Hermann II.
Herr von Schönburg
um 1238 Kloster Geringswalde
VHermann I. († 1224/25), Herr von SchönburgSHermann III. [?], Deutschordensritter; Friedrich I. († 1290/91)TBertha; Agathe
GND: 139704310

H., der bereits 1215 zusammen mit seinem gleichnamigen Vater in der Umgebung des Stauferkönigs Friedrich II. erwähnt wird, stiftete am 2.1.1233 das Nonnenkloster Geringswalde, und zwar in Ausführung einer väterlichen Verfügung. Die Stiftungsurkunde ist das älteste nachgewiesene Dokument, für das ein Schönburger als Aussteller fungierte. Zugleich ist sie der älteste Beleg für das schönburgische Hauswappen. – In seiner Funktion als schönburgisches Hauskloster wurde Geringswalde großzügig ausgestattet und mit Benediktinerinnen besetzt. Die reiche Dotierung des Klosters lässt vermuten, dass H. über ausgedehnten Grundbesitz verfügte. 1237 erhielt H. von Papst Gregor IX. eine Bestätigungsbulle für die Klostergründung. Obwohl H. zu den bedeutendsten lokalen Herrschaftsträgern im Pleißenland zählte, sind für ihn keine weiteren Aktivitäten nachgewiesen. Letztmalig wird er am 3.7.1238 erwähnt. Kurz darauf scheint er gestorben zu sein.



Q  T. Schön, Geschichte des Fürstlichen und Gräflichen Gesamthauses Schönburg. Urkundenbuch, Bd. I, Stuttgart/Waldenburg 1901.

L  O. Posse, Die Urahnen des Fürstlichen und Gräflichen Hauses Schönburg, Dresden 1914; R. Hofmann, Gründung und Geschichte des Klosters Geringswalde, Waldenburg 1920; C. Müller, Schönburg. Geschichte des Hauses bis zur Reformation, Leipzig 1931, S. 24-30; W. Schlesinger, Die Schönburgischen Lande bis zum Ausgang des Mittelalters, Dresden 1935, S. 14f.



Michael Wetzel
5.10.2004


Empfohlene Zitierweise:

Michael Wetzel, Hermann II., in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (28.3.2017)

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