Albert II. von Mutzschen
Bischof von Meißen
26.7.1266 Löbnitz/Mulde Meißner Dom

GND: 139611045






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A. stammte wahrscheinlich aus dem möglicherweise edelfreien Geschlecht von Mutzschen und war vor seiner Wahl zum Meißner Bischof 1258 seit mindestens 1246 Propst des Wurzener Kollegiatstifts. Seine Amtszeit scheint, soweit die wenigen Quellen eine Beurteilung zulassen, von zahlreichen Schwierigkeiten geprägt gewesen zu sein. So führte er 1261 u.a. mit den Burggrafen von Dohna, den Herren von Rathen und von Bieberstein Auseinandersetzungen um bischöfliches Tafelgut, das vermutlich in der Oberlausitz gelegen war. Das Lehnrecht über 15 Dörfer bei Stolpen löste er durch die Zahlung von 100 Mark Silber von den Ansprüchen Hugos von Wolkenburg ab. 1261 exkommunizierte und vertrieb er Geißler, die durch das Land zogen. Der Dombau geriet in seiner Zeit wohl aufgrund finanzieller Schwierigkeiten ins Stocken.



Q  Codex Diplomaticus Saxoniae Regiae, II. Hauptteil, Bd. 1: Urkundenbuch des Hochstifts Meißen, Teil 1, hrsg. von E. G. Gersdorf, Leipzig 1864 (Bildquelle).

L  E. Machatschek, Geschichte der Bischöfe des Hochstiftes Meißen in chronologischer Reihenfolge, Dresden 1884, S. 190-199; W. Schlesinger, Kirchengeschichte Sachsens im Mittelalter, Bd. 2, Köln/Graz 1962, S. 96; W. Rittenbach/S. Seifert, Geschichte der Bischöfe von Meißen, 968-1581, Leipzig 1965, S. 161-169. – Die Bischöfe des Heiligen Römischen Reiches 1198-1448, hrsg. von E. Gatz unter Mitwirkung von C. Brodkorb, Berlin 2001, S. 419f.



Christian Hillen
3.5.2004


Empfohlene Zitierweise:

Christian Hillen, Albert II. von Mutzschen, in:
Sächsische Biografie, hrsg. vom Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., bearb. von Martina Schattkowsky,
Online-Ausgabe: http://www.isgv.de/saebi/ (22.8.2017)

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