Muka (Mucke) Korla Arnošt (Karl Ernst)
Lehrer, Sorabist, Linguist, Volkskundler
* 10.3.1854 Großhänchen (sorb. Wulki Wosyk) 10.10.1932 Bautzen (sorb. Budyšin)
VJan Jurij (Johann Georg) (1824-1875), GutsbesitzerMMarja, geb. Mitaš (1832-1894)GMarja Augusta; Korla Jurij (Karl Georg); Maria Wilhelmine; Korla Gustaw (Karl Gustav) (1856-1929); Marja Amalie (1858-1915); Marja Terezija (1862-1928) 1.1881 Luise Klementine, geb. von Rekitschkow († 1893) 2.1894 Aloisia Valentina, geb. Irmlerová
GND: 118585614

M., der wahrscheinlich bedeutendste Sorabist des frühen 20. Jahrhunderts, studierte 1874 bis 1879 Theologie, Altphilologie und Slawistik in Leipzig und 1875 kurzzeitig in Jena. Nach seiner Promotion im Altgriechischen (1878) war er zunächst als Hilfslehrer in Zittau, später, nach kurzem Aufenthalt in Bautzen, als ordentlicher Gymnasialprofessor in Chemnitz (1883-1887) und Freiberg (1887-1916) tätig, bis er schließlich 1917 nach Bautzen zurückkehrte, wo er im Ruhestand lebte. Hier publizierte er weiter bis zu seinem Tod und engagierte sich für die Belange der Sorben. – M.s Lehrer und wichtigste Bezugsperson außerhalb der Lausitz war der Slawist August Leskien, der ihn am stärksten bei seinen sprachwissenschaftlichen Studien und Publikationen unterstützte. Während seines Studiums lernte M. auch andere Vertreter der damals in Leipzig entstehenden „junggrammatischen Schule“ sowie weitere herausragende Slawisten und Linguisten wie Franz Xaver Miklosich kennen, die seinen Zugang zur Sprachwissenschaft prägten. Bereits 1887 wurde M.s „Historische und vergleichende Laut- und Formenlehre der niedersorbischen (niederlausitzisch-wendischen) Sprache“ vom späteren Herausgeber, der Jablonowskischen Gesellschaft, ausgezeichnet. Die Besonderheit dieser Grammatik lag in der Einbeziehung der neuesten linguistischen Erkenntnisse und Theorien, der komparatistischen Methode und der Nähe zur Volkssprache des Nieder-, aber auch des Obersorbischen. Damit trug M. gemeinsam mit Bogumił Šwjela (Gotthold Schwele) entscheidend zur Normierung der niedersorbischen Sprache bei. Höhepunkt von M.s wissenschaftlichem Wirken war sein „Słownik dolnoserbskeje rěcy a jeje narěcow“ (Wörterbuch der niedersorbischen Sprache und ihrer Dialekte, 1911-1928), das nicht nur linguistisch, sondern auch historisch-ethnografisch von besonderem Wert ist, da es, weitgehend frei von Neologismen und Analogien, den damaligen realen Stand des Niedersorbischen mit all seinen Dialekten widerspiegelt. Anerkennung erlangte M. auch bei der Erforschung des seinerzeit bereits über ein Jahrhundert als ausgestorben geltenden Dravänopolabischen im Lüneburger Wendland. – Als Mitglied der „Maćica Serbska“ (seit 1874) wurde M. bald einer ihrer wichtigsten Vertreter. Hier hatte er v.a. in Michał Hórnik (Michael Hornig) einen Förderer, der ihn zur Publikation der „Frenceliana“, der Schriften Abraham Frentzels zu sorbischen Themen, und zu Sammlungen und Studien zur sorbischen Ethnografie und Ethnologie animierte. Hervorzuheben ist die „Statistika Serbow“ (Statistik der Sorben, 1884-1886, in Nachträgen 1894-1900), die z.T. auf eigenständigen Forschungen während der Wanderungen M.s und seiner Mitarbeiter durch beide Lausitzen beruht. Sie spiegelt das gesamte damalige Leben der Sorben wider und war seinerzeit die genaueste Darstellung der Verhältnisse, wodurch sie im In- und Ausland viel Beachtung fand. Sie beinhaltet nicht nur statistische Daten, sondern auch Beschreibungen zur