Hambrock Friedrich
adventistischer Pastor, Missionsvorsteher
* 29.12.1890 Stöckendrebber bei Hannover 31.7.1985 Dresden(Siebenten-Tags-Adventist)
VAdolph, Landwirt, PferdezüchterMMarie, geb. Voigt
GND: 13965383X

H. wirkte 1934 bis 1954 als Missionsvorsteher in Sachsen (Chemnitz, Dresden) und war 1954 bis 1961 Vorsteher (Superintendent) der Freikirche der Adventisten in der DDR. H. zeichnete sich als erfahrener Seelsorger aus, der um Versöhnung und Ausgleich bemüht war. Grundsatztreue und selbstloser Dienst machten ihn zum Vorbild für viele jüngere Pastoren in seiner Kirche. – Von seiner Mutter im adventistischen Glauben erzogen, schloss sich H. 1906 durch Glaubenstaufe in Bremen den Adventisten an und besuchte anschließend das Missionsseminar Friedensau bei Magdeburg (1906-1909). Nach einem Einsatz als „Buchevangelist“ (Missionsschriftenverkäufer) nahm er 1910 die Arbeit als Hilfsprediger auf und wurde 1915 in Berlin von den Leitern des Missionswerks Ludwig Richard Conradi und Heinrich Franz Schuberth ordiniert. Stationen seines Diensts als Pastor waren Rostock und Schwerin (1910/11), Stralsund (1912/13), Berlin (1913-1920, mit Unterbrechungen), Dresden (1920-1926), Insterburg (1926-1929) und Königsberg (russ. Kaliningrad) (1929-1934). Seine prägenden Jahre als Missionsvorsteher verbrachte H. 1934 bis 1954 in Sachsen, wo er in der leidvollen Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs Verantwortung für die Kirche trug. Als er Chemnitz 1949 verließ, um seinen Dienst als Vorsteher in Dresden aufzunehmen, zählte die adventistische Gemeinde mit 600 Mitgliedern in dieser Stadt ihren höchsten Stand. Auch in Dresden leistete H. Aufbauarbeit, besonders bei der Errichtung des neuen Gemeindezentrums „Adventhaus“ im Stadtteil Striesen.



Q  Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, Friedensau, Personalakte, Gemeindechroniken.



Daniel Heinz
19.12.2005


Empfohlene Zitierweise:

Daniel Heinz, Hambrock, Friedrich, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (30.3.2017)

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