresden ca. 1810; Gesänge für zwei Tenor- und zwei Bass-Stimmen, Lieferung I-III, op. 7, Leipzig 1810/1811; Die Freiheit des Menschen für Singstimme und Klavier, op. 9, Leipzig 1811/1812; Christus durch Leiden verherrlicht, Oratorium in zwei Teilen, op. 10, Leipzig 1812/1819; 6 Tänze für Klavier zu vier Händen, op. 11, Leipzig ca. 1812; Sinfonie für Flöte, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, 2 Violinen, Viola und Bass in B-Dur, op.12, Leipzig 1811; Herr Gott, dich loben wir, op. 13, Leipzig um 1816; Drei auserwählte Lieder, op. 14, Leipzig (verschollen); Vierstimmige Gesänge für 2 Soprane, Tenor, Bass und Pianoforte, op. 15, Leipzig 1817; Seht den Frühlingsbach, op. 16, Leipzig ca. 1818; Hymnus „So weit der Sonne Strahlen glänzen“, op. 17, Leipzig 1819; Osterkantate „Christus ist auferstanden“, op. 18, Leipzig; Te deum, op. 19, Leipzig ca. 1820; Hochzeit-Cantatine nebst zwei kleineren Gesängen für vier Singstimmen mit Begleitung des Pianoforte, op. 20, Leipzig 1820; Die Christlichen Feste, Meißen; Gesänge religiösen Inhalts, Leipzig ca. 1827; Unterhaltungen für Orgelspieler, Goedsche, Meißen, 1830 (ND Ditzingen 1998); Neue Choralmelodien für das Budissiner, Dresdener und Zittauer Gesangbuch, Zittau 1837; Drey Quartetts für Männerstimmen mit Begleitung des Pianoforte, Bautzen ca. 1837; Der Glaube. Kantate für vier Singstimmen mit Orchesterbegleitung, Meißen 1838; Die Allgüte Gottes. Kantate, Meißen 1841; Sechs Sonaten, Regensburg 1890; 3 Duette für Oboen, Wilhelmshaven 1972 (ND 1997); Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, Ditzingen 1998/2012; Kleine Messe für Chor (SAB) und Orgel, Ditzingen 1998; Divertimento C-Dur für zwei Klarinetten und zwei Fagotte, Warngau 2016; Terzettino B-Dur für Flöte (Oboe, Klarinette), Klarinette und Fagott, Warngau 2016; Messe in Es, Niederjahna 2020. – Schriften: Etwas zum Choral und dessen Zubehör. Zunächst für Schullehrer-Seminarien, Leipzig/Bautzen 1832; Briefwechsel eines alten und jungen Schulmeisters über allerhand Musikalisches, hrsg. von Carl Gottlieb Hering, Zittau/Leipzig 1838.
Literatur Beschluß der Konzerte in Bautzen, in: Zeitung für die elegante Welt 25.9.1804, Sp. 919f.; E.T.A. Hoffmann, Oratorium: Christus, durch Leiden verherrlicht, in: Allgemeine Musikalische Zeitung 16/1814, Nr. 1, Sp. 5-17; Wilhelm Haan/Gottlob Leberecht Schulze, Verzeichniß aller in den königl. sächs. Landen angestellten Geistlichen, Schullehrer, Cantoren, Organisten, Kirchner und confirmirten Kinderlehrer …, Dresden 1828, S. 123; Johann Gottlieb Wilhelm Leuner, Das Landständische Lehrerseminar zu Bautzen nach seiner Gründung, seiner Entwicklung, seinem Bestande am 1. October 1867, dem Tage seines Eintritts ins zweite Halbjahrhundert, Bautzen 1867, S. 31f.; Otto Heil, Christian Gottlob August Bergt, der erste Musiklehrer des Landständischen Seminars, in: Otto Eisenschmidt (Hg.), Festschrift zur Hundertjahr-Feier des Landständischen Seminars zu Bautzen 1817-1917, Bautzen 1917, S. 95-108; Hagen Schulz, In memorian Christian Gottlob August Bergt (1771-1837). Eine biographische Skizze, in: Jahresschrift des Regionalmuseums der sächsischen Oberlausitz 3/1997, S. 5-27 (P); Michael Breugst, Christian Gottlob August Bergt. Studien zu Leben und Schaffen mit Werkverzeichnis, Hildesheim 2001 (WV, P); Evelyn Fiebiger, August Bergt - Organist, Komponist, Pädagoge, in: Klanggut 2021, Ausgabe 1, S. 40-45 (P); dies., August Bergts Choralbuch von 1826. Ein kulturhistorisches Zeugnis aus dem Archiv von St. Petri zu Bautzen, in: ebd., Ausgabe 2, S. 26-31. – ADB 2, S. 398; DBA I, II, III; DBE II 1, S. 569; Ernst Ludwig Gerber, Neues historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler, Bd. 1, Leipzig 1812, Sp. 351f.
