Faass Bruno
Bibliothekar
* 2.11.1882 Derenburg 29.12.1951 Göttingen(ev.)
VCarl, ApothekerMAgnes, geb. Sas1908 Dora Hermine Ida, geb. Eberwien
GND: 116355441

F. besuchte die Lateinische Hauptschule der Franckeschen Stiftungen zu Halle/Saale und das Königliche Domgymnasium zu Halberstadt. Nach dem Abitur 1901 folgte ein Studium in den Fächern Geschichte und Klassische Philologie in Halle/Saale, das er in Göttingen fortsetzte. 1907 promovierte F. in Göttingen über „Studien zur Überlieferungsgeschichte der römischen Kaiserurkunden“. – In der Königlichen öffentlichen Bibliothek in Dresden, der späteren Sächsischen Landesbibliothek, war F. 1908 bis 1945, unterbrochen durch die Teilnahme am Ersten Weltkrieg 1915 bis 1918, tätig. Er verfasste den ersten Bibliothekenführer für Dresden (1915) und entwickelte den neuen Fachkatalog der Sächsischen Landesbibliothek, mit dem die seit 1927 nach Numerus currens, also nach der laufenden Nummer des Zugangs, im Magazin aufgestellten Erwerbungen sachlich erschlossen wurden.



W  Studien zur Überlieferungsgeschichte der römischen Kaiserurkunden, Diss. Göttingen 1907; (Hg.), Dresdner Bibliothekenführer, Dresden 1915; Die neuen Fachkataloge der Sächsischen Landesbibliothek, Leipzig 1937.

L  K. Assmann (Hg.), Sächsische Landesbibliothek Dresden 1556-1956, Leipzig 1956, S. 228. – DBA III; A. Habermann/R. Klemmt/F. Siefkes, Lexikon deutscher wissenschaftlicher Bibliothekare 1925-1980, Frankfurt/Main 1985, S. 74; T. Bürger/K. Hermann (Hg.), Das ABC der SLUB, Dresden 2006, S. 75.

P  Gruppenaufnahme der Mitarbeiter der Sächsischen Landesbibliothek, H. Bähr, 1932, Fotografie, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden, Abteilung Deutsche Fotothek (Bildquelle).



Katrin Nitzschke
18.1.2010


Empfohlene Zitierweise:

Katrin Nitzschke, Faass, Bruno, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (28.5.2017)

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