materiellen Volkskultur wie etwa der Bauweise oder den Trachten. Mit der Einbeziehung und Lokalisierung von Personen- und Familiennamen lieferte M. neben Grammatik und Wörterbuch Grundlagen zur westslawischen Onomastik, Sprachgeografie und Dialektologie. Weitere Studien zur Heimat- sowie Ortsnamen- und Personennamenkunde der Lausitz folgten, die vorwiegend in der „Slavia Occidentalis“ und dem „Časopis Maćicy Serbskeje“ [Zeitschrift der Maćica Serbska] erschienen. Darin versuchte M. die historischen Grenzen des sorbischen Sprachgebiets darzustellen und wählte bereits eine moderne, über den formalen Ansatz der Junggrammatiker hinausgehende semantische Systematisierung der Namen, die neben linguistischen und volkskundlichen Erkenntnissen auch solche zur frühen Siedlungs- und Sozialgeschichte hervorbrachte. Mit der Statistik, aber auch mit seinen Sammlungen sorbischer Volkslieder, Volksmärchen, Sagen und Sprichwörter leistete M. Grundlegendes für die sorbische Volkskunde. Hierbei war ihm deren praktische Funktionalität besonders wichtig, da er durch die direkte Beschäftigung mit dem Alltag der Sorben auf das Volk einwirken und dessen national-kulturelles Bewusstsein stärken konnte. Theoretische und methodische Grundlagen eignete er sich besonders durch die Freundschaft mit Adolf Černý und Ludvík Kuba an. Es ist M.s Verdienst, dass viele bereits vorhandene Materialsammlungen veröffentlicht werden konnten, so Jan Radyserb-Wjelas (Johann Wehle) „Sprichwörter und Reime“ (1902) oder die Sammlungen von Handrij Zejler (Andreas Seiler) (im „Časopis Maćicy Serbskeje“ 1883, 1888), die noch heute wissenschaftlich unverzichtbar sind. Weiterhin organisierte M. 1896 die - äußerst erfolgreiche - erste sorbische ethnografische Ausstellung in Dresden und begründete 1900 das Wendische Museum (später Sorbische Museum) in Bautzen. M.s national-kulturelle Bemühungen waren besonders fruchtbar in seiner ersten Bautzener Zeit, wo er in direkter Verbindung mit Jakub Bart-Ćišinski (Jakob Barth) und weiteren Vertretern der „jungsorbischen Bewegung“ stand. Er redigierte hier ihr Sprachrohr, die „Lipa Serbska“ (Sorbische Linde) (1876/77), und vereinigte diese mit der Zeitschrift „Łužičan“ (Lausitzer) zur „Łužica“ (Lausitz), deren Hauptredakteur er 1882 bis 1886 war und die er noch bis 1908 mitredigierte. Die Vereinigung beider Zeitschriften war Ausdruck von M.s Vermittlerrolle im durchaus spannungsgeladenen Konflikt zwischen der jungen und älteren sorbischen Gelehrtengeneration. Deutlich wird daran, wie schwierig die finanzielle Absicherung der sorbischen Zeitschriften war. Dies galt ebenso für eines seiner wichtigsten Anliegen, den Bau des Hauses der "Maćica". Ab 1880 sammelte er, aufgrund mangelnder Unterstützung deutscher staatlicher Institutionen, in der Lausitz und im Ausland Spenden, was ihm harsche Kritik von Teilen der deutschen Presse einbrachte. M. beschaffte über 250.000 Goldmark auf eigene Initiative und konnte schließlich am 26.9.1904 die Eröffnung des Hauses der Sorben in Bautzen als offizieller Mitbegründer erleben. – Fast während seiner gesamten Lehrertätigkeit sah sich M. mit der geringen Akzeptanz des Sorbischen und dem Unverständnis vieler Deutscher über sein Engagement für die Sorben konfrontiert, was ihn u.a. zum Ziel von Verleumdungskampagnen Zeitungen (1907-1910) werden ließ. Es ist v.a. seiner Anerkennung in wissenschaftlichen Kreisen im In- und Ausland, aber auch seinen ständigen Loyalitätsbekundungen gegenüber