Otto Ernst von
Landwirt, Geologe
* 16.12.1799 Bautzen 26.12.1863 Dresden 29.12.1863 Dresden, Trinitatisfriedhof
VAdvokat und Oberkämmerer
GND: 117607479

O. besuchte das Gymnasium in Bautzen und begann 1817 das Studium der Naturwissenschaften an der Universität Leipzig. Später wandte er sich der praktischen Landwirtschaft zu und erwarb dazu das Rittergut Possendorf bei Dresden. In dieser Zeit engagierte er sich auch als Deputierter und Vorstand in landwirtschaftlichen Vereinen und befasste sich nebenher mit mineralogisch-paläontologischen Studien, die er nach Verpachtung seines Gutes 1853 intensiv vorantrieb. Er legte eine Sammlung aus Mineralien und Versteinerungen an (v.a. Pflanzenreste aus Quadersandstein), die er teilweise noch zu Lebzeiten dem Königlichen Mineralogischen Museum in Dresden schenkte; einen weiteren Teil erhielt später das dortige Königliche Polytechnikum. Er war Mitglied und aktiver Förderer zahlreicher gelehrter Gesellschaften und gehörte dem Herausgeberkollegium der im Auftrag der naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis in Dresden erscheinenden „Allgemeinen deutschen naturhistorischen Zeitung“ an.



W  Additamenta der Flora des Quadergebirges in der Gegend um Dresden, Dippoldiswalde und Meissen, enthaltend meist nicht oder wenig bekannte fossile Pflanzen, H. 1, Dippoldiswalde/Meißen 1852, H. 2, Leipzig 1854.

L  H. G. L. Reichenbach, Nekrologie: Ernst v. O., in: Sitzungsberichte und Abhandlungen der naturwissenschaftlichen Gesellschaft Isis in Dresden 1864, Dresden 1865, S. 8f.; A. Jentzsch, Die geologische und mineralogische Literatur des Königreiches Sachsen und der angrenzenden Länderteile von 1835-1873, Leipzig 1874. – ADB 24, S. 746f; DBA I.



Heinrich Kaak
1.10.2004


Empfohlene Zitierweise:

Heinrich Kaak, Otto, Ernst von, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (24.3.2017)

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