Vitzthum von Eckstädt Alexander Constantin Graf
General der Infanterie
* 7.7.1846 Schloss Fantaisie bei Bayreuth 9.12.1916 Kleinzschachwitz bei Dresden Dresden, Johannisfriedhof Tolkewitz
VOswald Lionel (1809-1883), herzoglich sächsisch-coburgisch und gothaischer Kammerherr, MajorMChristiane, geb. Freiin von Waldenfels zu Tauperlitz (1828-1898)Gu.a. Woldemar, Generalleutnant, Präsident der Evangelisch-Lutherischen Landessynode Sachsens, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags1873 Helene-Thuiska, geb. von Mayer (* 1851)SAlexander Paul Lionel; Karl Max Ernst; Paul Woldemar ReinholdTSophie-Helene Paula Klara
GND: 140257675


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1904 bis 1907 übte V. mit dem Amt des kommandierenden Generals des XIX. (2. königlich sächsischen) Armeekorps eine Funktion aus, die in Friedenszeiten zu den drei bedeutendsten Positionen im sächsischen Kontingent des deutschen Reichsheers zählte. – Der aus einem ursprünglich thüringischen Adelsgeschlecht stammende V. besuchte zunächst das Vitzthumsche Gymnasium in Dresden, trat dann aber in das sächsische Kadettenkorps ein. Als Leutnant nahm er 1866 am Preußisch-Österreichischen Krieg teil. 1869 wurde er Adjutant beim 1. Jägerbataillon Nr. 12, mit dem er 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg beteiligt war, um anschließend seine Ausbildung an der Berliner Kriegsakademie fortzusetzen. Danach erhielt V. eine Kompanie im 1. Jägerbataillon Nr. 12, gefolgt von einem Kommando beim Dresdner Kadettenkorps. Anschließend wechselte er in den Generalstab. 1882 wurde er zum Major befördert und 1886 erstmals mit der Führung eines Bataillons beauftragt. Er avancierte 1888 zum Oberstleutnant und erhielt das Kommando über das 2. Jägerbataillon Nr. 13. Bevor V. 1892 zum Oberst ernannt wurde und an die Spitze des 11. Infanterieregiments Nr. 139 trat, war er für zwei Jahre Flügeladjutant von König Albert von Sachsen. 1896 stieg er zum Generalmajor und Kommandeur der 6. Infanteriebrigade Nr. 64 sowie 1899 zum Generalleutnant auf und übernahm die 2. Infanteriedivision Nr. 24. 1901 wechselte V., erneut als Kommandeur, zur 4. Infanteriedivision Nr. 40 und wurde schließlich 1904 General der Infanterie und kommandierender General des in Leipzig residierenden XIX. (2. königlich sächsischen) Armeekorps. Ende 1907 schied er aus dem aktiven Dienst aus.



L  J. E. Hottenroth (Hg.), Sachsen in großer Zeit, Bd. 1, Leipzig 1923 (P). – DBA II; F. Neubert (Hg.), Deutsches Zeitgenossen-Lexikon, Leipzig 1905.



Peter Mertens
21.9.2011


Empfohlene Zitierweise:

Peter Mertens, Vitzthum von Eckstädt, Alexander Constantin Graf, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (20.9.2017)

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