Brězan (Bresan) Jurij (Georg) (Pseudonym: Dušan Šwik)
sorbischer und deutscher Schriftsteller
* 9.6.1916 Räckelwitz (sorb. Worklecy) bei Kamenz 12.3.2006 Kamenz Crostwitz (sorb. Chrósćicy) bei Kamenz(kath.)
VGeorg (1887-1974), Kleinbauer, SteinbrucharbeiterMMaria, geb. Bräuer (1890-1973)GMaria, verw. Schiemann (1919-2007); Helene (1920-1959); Agnes (1924-2011); Anna (1933-1990)1948 Ludmila, geb. Heine (1922-1993)SSimon (1958-1998), Literaturhistoriker
GND: 118515276


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B. war der bekannteste und erfolgreichste sorbische Schriftsteller in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und einer der führenden Romanciers der DDR. Als Erzähler, Lyriker und Dramatiker, der in Sorbisch und Deutsch auf hohem ästhetischen Niveau schrieb, anfangs auch als Herausgeber und Übersetzer, suchte er zwischen sorbischer Kultur bzw. Tradition und (ost-)deutscher Realität zu vermitteln. Vom deutschen Gymnasium in Bautzen, das er 1927 bis 1936 besuchte, wurde er „wegen politischer Unreife“ relegiert, weshalb er das Abitur 1938 im polnischen Toruń (dt. Thorn) ablegte. Nach illegaler Arbeit in einer sorbischen Widerstandsgruppe wurde er 1938/39 in Dresden inhaftiert. Anschließend war er aufgrund eines Aufenthaltsverbots für die Lausitz in Norddeutschland als Gutsverwalter tätig, was er später in seiner Autobiografie „Mein Stück Zeit“ (1989) ausführlich kommentierte. Nach seinem Dienst in der Wehrmacht (1942-1945) und amerikanischer Gefangenschaft trat er 1946 der SED bei und wurde leitender sorbischer Jugendfunktionär; er initiierte u.a. eine Brigadebewegung zum Wiederaufbau kriegszerstörter Dörfer. Ab 1948 war er Abteilungsleiter im Sorbischen Kultur- und Volksbildungsamt der Landesregierung Sachsen im Rang eines Regierungsrats (Arbeitsgebiete: Presse, Funk und Film), ab Oktober 1949 freischaffender Autor. – B.s Stellung in den unterschiedlichen politischen Systemen ist nicht mit der Alternative Anpassung oder Widerstand zu erfassen. Die Erfahrungen mit der repressiven „Wendenpolitik“ der Nationalsozialisten, mit Krieg und Nachkriegszeit hatten ihn, der dem sorbisch-katholischen Milieu entstammte, zu marxistischen Überzeugungen geführt; den Weg zur künstlerischen Gestaltung seines ländlichen Umfelds wiesen ihm die Erinnerungen Maxim Gorkis. Mit operativer Lyrik sowie Szenen für das wiederbelebte Amateurtheater der Jugend rief der Heimkehrer seine Landsleute zur Aussöhnung mit Deutschen sowie Russen auf. Er sah die „geschichtliche Chance“ einer neuen, proslawischen Nationalitätenpolitik und bekannte sich in dem freirhythmischen Langgedicht „Wie ich mein Vaterland fand“ (1950) stellvertretend für viele Generationsgefährten zur DDR als Heimat der Sorben, die auch Wenden genannt werden. Als erster sorbischer Schriftsteller überhaupt publizierte er ein eigenes Buch in deutscher Sprache und begründete damit die moderne literarische Zweisprachigkeit der autochthonen Minderheit: Der Band mit Erzählungen und Gedichten „Auf dem Rain wächst Korn“ erschien 1951 beim Berliner Verlag Volk und Welt. Optimistische Agitationslyrik