Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte A. eine Schlosserlehre. 1908 trat er in die SPD ein und wurde aktiver Gewerkschafter sowie Mitglied im Deutschen Metallarbeiterverband (DMV). Als Zweiter Bevollmächtigter des DMV wirkte er 1920 bis 1925 in der Verwaltungsstelle des Verbands in Dresden und ab 1926 als Mitglied des erweiterten Beirats. Seit 1920 war A. darüber hinaus als Sekretär des Ortsausschusses Dresden des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbunds (ADGB) tätig. 1925 bis 1933 fungierte er als Vorsitzender des ADGB-Bezirksausschusses Sachsen. Eine Bewerbung für das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft scheiterte jedoch am Widerstand des ADGB-Bundesausschusses. 1929 wurde A. im Wahlkreis Dresden-Bautzen in den Sächsischen Landtag gewählt. Dort vertrat er die Interessen der SPD im Haushaltsausschuss und im Beirat für die Porzellanmanufaktur Meißen. Er ergriff u.a. zum Arbeitsbeschaffungsprogramm, zur Einführung des siebenstündigen Arbeitstags und der 40-Stunden Woche, für die er sich einsetzte, zu Notmaßnahmen und zu Verordnungen der Reichsregierung das Wort. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten verlor A. alle Ämter und wurde höchstwahrscheinlich von der Gestapo verhaftet. Über sein Schicksal in der NS-Zeit ist nichts bekannt. – Im Oktober 1945 hielt er auf dem Landesparteitag der SPD in Freital bei Dresden einen Vortrag über Wirtschaft und Arbeit in Sachsen. Hier trat er für privatwirtschaftliche Verhältnisse in der sowjetischen Besatzungszone ein, womit er sich den Unmut der Kommunistischen Partei zuzog. Diese verhinderte auch, dass A. Präsident der Industrie- und Wirtschaftskammer Sachsen wurde, obwohl er für diesen Posten zunächst vorgesehen war. A. ging noch im gleichen Jahr nach Berlin, wo er sich erneut politisch betätigte. Er wurde im Bezirk Berlin-Charlottenburg SPD-Kreisvorsitzender und hatte dieses Amt bis 1946 inne. Über den Zeitpunkt seines Tods herrscht bis heute Unklarheit. In der Literatur wird das Sterbedatum mit November 1949 beziffert, doch findet sich in der SPD-Zeitung „Telegraf“ eine Todesanzeige aus dem Jahr 1948.