Porträt Christian Gottlob August Bergt (1771-1837), 1838, Lithografie, Archivverbund Bautzen, Stadtarchiv, 69100 Bildarchiv, Nr. 4468 (Bildquelle).
Evelyn Fiebiger
8.1.2026
Empfohlene Zitierweise:
Evelyn Fiebiger, Artikel: Christian Gottlob August Bergt,
in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde,
https://saebi.isgv.de/biografie/482 [Zugriff 7.2.2026].
Christian Gottlob August Bergt
Quellen Sächsisches Staatsarchiv - Staatsfilialarchiv Bautzen, 50347 Stadt Bautzen, Nr. 32 Nachlass des Christian Gottlob August Bergt; Evangelisch-Lutherisches Kirchspiel Bautzen, Archiv, Choralbuch 1826.
Werke Musik (nur gedruckte Werke): Der sterbende Christ am Charfreitag, 1798; 3 Sonatinen für Klavier, Violine und Cello, op. 1, Leipzig 1802; Variationen für Klavier über „God save the King“, Leipzig 1803; Terzette für drei Singstimmen und Klavier, 8 Hefte, Leipzig 1804-1819; Operette „List gegen List“, Klavierauszug, Leipzig 1806; Doppelkonzert für Klarinette, Fagott und Orchester, Leipzig 1809; Friedensblumen, Bautzen 1810; Sachsens Friedensfeier, Dresden ca. 1810; Gesänge für zwei Tenor- und zwei Bass-Stimmen, Lieferung I-III, op. 7, Leipzig 1810/1811; Die Freiheit des Menschen für Singstimme und Klavier, op. 9, Leipzig 1811/1812; Christus durch Leiden verherrlicht, Oratorium in zwei Teilen, op. 10, Leipzig 1812/1819; 6 Tänze für Klavier zu vier Händen, op. 11, Leipzig ca. 1812; Sinfonie für Flöte, 2 Klarinetten, 2 Fagotte, 2 Hörner, 2 Trompeten, Pauken, 2 Violinen, Viola und Bass in B-Dur, op.12, Leipzig 1811; Herr Gott, dich loben wir, op. 13, Leipzig um 1816; Drei auserwählte Lieder, op. 14, Leipzig (verschollen); Vierstimmige Gesänge für 2 Soprane, Tenor, Bass und Pianoforte, op. 15, Leipzig 1817; Seht den Frühlingsbach, op. 16, Leipzig ca. 1818; Hymnus „So weit der Sonne Strahlen glänzen“, op. 17, Leipzig 1819; Osterkantate „Christus ist auferstanden“, op. 18, Leipzig; Te deum, op. 19, Leipzig ca. 1820; Hochzeit-Cantatine nebst zwei kleineren Gesängen für vier Singstimmen mit Begleitung des Pianoforte, op. 20, Leipzig 1820; Die Christlichen Feste, Meißen; Gesänge religiösen Inhalts, Leipzig ca. 1827; Unterhaltungen für Orgelspieler, Goedsche, Meißen, 1830 (ND Ditzingen 1998); Neue Choralmelodien für das Budissiner, Dresdener und Zittauer Gesangbuch, Zittau 1837; Drey Quartetts für Männerstimmen mit Begleitung des Pianoforte, Bautzen ca. 1837; Der Glaube. Kantate für vier Singstimmen mit Orchesterbegleitung, Meißen 1838; Die Allgüte Gottes. Kantate, Meißen 1841; Sechs Sonaten, Regensburg 1890; 3 Duette für Oboen, Wilhelmshaven 