der ersten Stunde (drei Gedichtbände 1950-1955) verfasste er lediglich bis Mitte der 1950er-Jahre; zugleich gab er verschiedene Anthologien sorbischer Poesie heraus, die er z.T. selbst nachdichtete. Nach mehreren Novellen, darunter „Wie die alte Jantschowa mit der Obrigkeit kämpfte“ (1951), veröffentlichte B. 1953 in hoher Auflage seinen ersten Roman „52 Wochen sind ein Jahr“, der die Veränderungen in den sorbischen Dörfern abbildete und von der Deutschen Film AG (DEFA) verfilmt wurde. Bereits hier erklärte er die historisch nachweisbare nationale Entrechtung der Sorben in Sachsen und Brandenburg primär aus sozialen Widersprüchen. 1959 wurde in Bautzen erstmals sein Bühnenstück „Marja Jančowa“ (1958) inszeniert, das sich am epischen Drama Brechts orientierte. Zum meistgelesenen sorbischen Schriftsteller der Gegenwart wurde B. jedoch dank seiner oft groß angelegten Prosa. Mit der autobiografisch akzentuierten Bestseller-Trilogie über Felix Hanusch (1958-1964), welche die Periode vom Ersten Weltkrieg bis Ende der 1950er-Jahre thematisiert, stellte sich der Autor in eine literarische Tradition, die in Deutschland von Johann Wolfgang von Goethes Roman „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795/96) bis zu Dieter Nolls Entwicklungsroman „Die Abenteuer des Werner Holt“ (1960/63) reicht. Durch eine farbige, anekdotenreiche Handlung mit vielen Gestalten und Schauplätzen sollte die Entwicklung der Hauptfigur in ihrer gesellschaftlichen Dimension sichtbar werden. Mit dem anspruchsvollen Romanepos „Krabat oder Die Verwandlung der Welt“ (1976) interpretierte B. den „großen sorbischen Sagenstoff“ vom guten Zauberer Krabat in origineller, assoziativer Erzählweise. Vor dem Hintergrund der Menschheitsgeschichte seit dem (parodierten) „siebenten Schöpfungstag“ wird sorbische Spezifik anhand exemplarischer Ereignisse bis zur Gegenwart illustriert. Ein allwissender Erzähler, der unabhängig von Zeit und Raum agiert, antizipiert den Sieg des (sorbischen) Knechts über den (deutschen) Herrn, wobei die Gefahren der modernen Genforschung ein wichtiges Nebenmotiv bilden. In der späteren Fortsetzung „Krabat oder Die Bewahrung der Welt“ (1994/95) änderte der Autor seine kämpferische Haltung zum Wettstreit der Systeme in die humanitäre Hoffnung, dass es zu einem weltweiten „Pakt der Vernunft mit Macht und Geld“ als Bedingung für das ersehnte „Glücksland“ kommen werde. Großen Widerhall fand in der DDR der Roman „Bild des Vaters“ (1982), in dem B. den letzten zehn Lebenstagen seines Vaters, eines Arbeiters, nicht ohne Verklärung literarischen Ausdruck verlieh. Prinzipielle Zweifel an der Marktwirtschaft äußerte der Romancier nach der politischen Wende von 1989/90 in der Anti-Treuhand-Satire „Die Leute von Salow“ (1997), die auch dramatisiert wurde: In einem sorbischen Dorf, das an das deutsche Schilda erinnert, verhindern die Einwohner den Verkauf von Feldern, Wäldern und Schloss an zahlungskräftige Westdeutsche. – In seinem neunten und letzten Lebensjahrzehnt publizierte B., der natur- und volksnah in seinem Heimatdorf Dreihäuser (sorb. Horni Hajnk) bei