dem sächsischen Staat zu verdanken, dass ihm ein stetiger Karriereaufstieg bis zum Konrektor (1911) und Studienrat (1913) am Freiberger Gymnasium gelang, dessen Höhepunkt bei seiner vorzeitigen krankheitsbedingten Pensionierung 1916 die Verleihung des Ritterkreuzes des Albrechtsordens ersten Rangs war. Andererseits wurde er 1919 im Zusammenhang mit dem Prozess gegen den Sorbischen Nationalausschuss um Arnošt Bart (Ernst Barth) wegen Landesverrats zu Unrecht mitangeklagt und zu einer später teilweise revidierten Haft- und Geldstrafe verurteilt, obwohl er sich nie politisch betätigt hatte. – M.s Bedeutung widerspiegelt sich in zahlreichen Ehrungen und Mitgliedschaften in in- und ausländischen wissenschaftlichen Vereinen und Akademien. Er gehörte u.a. der Polnischen Akademie der Wissenschaften, der Königlich Böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften, der Petersburger Akademie der Wissenschaften an und war Mitglied im Landesverein Sächsischer Heimatschutz, im Deutschen und Österreichischen Alpenverein sowie Mitinitiator des Vereins für sächsische Volkskunde (1896). Stellvertretend für die vielfachen Ehrungen von sorbischer Seite seien seine erste Ehrenmitgliedschaft in der „Societas Slavica Budissinensis“ (1879), aber auch die außerordentlichen Sitzungen der „Maćica Serbska“ und die Festausgaben der Zeitschrift „Łužica“ zu M.s 50., 60., 70. und 75. Geburtstag sowie der Ehrenvorsitz in der „Maćica Serbska“ (1922) genannt. Bei seinem Tod wurden außer in der Lausitz Trauerfeierlichkeiten in Prag und Zagreb abgehalten.


M., najskerje najwuznamniši sorabist zažneho 20. lětstotka, studowaše wot 1874 do 1879 teologiju, klasiske rěče a slawistiku w Lipsku a 1875 krótkodobnje w Jenje. Po swojej promociji w starogrjekšćinje (1878) skutkowaše najprjedy jako pomocny wučer w Žitawje, pozdźišo, po krótkim přebywanju w Budyšinje, jako porjadny gymnazialny profesor w Kamjenicy (1883-1887) a Freibergu (1887-1916), doniž so 1917 do Budyšina njenawróći, hdźež bě jako wuměnkar žiwy. Tu publikowaše dale hač do swojeje smjerće a angažowaše so za serbske naležnosće. – M.owy wučer a za njeho najwažniša wosoba zwonka Łužicy bě slawist August Leskien, kotryž jeho při rěčewědnych studijach a wozjewjenjach podpěrowaše. Za čas swojeho studija zezna so M. tež z dalšimi zastupjerjemi tehdom w Lipsku nastawaceje „młodogramatiskeje šule“ kaž tež z wurjadnymi slawistami a lingwistami kaž Francom Xaverom Miklošičom, kotřiž jeho přistup k rěčewědźe wowliwowachu. [Mjez nimi móžeše so wón skónčnje sam etablěrować.] Hižo 1887 so M.owa delnjoserbska gramatika „Historische und vergleichende Laut- und Formenlehre der niedersorbischen (niederlausitzisch-wendischen) Sprache“ (1891) wot pozdźišeho wudawarja, Towarstwa Jabłonowskich, wuznamjeni. Wosebitosć tuteje gramatiki bě zapřijeće najnowšich lingwistiskich dopóznaćow a teorijow, komparatistiskeje metody a ludoweje rěče delnjo-, ale tež hornjoserbšćiny. Z tym přinošowaše M. zhromadnje z Bogumiłom Šwjelu rozsudnje k normowanju delnjoserbskeje rěče. Wjeršk M.oweho wědomostneho skutkowanja bě jeho „Słownik dolnoserbskeje rěcy a jeje narěcow“ (1911-1928), kotryž nima jenož lingwistisce, ale tež historisko-etnografisce wysoku hódnotu, dokelž wotbłyšćuje – do dalokeje měry bjez neologizmow a analogijow – tehdomniši realny staw delnjoserbšćiny ze wšěmi jeje dialektami. Připóznaće zdoby sej M. tohorunja při wuslědźenju drjewjanopołobskeje rěče w Lüneburgskim Wendlandźe, kotraž płaćeše