Brinkmann Heinrich
adventistischer Pastor, Missionsvorsteher
* 29.5.1889 Groß-Ippener bei Delmenhorst 15.10.1977 Wilhelmshorst bei Potsdam(Siebenten-Tags-Adventist)
VHeinrich, LandwirtMMarie, geb. NiehausG6
GND: 139624449

B. wirkte 1936 bis 1955 als Vorsteher (Superintendent) der Freikirche der Adventisten in Sachsen (v.a. im Raum Dresden und Chemnitz/Karl-Marx-Stadt) und trug wesentlich zum Neuaufbau der adventistischen Gemeinden bei, die durch den Weltkrieg Schaden erlitten hatten. Gemeindegründungen, die Organisation der Jugendarbeit sowie Bau und Erwerb neuer Gemeindehäuser (z.B. „Waldpark“ bei Chemnitz, 1951) krönten seinen Dienst. – B. wuchs als jüngstes von sieben Kindern auf einem Bauernhof auf, erlernte das Malerhandwerk und schloss sich 1909 in Wiesbaden durch Glaubenstaufe den Adventisten an. Seine theologische Ausbildung erhielt er 1911 bis 1913 am Missionsseminar Friedensau bei Magdeburg. Als Pastor wirkte B. zunächst im Rheinland, dann 1921 bis 1925 in Leipzig, anschließend in Ostpreußen und Berlin. 1936 trat er seinen Dienst als Vorsteher der „Nordostsächsischen Vereinigung“ der Adventisten mit Sitz in Dresden an. Nach der Zerstörung Dresdens im Februar 1945 war er unermüdlich in der Stadt unterwegs und bot seine Dienste als Seelsorger an. Zahlreiche adventistische Kirchenmitglieder hatten ihr Leben verloren, viele waren obdachlos. 1949 bis zu seiner Pensionierung 1955 war B. Vorsteher der „Westsächsischen Vereinigung“ mit Sitz in Chemnitz, in einer Region mit besonderer Dichte adventistischer Ortsgemeinden.



Q  Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Friedensau, Personalakte, Gemeindechroniken.



Daniel Heinz
19.12.2005


Empfohlene Zitierweise:

Daniel Heinz, Brinkmann, Heinrich, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (30.4.2017)

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