P. stammte aus Südtirol und trat 1788 in das österreichische Heer ein. Er nahm an den Kämpfen gegen Frankreich teil und machte rasch Karriere. Dennoch entschloss er sich 1804 als Stabskapitän zum Übertritt in russische Dienste. Schon 1805 war er mit Sonderaufträgen im französischen Hinterland tätig. Als Oberst wurde er 1812 Chef eines Reiterverbandes und nahm an der Völkerschlacht bei Leipzig teil. Von Oktober 1813 bis November 1814 war P. russischer Stadtkommandant von Leipzig, 1815 bis 1818 war er für die Rückführung der russischen Truppen im Raum Leipzig-Altenburg zuständig. P. erwarb sich durch Umsicht und Organisationstalent beim Übergang von den militärischen Kämpfen zu einer zivilen Ordnung Verdienste und wurde 1814 zum Ehrenbürger von Leipzig und Altenburg ernannt. Seine gelegentlich skurrilen, in der Sprache ungewöhnlichen Proklamationen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung und zur Gestaltung des kulturellen Lebens kennzeichnen ihn als Original. 1819 kehrte er nach Russland zurück, wo er es in Kiew bis 1835 zum Generalmajor brachte.