Räckelwitz lebte, fast jährlich eine neue Prosaarbeit - meist abwechselnd in Sorbisch und Deutsch. Zu seinen Werken gehört eine größere Anzahl von Kinder- und Jugendbüchern, einige davon wurden vor 1989 auch in der Bundesrepublik verlegt. Zuletzt erschienen von ihm übertragene bzw. neu erzählte sorbische Volksmärchen: „Die Jungfrau, die nicht ins Bett wollte“ (2006). Insgesamt liegen über 50 Buchausgaben in meist hohen Auflagen vor, die Prosa wurde in ca. 25 Sprachen übersetzt. Die wesentlichen Werke existieren parallel in beiden Arbeitssprachen, die deutschen Fassungen edierte jeweils der Verlag Neues Leben Berlin (bis 1990), die sorbischen der Domowina-Verlag Bautzen. Als einer von fünf Vizepräsidenten des Schriftstellerverbands der DDR (1969-1989) nutzte B. seinen Einfluss, um für die Gleichberechtigung der Sorben einzutreten. Für die Wahrung ihrer Interessen als „kleines Volk“ verwandte er seine Autorität auch nach 1990, als die Förderung von sorbischer Sprache und Kultur auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt wurde. Zwecks Erhaltung sorbischer Identität forderte er nun ein „nationales Programm“. Als bodenständiger Erzähler mit intellektueller Phantasie vermochte er seine kritische Weltsicht unter den neuen Verhältnissen wirksam darzulegen, weshalb er bis ins hohe Alter - B. starb drei Monate vor seinem 90. Geburtstag - bei Publikum und Medien Aufmerksamkeit fand. – Entsprechend der damaligen Praxis erhielt er in der DDR u.a. den Nationalpreis (1951, 1964, 1979), den Vaterländischen Verdienstorden, den Karl-Marx-Orden und den sorbischen Ćišinski-Preis.


B. bě najznaćiši a najwuspěšniši serbski spisowaćel w druhej połojcy 20. lětstotka a jedyn z wodźacych romanowych awtorow NDR. Jako prozaist, lyrikar a dramatikar, kotryž serbsce a němsce na wysokim estetiskim niwowje pisaše, spočatnje tež jako wudawćel a přełožowar chcyše mjez serbskej kulturu resp. tradiciju a wuchodoněmskej realitu posrědkować. Z němskeho gymnazija w Budyšinje, kotryž wot 1927 do 1936 wopyta, bu „dla politiskeje njezrałosće“ wupokazany, čehoždla złoži maturu 1938 w pólskim Torunju (ně. Thorn). Po ilegalnym skutkowanju w serbskej spjećowanskej skupinje sedźeše 1938/39 w Drježdźanach w jastwje. Po tym bě na zakładźe přebywanskeho zakaza za Łužicu zarjadnik ratarskich kubłow w sewjernej Němskej, štož w swojej awtobiografiji „Mein Stück Zeit“ (1989) nadrobnje komentowaše. Po swojej słužbje we wehrmachće (1942–1945) a po ameriskej jatbje zastupi 1946 do SED a bu načolny funkcionar serbskeho młodźinskeho zwjazka; wón iniciěrowaše mj. dr. brigadne hibanje za znowanatwar přez wójnu zničenych wsow. Wot 1948 bě wón wotrjadnik w Serbskim zarjedźe kultury a ludoweho kubłanja sakskeho krajneho knježerstwa w funkciji knježerstwoweho rady (dźěłowe pola: nowinarstwo, rozhłós a film), wot oktobra 1949 swobodnje skutkowacy awtor. – B.owe městno w rozdźělnych politiskich systemach njehodźi so z alternatiwu oportunizm abo spjećowanje charakterizować. Nazhonjenja z represiwnej „wendenpolitiku“ nacionalsocialistow, z wójnu a powójnskim časom běchu jeho, kotryž pochadźeše ze