Schmidt Alexander Felix Max
Studienrat, Oberregierungsrat, Lehrer an der Kreuzschule Dresden
* 1.3.1897 Dresden Januar 1981 Dresden, Trinitatisfriedhof Johannstadt(ev.)
VFelix (1867-1946), Schlosser, KaufmannMAnna Elisabeth (1869-1949), HausfrauGMargarethe (* 1895), Sekretärin1923 Emma Margaretha, geb. Schwieder (1897-1978)SWolfgang (1928-1937); Gerhard Wolfgang Alexander (* 1940), IngenieurTGertraude Margarete, verh. Unholzer (* 1938), Psychotherapeutin
GND: 1154873498





S. war mit geringen Unterbrechungen während des Zweiten Weltkriegs und in den ersten Nachkriegsjahren 42 Jahre im Schuldienst Dresdens tätig. Während seiner Tätigkeit an der Kreuzschule hat er den Wandel der Schulatmosphäre unter fünf Rektoren erlebt: Werner Hoffmann, Benjamin Satlow, Hellmuth Ostermaier, Ursula Schinck und Gottfried Richter. – S. legte 1916 am König-Georg-Gymnasium in der Fiedlerstraße die Reifeprüfung ab und nahm danach am Ersten Weltkrieg teil, wo er durch den Hufschlag eines Pferds schwer verletzt wurde. – Nach einem Studium in München (1918) und Leipzig (1916, 1917, 1919 bis 1921) legte S. im Juli 1921 die Prüfung für das Lehramt an höheren Schulen in Leipzig für die Fächer Deutsch, Französisch und Geschichte ab. Ab September 1921 war S. zunächst an der Oberrealschule Dresden-Johannstadt, dann an der Öffentlichen Handelslehranstalt/Wirtschaftsoberschule Dresden angestellt. Hier durchlief S. die Lehrerlaufbahn vom Studienreferendar über den Studienassessor bis zum Studienrat. Im Zweiten Weltkrieg ersparte ihm seine hochgradige Kurzsichtigkeit den Einsatz an der Front, stattdessen arbeitete er zeitweilig als Dolmetscher für Französisch im Fliegerhorst Großenhain. – 1945 trat S. in die SPD ein und wurde, da er kein NSDAP-Mitglied gewesen war, Oberregierungsrat im Ministerium für Volksbildung der Landesregierung Sachsen. Hier arbeitete er in der Abteilung Fachschulen. Er verließ jedoch 1949 auf eigenen Wunsch das Ministerium aus Unzufriedenheit mit der politischen Entwicklung, die u.a. auf die Tendenzen in der Bildungspolitik seit der 1946 erfolgten Gründung der SED durch die Zwangsvereinigung von KPD und SPD zurückzuführen ist. Er kehrte in den Schuldienst zurück und ging aus eigener Wahl an die Kreuzschule. Hier war er bis zur Versetzung in den Ruhestand 1963 eine bei den Schülern beliebte und im Kollegium geachtete Persönlichkeit.



Q  Stadtarchiv Dresden, Archiv der Kreuzschule und des Dresdner Kreuzchores, Lehrerkartei; Auskunft Gertraude Unholzer; Prüfungszeugnis für das Lehramt an höheren Schulen, Privatbesitz (Gertraude Unholzer); Auskunft Hiltrud Muth.

L  S. Winterberg, Wie keine andere. Die Dresdner Kreuzschule in der DDR, Berlin 2016.



Klaus Wachtel
5.7.2018


Empfohlene Zitierweise:

Klaus Wachtel, Schmidt, Alexander Felix Max, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (19.11.2018)

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