za jeho čas hižo lětstotk jako wotemrěta. – Jako čłon Maćicy Serbskeje (wot 1874) bu M. bórze jedyn z jeho najwažnišich reprezentantow. Tu měješe předewšěm w Michale Hórniku spěchowarja, kotryž jeho k publikowanju „frencelianow“, t. r. spisow Abrahama Frencela wo serbskich temach, a k zběrkam a studijam wo serbskej etnografiji a etnologiji animěrowaše. Wuzběhnyć ma so „Statistika Serbow“ (1884-1886, w dodawkach 1894-1900), kotraž złožuje so zdźěla na samostatne slědźenja za čas pućowanjow M. a jeho přidźěłarjow po woběmaj Łužicomaj. Wona špiheluje cyłkowne tehdyše žiwjenje Serbow a bě za swój čas najdokładniše předstajenje poměrow, z čimž w tu- a wukraju wjele připóznaća žněješe. Wona njewobsahuje jenož statistiske daty, ale zdobom wopisowanja k materielnej ludowej kulturje kaž na př. twarstwa abo narodnych drastow. Ze zapřijimanjom a lokalizaciju wosobowych a swójbnych mjenow podawaše M. nimo gramatiki a słownika zakłady za zapadosłowjansku onomastiku, rěčnu geografiju a dialektologiju. Dalše pojednanja k domiznowědźe kaž tež k wědźe wo městnostnych a wosobowych mjenach we Łužicy sćěhowachu, kotrež so wosebje w časopisu „Slavia Occidentalis“ a w „Časopisu Maćicy Serbskeje“ wozjewichu. W nich spyta M. hranicy serbskeho rěčneho ruma znazornić a rozsudźi so hižo za moderne, formalny narok młodogramatikarjow přesahowace semantiske systematizowanje mjenow, kotrež nimo lingwistiskich dopóznaćow tež tajke wo zažnych wobsydlenskich a socialnych stawiznach posrědkowaše. Ze statistiku, ale tež ze zběrkami serbskich ludowych spěwow, bajkow, powěsćow a přisłowow stwori M. zakłady tež za serbsku ludowědu. Při tym bě jemu praktiska funkcionalnosć wažna, dokelž móžeše přez direktnu zaběru ze wšědnym dnjom Serbow lud wowliwować a jeho narodno-kulturne wědomje sylnić. Teoretiske a metodiske zakłady přiswoji sej wosebje přez přećelstwo z Čechomaj Adolfom Černým a Ludvíkom Kubu. Je to M.owa zasłužba, zo móžachu so mnohe hižo předležace materielne zběrki wozjewić, tak Jana Radyserba-Wjelowe „Přisłowa a přisłowne hrónčka a wusłowa Hornjołužiskich Serbow“ (1902) abo zběrki Handrija Zejlerja (w „Časopisu Maćicy Serbskeje“ 1883, 1888), kotrež su do dźensnišeho wědomostnje njeparujomne. Dale organizowaše M. 1896 prěnju - nimoměry wuspěšnu - etnografisku wustajeńcu w Drježdźanach a załoži lěta 1900 Serbski muzej w Budyšinje. M.owe narodno-kulturne prócowanja běchu wosebje płódne w jeho prěnim Budyskim času, hdyž steješe w direktnym zwisku z Jakubom Bartom-Ćišinskim a dalšimi zastupjerjemi młodoserbskeho hibanja. Wón redigowaše tu jich organ, „Lipu Serbsku“ (1876/77), a zjednoći jón z časopisom „Lužičan“ k „Łužicy“, kotrejež hłowny redaktor bě wot 1882 do 1886 a kotruž wón hišće do lěta 1908 sobu redigowaše. Zjednoćenje wobeju časopisow bě wuraz M.oweho posrědnistwa w konflikće mjez młodej a staršej generaciju serbskeje inteligency. Na tym je spóznać, kak ćežke bě financielne zawěsćenje serbskich časopisow. To płaćeše tež za jednu z jeho najwažnišich naležnosćow, twar Maćičneho domu. Wot 1880 zběraše, při njedosahacej podpěrje němskich statnych institucijow, we Łužicy a we wukraju dary, štož wuwoła zdźěla wótru kritiku w němskich nowinach. M. nahromadźi wjace hač 250.000 złotych markow ze swójskeje iniciatiwy a móžeše na kóncu dnja 26.9.1904 wotewrjenje Serbskeho domu w Budyšinje jako oficielny sobuzałožer dožiwić. – Nimale za wšón čas swojeho wučerjenja widźěše so M. ze snadnej akceptancu serbskosće a z njezrozumjenjom mnohich