serbskeho katolskeho miljeja, k marxistiskim přeswědčenjam wjedli; puć k wuměłskemu přetworjenju swojeho wjesnjeho wobswěta pokazowachu jemu dopomnjenki Maksima Gorkeho. Z operatiwnej lyriku kaž tež scenami za znowawožiwjene lajske dźiwadło młodźiny namołwješe nawróćer swojich krajanow k wujednanju z Němcami kaž tež Rusami. Wón wuži „stawiznisku šansu“ noweje, prosłowjanskeje narodnostneje politiki a wuzna so w swojej znatej basni w swobodnych rytmach „Kak wótčinu namakach“ (1950), zdobom jako zastupjer swojeje generacije, k NDR jako domiznje Serbow. Jako prěni serbski spisowaćel docyła publikowaše swójsku knihu w němskej rěči a załoži z tym modernu literarnu dwurěčnosć awtochtoneje mjeńšiny: Zběrka z powědančkami a basnjemi „Auf dem Rain wächst Korn“ wuńdźe 1951 w Berlinskim nakładnistwje Volk und Welt. Optimistisku agitacisku lyriku prěnjeje hodźiny (tři basniske zběrki 1950–1955) spisa jenož dosrjedź 1950tych lět; runočasnje wudawaše wšelake antologije ze serbskej poeziju, kotrež zdźěla sam přebasnješe. Po wjacorych nowelach, mjez nimi „Stara Jančowa“ (1951), publikowaše B. 1953 we wysokim nakładźe swój prěni roman „52 njedźel wjerći so lěto“, kotryž towaršnostne změny w serbskich wjeskach zwobrazni a so wot Němskeje filmoweje akcijoweje towaršnosće (DEFA) sfilmowa. Hižo tu wujasni wón historiske potłóčowanje Serbow w Sakskej a Braniborskej primarnje ze socialnych napřećiwkow. 1959 inscenowachu w Budyšinje prěni raz jeho dźiwadłowy kruch „Marja Jančowa“ (1958), kotryž orientowaše so na episkej dramje Brechta. K najbóle čitanemu serbskemu awtorej přitomnosće bu B. dźakowano swojej husto šěroko zapołoženej prozy. Z awtobiografisce akcentowanej bestseller-trilogiju wo Feliksu Hanušu (1958–1964), kotraž tematizuje periodu wot Prěnjeje swětoweje wójny hač do kónca 1950tych lět, stupi so romancier do literarneje tradicije, kotraž w Němskej wot Goethoweho romana „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795/96) hač k romanej Dietera Nolla „Die Abenteuer des Werner Holt“ (1960/63) saha. Přez pisane a na anekdotach bohate jednanje z mnohimi postawami a městnami jednanja dyrbješe so wuwiće hłowneje figury w swojej towaršnostnej dimensiji pokazać. Z naročnym romanowym eposom „Krabat“ (1976) interpretowaše B. „wulku serbsku powěsćowu maćiznu“ wo dobrym kuzłarju Krabaće w originelnym, asociatiwnym powědacym stil. Na pozadku čłowjeskich stawiznow wot (paroděrowaneho) „sydmeho dnja stworjenja swěta“ ilustruje so serbska specifika z pomocu eksemplariskich podawkow hač k přitomnosći. Wšowědny powědar, kotryž agěruje njewotwisnje wot časa a ruma, anticipěruje dobyće (serbskeho) wotročka nad (němskim) knjezom, při čimž tworja strachi načasneho genetiskeho slědźenja wažny pódlanski motiw. W pozdźišim pokročowanju „Krabat. Druha kniha“ (1994/95) změni awtor swoje bojowniske stejišćo k wubědźowanju systemow do čłowjeskeje nadźije, „rozumnosć a móc so dojednatej na pakt za wuchowanje swěta, a to jako wuměnjenje za wočakowane „Zbožownecy“. Wulki wothłós namaka w NDR roman „Stary nan“ (1982), w kotrymž zwobrazni awtor na literarne wašnje, nic bjez wokrasnjenja, w