1972 (ND 1997); Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, Ditzingen 1998/2012; Kleine Messe für Chor (SAB) und Orgel, Ditzingen 1998; Divertimento C-Dur für zwei Klarinetten und zwei Fagotte, Warngau 2016; Terzettino B-Dur für Flöte (Oboe, Klarinette), Klarinette und Fagott, Warngau 2016; Messe in Es, Niederjahna 2020. – Schriften: Etwas zum Choral und dessen Zubehör. Zunächst für Schullehrer-Seminarien, Leipzig/Bautzen 1832; Briefwechsel eines alten und jungen Schulmeisters über allerhand Musikalisches, hrsg. von Carl Gottlieb Hering, Zittau/Leipzig 1838.
Literatur Beschluß der Konzerte in Bautzen, in: Zeitung für die elegante Welt 25.9.1804, Sp. 919f.; E.T.A. Hoffmann, Oratorium: Christus, durch Leiden verherrlicht, in: Allgemeine Musikalische Zeitung 16/1814, Nr. 1, Sp. 5-17; Wilhelm Haan/Gottlob Leberecht Schulze, Verzeichniß aller in den königl. sächs. Landen angestellten Geistlichen, Schullehrer, Cantoren, Organisten, Kirchner und confirmirten Kinderlehrer …, Dresden 1828, S. 123; Johann Gottlieb Wilhelm Leuner, Das Landständische Lehrerseminar zu Bautzen nach seiner Gründung, seiner Entwicklung, seinem Bestande am 1. October 1867, dem Tage seines Eintritts ins zweite Halbjahrhundert, Bautzen 1867, S. 31f.; Otto Heil, Christian Gottlob August Bergt, der erste Musiklehrer des Landständischen Seminars, in: Otto Eisenschmidt (Hg.), Festschrift zur Hundertjahr-Feier des Landständischen Seminars zu Bautzen 1817-1917, Bautzen 1917, S. 95-108; Hagen Schulz, In memorian Christian Gottlob August Bergt (1771-1837). Eine biographische Skizze, in: Jahresschrift des Regionalmuseums der sächsischen Oberlausitz 3/1997, S. 5-27 (P); Michael Breugst, Christian Gottlob August Bergt. Studien zu Leben und Schaffen mit Werkverzeichnis, Hildesheim 2001 (WV, P); Evelyn Fiebiger, August Bergt - Organist, Komponist, Pädagoge, in: Klanggut 2021, Ausgabe 1, S. 40-45 (P); dies., August Bergts Choralbuch von 1826. Ein kulturhistorisches Zeugnis aus dem Archiv von St. Petri zu Bautzen, in: ebd., Ausgabe 2, S. 26-31. – ADB 2, S. 398; DBA I, II, III; DBE II 1, S. 569; Ernst Ludwig Gerber, Neues historisch-biographisches Lexikon der Tonkünstler, Bd. 1, Leipzig 1812, Sp. 351f.
Porträt Christian Gottlob August Bergt (1771-1837), 1838, Lithografie, Archivverbund Bautzen, Stadtarchiv, 69100 Bildarchiv, Nr. 4468 (Bildquelle).
Evelyn Fiebiger
8.1.2026
Empfohlene Zitierweise:
Evelyn Fiebiger, Artikel: Christian Gottlob August Bergt,
in: Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde,
https://saebi.isgv.de/biografie/482 [Zugriff 7.2.2026].