Němcow hladajo na angažement za Serbow konfrontowany, přez kotryž bu wón z cilom přisłodźerskich kampanjow němskich nowin (1907-1910). Dźakowano předewšěm jeho připóznaću we wědomostnych kruhach w tu- a wukraju, ale tež jeho stajnym zwuraznjenjam loyalnosće porno sakskemu statej poradźi so jemu stajny postup karjery hač ke konrektorej (1911) a studijnemu radźe (1913) na Freibergskim gymnaziju, kotrehož wjeršk bě při jeho dočasnym pensionowanju 1916 spožčenje ryćerskeho křiža Albertoweho rjadu prěnjeje klasy. Na druhej stronje so wón 1919 w zwisku z procesom přećiwo Serbskemu narodnemu wuběrkej wokoło Arnošta Barta krajneje přerady dla z njeprawom sobu wobskorži a k pozdźišo zdźěla rewiděrowanemu jastwowemu a pjenježnemu chłostanju zasudźi. – M.owy wuznam wotbłyšćuje so w mnoholičbnych počesćenjach a sobustawstwje w tu- a wukrajnych towarstwach a akademijach. Wón přisłušeše mj. dr. Pólskej akademiji wědomosćow, Kralowskej čěskej towaršnosći wědomosćow, Petersburgskej akademiji wědomosćow a bě čłon Krajneho towarstwa za sakski domiznoškit, Němskeho a Awstriskeho alpskeho towarstwa kaž tež sobuiniciator Towarstwa za saksku ludowědu (1896). Jako přikłady za jeho mnohe počesćenja wot serbskeho boka njech su jeho čestne čłonstwo w Societas Slavica Budissinensis (1879), ale tohorunja wurjadne posedźenja Maćicy Serbskeje a swjedźenske wudaća časopisa „Łužica“ k M.owym 50., 60., 70., a 75. narodninam kaž tež čestne předsydstwo w Maćicy Serbskej (1922) mjenowane. Při jeho smjerći wotměwachu so žarowanske swjatočnosće nimo we Łužicy tež w Praze a Zagrebje.


W  De dialectis Stesichori, Ibyci, Simonidis, Bacchylidis aliorumque poetarum choricorum cum Pindarica comparatis, Diss. Leipzig 1879 [MS]; Frenceliana, in: Časopis Maćicy Serbskeje 33/1880, S. 36-44, 34/1881, S. 117-121, 35/1882, S. 22-52, 43/1890, S. 97-111; Statistika Serbow [Statistik der Sorben], in: ebd. 37/1884, S. 129-159, 38/1885, S. 3-120, 39/1886, S. 3-241, 53/1900, S. 80-103; Historische und Vergleichende Laut- und Formenlehre der niedersorbischen (niederlausitzisch-wendischen) Sprache, Leipzig 1891; Die Lüneburger Wenden in Geschichte, Volkstum und Sprache, Hannover 1908; Přinoški k stawiznam přeněmčenych stron Delnjeje Lužicy [Beiträge zur Geschichte der eingedeutschten Gegenden der Niederlausitz], in: Časopis Maćicy Serbskeje 1911, S. 33-131; Słownik dolnoserbskeje rěcy a jeje narěcow [Wörterbuch der niedersorbischen Sprache und ihrer Dialekte], 2 Bde., St. Petersburg/Prag 1911-1928; Bausteine zur Heimatkunde des Kreises Luckau, Luckau 1918; Serbske městne mjena a jich woznam [Sorbische Flurnamen und ihre Bedeutung], in: Slavia Occidentalis 3/4/1925, S. 146-187, 5/1926, S. 1-66; Serbske ležownostne mjena a jich woznam [Sorbische Flurnamen und ihre Bedeutung], in: ebd. 6/1927, S. 225-253, 8/1929, S. 83-156.

L  O. Wićaz, Dr. Arnošt M., Bautzen 1924; J. Petr, Arnošt M. Žiwjenje a skutkowanje serbskeho prócowarja [Ernst M. Leben und Wirken eines sorbischen Patrioten], Bautzen 1978. – DBA I, II, III; DBE 7, S. 238; NDB 18, S. 256f.; J. Šołta/P. Kunze/F. Šĕn (Hg.), Nowy biografiski słownik k stawiznam a kulturje Serbow [Neues biografisches Lexikon zur Geschichte und Kultur der Sorben], Bautzen 1984, S. 400f. (Bildquelle).



Michael Nuck
31.7.2007


Empfohlene Zitierweise:

Michael Nuck, Muka (Mucke), Korla Arnošt (Karl Ernst), in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (28.4.2017)

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