poslednje dźesać žiwjeńskich dnjow swojeho nana , wjesneho dźěłaćerja. Principielne dwěle na wičnym hospodarstwje zwurazni spisowaćel po politiskim přewróće lětow 1989/90 w antirukowaćelstwowej satirje „Salowčenjo“ (1997), kotraž bu tohorunja zdramatizowana: W serbskej wsy, kiž dopomina na němsku wjes Schilda, zadźěwaja wobydlerjo předani polow, lěsow a hrodu na bohatych zapadnikow. – W swojim dźewjatym a poslednim žiwjenskim lětdźesatku publikowaše B., kotryž bydleše wosrjedź přirody a ludźi w swojej ródnej wsy Horni Hajnk pola Worklec, nimale kóžde lěto nowe prozowe dźěło – zwjetša wotměnjejo serbsce a němsce. K jeho twórbam słuša wjetša ličba dźěćacych a młodźinskich knihow, někotre so hižo do 1989 w Zwjazkowej republice nakładowachu. Naposledk wuńdźechu wot njeho přenjesene a znowapowědane serbske ludowe bajki: „Die Jungfrau, die nicht ins Bett wollte“ (2006). W cyłku předleža wjace hač 50 knižnych wudaćow w husto wysokich nakładach, jeho proza přełoži so do ca. 25 rěčow. Bytostne dźěła eksistuja paralelnje we woběmaj dźěłowymaj rěčomaj awtora, němske wersije eděrowaše stajnje nakładnistwo Neues Leben w Berlinje (do 1990), serbske Ludowe nakładnistwo Domowina w Budyšinje. Jako jedyn wot/z pjeć wiceprezidentow Spisowaćelskeho zwjazka NDR (1969–1989) wužiwaše B. swój wliw, zo by so za runoprawosć Serbow zasadźował. Za zdźerženje jich zajimow jako „mały lud“ zasadźi swoju awtoritu tež po 1990, jako so spěchowanje serbskeje rěče a kultury na nowy prawniski zakład staji. Za zachowanje serbskeje identity žadaše nětko „narodny program“. Jako domoródny powědar z intelektualnej fantaziju zamóh wón swój kritiski swětonahlad pod nowymi wuměnjenjemi skutkownje zastupować, tuž namaka hač do wysokeje staroby – B. zemrě tři měsacy do swojich 90. narodnin – pola publikuma a medijow skedźbnosć. – Wotpowědnje tehdomnišej praksy spožči so jemu w NDR mj. dr. Narodne myto (1951, 1964, 1979), Wótčinski zasłužbny rjad, Karla Marxowy rjad a Myto Ćišinskeho.


W  Zhromadźene spisy w jednotliwych wudaćach [Gesammelte Werke in Einzelausgaben], Bd. 1-13, Bautzen 1965-1998; Ausgewählte Werke in Einzelausgaben, Bd. 1-8, Berlin 1986-1989; Moja žona Madelena [Meine Frau Madelena], Bautzen 1949; Auf dem Rain wächst Korn. Sorbische Erzählungen und Gedichte, Berlin 1951; Mjez Čornobohom a Błótami, Bautzen 1953, dt.: Hochzeitsreise in die Heimat, Dresden 1953; 52 Wochen sind ein Jahr, Berlin 1953 (verfilmt), sorb.: 52 njedźel wjerći so lěto, Bautzen 1955; Christa. Die Geschichte eines jungen Mädchens, Berlin 1957, 301989, sorb.: Christa, Bautzen 1958; Marja Jančowa. Bühnenstück, Bautzen 1960; Felix-Hanusch-Trilogie: Der Gymnasiast, Berlin 1958, sorb.: Šuler, Bautzen 1958, Semester der verlorenen Zeit, Berlin 1960, sorb.: Wučbne lěta, Bautzen 1960, Mannesjahre, Berlin 1964, sorb.: Zrałe lěta, Bautzen 1964 (dramatisiert Bautzen 1967); Eine Liebesgeschichte, Berlin 1961; Robert a Sabina, Bautzen 1961; Reise nach Krakau, Berlin 1966, sorb.: Nawrót do Krakowa, Bautzen 1966; Die Schwarze Mühle, Berlin 1968 (ND Würzburg 1983), sorb.: Čorny młyn, Bautzen 1968 (verfilmt); Lausitzer Impressionen, Bautzen 1972, sorb.: Łužiske impresije, Bautzen 1972; Krabat oder Die Verwandlung der Welt, Berlin 1976, sorb.: Krabat, Bautzen 1976; Ansichten und Einsichten. Aus der literarischen Werkstatt, Berlin 1976, 21989; Moja protyka [Mein Kalender], Bautzen 1979; Herkunft und Standort. Aussagen, Bautzen 1981; Stary nan, Bautzen 1982, dt.: Bild des Vaters, Berlin 1982; Geschichten vom Wasser, Berlin 1986; Serbska poezija [Sorbische Poesie], Bd. 20, Bautzen 1986; Mein Stück Zeit, Berlin 1989, Leipzig 1998); Rifko. Aus dem Tagebuch eines Dackels, Bautzen 1993, auch als: Hunds Tagebuch, Leipzig 2001, sorb.: Rifko. Z dźenika dakla, Bautzen 1993; Krabat. Druha kniha, Bautzen 1994, dt.: Krabat oder die Bewahrung der Welt, Bautzen 1995; Die Leute von Salow, Leipzig 1997, sorb.: Salowčenjo, Bautzen 1997; Ohne Paß und Zoll, Leipzig 1999; Die grüne Eidechse, Berlin 2001; Die Einladung. Novelle, Bautzen 2003; Die Jungfrau, die nicht ins Bett wollte. Volksmärchen der Sorben, Bautzen 2006; Der alte Mann und das enge Weite, Bautzen 2006.

L  H. Koch, Mannesjahre. Bemerkungen über Jurij B., in: K. Jarmatz/C. Berger (Hg.), Weggenossen, Leipzig 1975, S. 114-147; C. Gundlach, Jurij B., in: H. J. Geerdts (Hg.), Literatur der DDR, Berlin 1976, S. 242-258; J. Keil (Hg.), Betrachtungen zum Werk Jurij B.s, Bautzen 1976; R. Drenkow, Denkmöglichkeiten. Zu Jurij B., in: A. Löffler (Hg.), ... an seinem Platz geprüft. Gelebtes und Erzähltes bei DDR-Autoren, Halle/Leipzig 1979, S. 11-23; H. Schneider, Gespräch mit Jurij B., in: Sinn und Form 31/1979, H. 5, S. 995-1012; M. Schneikart, Traditionen der Volksdichtung im Schaffen J. B.s, Diss. Greifswald 1981; F. Stübner, Die Erkundung der nationalen Identität als Voraussetzung literarischer Welt- und Epochengestaltung, Diss. Leipzig 1988; H.-P. Hoelscher-Obermaier/W. Koschmal, Fragen an Jurij B., in: W. Koschmal (Hg.), Perspektiven sorbischer Literatur, Köln/Weimar/Wien 1993, S. 51-68; L. Hajnec, Jurij B., in: Přinoški k stawiznam serbskeho pismowstwa lět 1945-1990 [Beiträge zur Geschichte des sorbischen Schrifttums 1945-1990], Bautzen 1994, S. 32-54; D. Scholze, Postmoderne Tendenzen in der sorbischen Literatur? Jurij B.s „Krabat“-Romane, in: Weimarer Beiträge 45/1999, H. 3, S. 423-431; J. Zarek (Hg.), W kręgu Krabata [Im Banne Krabats]. Skizzen über Jurij B., Katowice 2002; D. Scholze, Brechts „Mutter Courage“ (1939) und B.s „Marja Jančowa“ (1958), in: Weimarer Beiträge 51/2005, H. 3, S. 458-464; ders. Die Zweisprachigkeit in der sorbischen Literatur. Das Beispiel Jurij B. (1916-2006), in: S. Kempgen u.a. (Hg.), Deutsche Beiträge zum 15. Internationalen Slavistenkongress Minsk 2013, München/Berlin/Washington 2013, S. 407-419. – DBA II, III.

P  Fotografie, Th. J. Koch, 1956, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Abteilung Deutsche Fotothek (Bildquelle).



Dietrich Scholze
19.5.2015


Empfohlene Zitierweise:

Dietrich Scholze, Brězan (Bresan), Jurij (Georg) (Pseudonym: Dušan Šwik), in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (26.6.2017)

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